Leichen lügen nicht

von ZoeForYou

Vielleicht wundert sich der eine oder andere, über einiges, was hier geschrieben wird.
Ich sehe mich nicht in der Lage, wirklich Aufklärung zu leisten, doch auf jeden Fall, möchte ich versuchen wenigstens etwas Licht in die Angelegenheit zu bringen.

Warum ich nicht aufklären kann?

Vermutlich, weil ich die Dinge selbst nicht so klar sehe, wie ich es sollte. Auch ich weiß nicht viel mehr, als Andrea im zweiten Buch ihres jüngsten Romans geschrieben hat („J.-Forever“ besteht aus zwei Büchern). Dort geht es eigentlich um Tammy (also um sie selbst) und auch ich komme zu Wort.

Eines weiß ich jedoch mit Sicherheit: Was der Ausgang von Tammys Handlungen war.

(Falls es jemand immer noch nicht bemerkt haben sollte: Tammy ist Andrea und vice versa.)

Zwei Gesichter eines Gutmenschen

Tammy ist nicht die Unschuldige und ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass sie verantwortlich ist für alles, was danach passiert ist. Wer Entscheidungen trifft – und vor allem, wer Entscheidungen trifft, die Auswirkungen auf Andere haben – der sollte sich der möglichen Konsequenzen bewusst sein.

Tammy ist sehr entscheidungsfreudig, doch in diesem Fall ist sie zu weit gegangen. Viel zu weit. Sie ist aggressiv, sie ist ein Schläger – wusstet ihr das? Wenn sie nicht weiß, wie sie Konflikte anders lösen kann, dann greift sie zur Gewalt, das zieht sich auch wie ein roter Faden durch „J.-Forever“ – jeder kann es für sich nachlesen.

Ich bestrafe sie nicht für den Fakt, dass es mit ihr sehr schnell durchgeht – vielleicht sollte ich das zusätzlich – sondern dafür, welche Konsequenzen ihr damaliges Handeln nach sich gezogen hat.

Handlungen haben Konsequenzen

Um es klar und deutlich und immer wieder zu sagen: Sie hat ihre beste Freundin auf dem Gewissen, sie ist verantwortlich dafür, dass sie ihr Leben nicht leben durfte. Verwundert? Mal ehrlich: Können Menschen, die Tammys Tagebuch lesen und Andreas Bücher kennen, wirklich erstaunt über diese „Enthüllung“ sein? Sie löst Konflikte mit Gewalt und ohne Rücksicht auf Andere. Wer Kampfsport betreibt und sich nicht scheut, seine Kenntnisse bei jeder Gelegenheit einzusetzen, wer eine Waffe in der Handtasche oder gar im Holster trägt und ununterbrochen damit übt, wer glaubt andere Menschen für ihre Fehler mit körperlicher Gewalt bestrafen zu müssen – ich erinnere an dieser Stelle an die Sache mit Gabby vor einigen Monaten – wer Israels exzessive und gnadenlose Bombardierungen des Gaza-Streifens mit Israels Recht auf Selbstverteidigung verwechselt, der hat in meinen Augen jedes Recht verspielt, als humanitäre Anwältin aufzutreten. Ich gebe zu, dass ich Tammys sonstige Einstellungen in vielen Bereichen teile, dass sie gewiss eine teils beeindruckende Persönlichkeit präsentiert, doch ändert das nichts an ihrem aggressiven und gewaltbereitem Grundcharakter. So wie ich sie am Ende kennengelernt habe, kann ich in der Summe nur sagen, dass sie eine Gefahr für sich, aber vor allem für ihre Umwelt darstellt.

Tammys Lösung ist immer die Gleiche: Gewalt

Ich habe erlebt, wie sie ein Leben zerstört hat, und kein Richter hat sie zur Verantwortung gezogen. Ich tue es. Wieder und wieder. Wer mir das Recht gibt? Niemand – oder besser gesagt: ich mir selbst. Damals waren wir beide die Opfer. Die Konsequenzen jedoch hat sie alleine mich tragen lassen. Dieses Unrecht auszugleichen, ist meine Motivationen. Sie wird ihr ganzes Leben leiden – so wie ich niemals ein Leben haben werde.

Nun könnte man sagen, dass auch sie unter den damaligen Vorfällen gelitten hat und das auch heute noch tut. Was für ein unsäglicher Unsinn! Wenn ein Mörder Albträume hat, macht ihn das noch lange nicht unschuldig!

Jeder geht mit den Schatten der Vergangenheit anders um. Sie schreibt, ich ficke. Andere nehmen Drogen, ritzen an sich herum oder trinken sich „glücklich“. Wo ist der Unterschied? Außer, dass Tammy es ist, die alles verschuldet hat und sich genau aus dieser Verantwortung stiehlt. Und was macht sie? SCHREIBEN! Ich fasse es nicht! Sie macht Dinge, die nicht mehr rückgängig zu machen sind, und weigert sich, es sich mir und ihr selbst einzugestehen. Was ist das? Wie ignorant kann jemand sein? Aber noch schlimmer in meinen Augen ist, dass sie das Leben in vollen Zügen genießt! Segeln, fliegen, Frauen! Aber den Zahn, zu glauben, dass sie einfach so weiterleben kann, den habe ich ihr gezogen. Jetzt bezahlt sie dafür – und zwar in gleicher Münze, die für ihr überhebliches und verantwortungsloses Handeln ursächlich war.

Da hilft ihr auch keine Dämonin der Welt.

Herzchen malen hilft nicht weiter

Dunkelheit

Oh, wie sie zusammenbrechen …

Diese Sorte gibt es überall. Weil sie ihre „große Liebe“ verloren haben, geht ihre kleine Welt unter! Solange sie 13 sind, kann ich das noch verstehen – aber erwachsene Frauen? Weib, reiß dich zusammen, will ich da schreien, sei eine Frau! Schon mal darüber nachgedacht, ob du selbst nicht ganz unschuldig daran bist, und es einfach das nächste Mal ein wenig besser machen solltest? Ich weiß, ich weiß, es gibt für dich kein nächstes Mal …

Zu brutal? Nicht verständnisvoll genug? Oh, bestimmt! Und trotzdem möchte ich kotzen, wenn mir solche Jammerlappen über den Weg laufen!

Ein Jahr habe ich verbracht – EIN JAHR! – in dem ich mir alles Flüssige in den Kopf gehauen habe, was greifbar war. Wie ein Katzenweib habe ich mich geprügelt: gekratzt, gebissen, getreten, geschlagen. Ich habe heute noch Narben davon. (Ich würde keine mehr bekommen, dafür habe ich zwischenzeitlich gesorgt.)

Der Punkt ist nur: Ich hatte einen Grund. Einen echten. (Zwei sogar. Oder mehrere, wie man’s nimmt.) Es war keine lächerliche Jammerei wegen eines Typs oder einer Tussi oder gar wegen der eigenen Unfähigkeit. Und ich habe trotzdem überlebt. Ganz alleine.

Ich bin ungerecht? Nicht mitfühlend genug? Weil jeder seine eigene Hölle hat?

Nein, hat er nicht.

Niemand hat die Hölle erlebt, weil er einen Schwanz oder eine Fotze verloren hat! Hölle ist anders, Hölle ist ernst. Frauen sollten eigentlich wissen, was wirkliche Hölle ist.

Jede von uns bewältigt den Horror auf ihre eigene Weise. Jede von uns bewältigt den Zusammenbruch auf ihre eigene Weise. Und zu viele bewältigen ihn nie.

Ich bin eine Andere geworden. Eine Go-Fuck-Yourself und eine I-Didn’t-Give-A-Shit. Eine Was-Muss-Das-Muss und eine I-Don’t-Care-What-You-Think. Die Menschen, die ich liebe, liebe ich nicht wirklich. Ich benutze sie für mein Wohlbefinden und deshalb schütze ich sie. Liebe ist Eigennutz. Für mich. Auch wenn das manchmal gar nicht so aussehen mag. Ich fühle mich gut damit.

Ich lebe, um Spaß zu haben. Spaß ist wichtig. Spaß vertreibt dunkle Wolken. Vielleicht habe ich deswegen mit Kindern nichts am Hut? Jedenfalls nicht mit eigenen: zu viel Potenzial für Unglück und Ärger. Und zu viel Nerverei.

Vielleicht will mir Mazikeen mit ihrem Dämonen-Spleen ja zeigen, dass man auch mit dunklen Mächten zurechtkommen kann? Danke sehr, Maze, aber ich schaffe das auch alleine.

Wenn da nicht Zoe wäre …

Sie macht das anders: Sie fickt. Und zwar Männer. Viele. Sehr viele. Am liebsten als Nutte. Und sie bekämpft Dämonen – aber nur die guten, wie zum Beispiel Mazikeen. Ihre Art und Weise mit den dunklen Mächten umzugehen, kann ich nicht nachvollziehen. Männer ficken? Wie passt das zusammen? Feuer mit Feuer bekämpfen? Ich kann nicht folgen. Und zwar nicht, weil ich lesbisch bin. Das ist Zoe auch – zumindest glaube ich, dass sie das irgendwo tief drinnen noch ist.

Zoe kann mich natürlich genauso wenig verstehen wie ich sie. Dass ich mich einfach aus dem Thema ausblende. Dass ich die dunklen Wolken zur Seite schiebe und nach der Sonne schaue. Auch wenn der Himmel niemals blau, sondern immer grau sein wird.

Zoe hasst. Ich liebe einfach nicht. Das ist leichter als hassen, finde ich.

Sie sagt, dass ich meiner Schuld niemals entkommen werde, dafür würde sie schon sorgen. Sie spricht von einer Schuld, die ich niemals als solche akzeptieren werde. Und deshalb hasst sie mich. Wie sie alle und jeden hasst. Und deshalb quält sie mich auf die schlimmste Weise, die ich mir vorstellen kann.

DAS ist Hölle. DAS ist Horror. Aber ich lebe und kleinkriegen lasse ich mich nicht.

Ich will Spaß in diesem kurzen Leben. Zoe hin, Zoe her.

Und wenn ich nochmal eine sehe, für die, wegen einer Trennung, die Welt untergeht, hetze ich meinen Dämon auf sie!

Ich lade jeden ein, der etwas Intelligentes beitragen möchte, es ins Handy zu tippen und sich das Teil dann in den Arsch zu schieben! Tief.

Einbahnstraße Feminismus

Und wieder erwischt mich ein „feministischer“ Ausdruck kalt: FLINTA

„Der Begriff FLINTA steht für Frauen, Lesben, inter, nichtbinäre, trans und agender Menschen. Dadurch werden alle betroffenen Menschen eingeschlossen.“ Soweit das „Feministische Forum Oldenburg“.

Krass! Ich habe keine Ahnung, was das bedeuten soll! Woraus man nun ableiten könnte, dass ich besser nicht über das Thema „Feminismus“ schreiben sollte. Oder gerade deswegen?

Nehmen wir uns doch einmal die Begriffe einzeln vor: F steht für Frauen. Soweit so unklar. Warum unklar? Ist der Begriff „Frauen“ etwa nicht eindeutig definiert? Oder was genau bedeutet er hier? Als Frau geboren? Zur Frau gemacht? Oder alle, die sich als Frau fühlen? Schließt das auch die biologisch als Junge geborenen Kinder ein, die sich als Mädchen fühlen? Denn das „M“ vermisse ich irgendwie.

Aber weiter: Der Begriff „Lesbe“ ist ja nun recht einfach. Oder doch nicht? Schließt er jetzt all die Frauen ein, die sich, auf welche Weise auch immer, zu anderen Frauen hingezogen fühlen? Und – siehe oben. Also doch nicht so ganz einfach.

Jetzt komme ich zum „i“. Da wird’s schwierig, denn ich habe keine Ahnung, was „inter“ bedeuten könnte. Ich könnte es jetzt googeln, doch das ist irgendwie genau der Punkt: Sollte ich es nicht einfach wissen – als gestandene Feministin? Was ist „inter“? Interracial? Oder Frauen zwischen Stühlen? Keine Ahnung.

„Nichtbinäre“. Fuck! Schon wieder so ein Ausdruck. Was ist das? Neudeutsch für „bisexuell“? Binär… Mmh… Gibt es auch hexadezimale weibliche Wesen? Gehören sie zur Gruppe „Frauen“ oder… What the fuck ist „nichtbinär“?

„Trans“. Vermutlich Transsexuelle. Menschen, die ihr Geschlecht wechseln (lassen), nehme ich an. In welche Richtung wechseln? Und müssen Pipimann oder Fotze schon umgearbeitet sein?

Bei „agender“ erwischt es mich dann eiskalt: Ich habe nicht die Spur einer Ahnung und selbst meine Vermutung lässt mich am Kopf kratzen: Menschen OHNE Geschlecht? Biologisch-körperlich oder geistig-seelisch oder …

Ich habe keine Ahnung und nenne mich Feministin? Schande über mich! Und was überhaupt hat das alles mit Frauen zu tun (abgesehen von den ersten beiden Begriffen)? Oder gar mit Feminismus? Vermutlich hat mein IQ an dieser Stelle eine tiefe Delle. (So wie bei der Frage, wo der Begriff nun alle Männer einschließt, denn angeblich sind das doch auch „Menschen“? Nein? Oder sind die nicht „betroffen“? Ich bin verwirrt.)

Für mich hat Feminismus in erster Linie damit zu tun, dass ich jedem Typ aufs Maul hauen kann, der mir unerlaubt an die Titten grabscht oder auf den Arsch haut. Andererseits hat das weniger mit Feminismus zu tun, als mit Kampfsport.

Gender pay gap – ja, dass es so etwas gibt, da kann ich durchaus zustimmen. Da sollte man ansetzen. Aber nicht weil Frauen mehr Teilzeitarbeit machen. Dazu komme ich noch.

Aber ob nun ich oder der Typ die Hausarbeit macht (falls ich einen hätte, WÜRDE er die Dumpfarbeit machen) – ist das nicht irgendwie die Sache jeder einzelnen Frau? Und wenn sie zu blöd ist, um das durchzusetzen – sie weiß ja nun, wo der Staubsauger steht.

Quotenregelung? Ja, manchmal könnte das durchaus Sinn machen, doch ich bin nicht sicher, ob das überall der Fall ist. Und wenn schon Quote: Warum dann nicht auch in der Krankenpflege und bei der Gebäudereinigung? Ach so: Quote ist ja eine Einbahnstraße. Oder nicht? Alles nicht so einfach.

Und was ist mit dem Thema Teilzeitjobs für Frauen? Nehmt sie den Frauen ruhig weg, und zwingt sie in die Vollzeit – vielleicht werden dann auch weniger Kinder produziert, weil die Frauen sich dann nicht mehr darum kümmern können, und in den Restaurants wird es wieder ruhiger.

Und was, zum Henker, haben garantierte KITA-Plätze mit Feminismus zu tun? Ich dachte, Männer sollen sich auch um die Kinder kümmern? Wieso betrifft das also nur die Frauen? Weil die Mütter sich um die Kinder kümmern – ich dachte, genau das soll geändert werden. Ich bin zu blöd, ich erkenne es immer mehr.

Männer sollen sich also mehr um die Kinder kümmern? Wo ist das ein Feminismusproblem? Wenn Frau nicht Frau genug ist, ihrem Mann auf die Füße zu treten, dann muss sie eben selbst ran. Sie hätte die Bälger ja nicht bekommen müssen.

Und die ungeplanten Kinder, weil der Mann dauergeil ist? Beine geschlossen halten, löst das Problem. (Siehe auch Kampfsport.)

Oder das leidige Thema „Arbeit und Kind unter einen Hut bringen“ – dafür fehlt mir jedes Verständnis. Jede Frau kann schließlich selbst entscheiden, was sie will (siehe oben): Arbeit und/oder Kind. Jede Frau hat ein Recht darauf, Kinder zu bekommen? Logisch. Aber es ist ein Recht und keine Pflicht. Was letztlich bedeutet, dass ich es als Frau, die sich für den Job entscheidet, überhaupt nicht einsehe, dass eine Mutter, obwohl sie deutlich weniger arbeitet als ich, mir bei der Arbeit nicht nur gleichgestellt wird, sondern noch dazu Privilegien bekommt. Das wird sie nicht und bevorzugt wird sie auch nicht? Und ich soll jetzt auch noch fordern, dass ich noch mehr hintenanstehen soll?
Was ist, wenn meine biologische Uhr etwas anders tickt? Wenn meine Familie aus Mann oder Frau, drei Hunden und 5 Katzen besteht? Ist meine Familie dann weniger wert, nur weil kein Schulkind dabei ist? Warum bekomme ich nicht ebenfalls fünf Krankheitstage, wenn ich meinen Partner pflegen muss, der einen Unfall oder eine schwere Krankheit hatte?

Und jetzt bitte nicht das Rententhema. Oder der Fortbestand der Menschheit. Keine Frau bekommt deswegen Kinder. Wer das sagt, lügt. Statt als Nichtmutter mehr Steuern zahlen zu müssen, würde ich das ersparte Steuergeld auch für meine Rente verwenden, versprochen. Dafür muss ich nicht auch noch beim Urlaubnehmen hintenanstehen. Und der Fortbestand der Menschheit? Wie war das mit der Überbevölkerung? Weder die Deutschen, noch die Amerikaner sterben aus. (Bei Letzteren bin ich mir nicht sicher, ob das nicht sogar wünschenswert wäre. Zumindest bei knapp der Hälfte.) An den Grenzen stehen Hunderttausende, die scharf darauf wären, die Rente und den Fortbestand zu sichern.

Wieso muss Feminismus eine Einbahnstraße sein?

Es gibt noch viele andere Bereiche, die man durchaus kontrovers diskutieren kann, ohne deswegen die Frauen, die eine andere Meinung haben, gleich zu verdammen.

Wobei ich bei einem meiner Lieblingsthemen angelangt bin: #MeToo.

Männer haben die Macht, Frauen zu unterdrücken, sie auszunutzen und sie zu Dingen zu zwingen, die sie nicht möchten? Mit mir macht das keiner – hat nicht, wird nicht. Und wenn er es versucht, dann hat er ein Problem. Oder ich, weil ich vielleicht den Job nicht bekomme. Eine Andere bekommt ihn, diejenige, die brav mitmacht. Aber wenn keine mitmacht, haben solche Männer ein Problem.

Ganz sicher bin ich niemand, der sich einer besseren Zukunft für „das schwache Geschlecht“ in den Weg stellen will, im Gegenteil, und der nicht weiß, wie sehr Frauen in der Vergangenheit unterdrückt wurden. Ich bin durchaus der Meinung, dass auch Frauen, die keinen Kampfsport betreiben, nachts im Minirock und Highheels durch die Gegend laufen dürfen, ohne vergewaltigt zu werden. Ich überlege nur, ob die Forderungen, die der Feminismus stellt, immer so realitätsnah sind.

Ich bin fest davon überzeugt, dass es hier um ein ganz anderes „Problem“ geht – und jetzt kommt das böse Wort: `“Boys will be boys“, und das wird sich auch nicht ändern. Genau wie Girls immer Girls bleiben werden, so sind wir gestrickt. Die Männer müssen „erzogen“ werden? Ernsthaft? Das geht? Vielleicht mit den Intelligenteren oder mit denen, die mehr Skrupel haben. Aber mit den Jungs vor der Trinkhalle oder mit denen, deren Ego so groß ist, dass es nicht mehr in ihren Kopf passt?

Und was ist mit den Frauen, die ihre eigene Sexualität ausnutzen, um von den Männern das zu bekommen, was sie wollen? Zum Beispiel viel Geld? Wenn wir Frauen unsere Macht ausnutzen, ist das etwas Anderes?

Oh ja, das ist es. Aber im Endeffekt ist es doch wieder das Gleiche: Jeder auf seine Weise.

Für mich ist diese ganze #MeToo-Geschichte von der Idee her nicht verkehrt, doch gnadenlos überzogen und eine Einbahnstraße, die nirgendwohin führt. Wer bestraft die Frau, die den 75jährigen wegen der kommenden Erbschaft heiratet oder diejenige, die ein Kind bekommt, um sich den Arzt oder Firmenboss zu sichern?

Wir Frauen sind nicht unbedingt besser, nur anders.

Und jetzt tötet mich.

Aber bevor ihr das tut, erklärt mir doch bitte, was FLINTA bedeutet. Damit ich nicht dumm sterben muss.

Frauenprobleme

Reicht

Eine Sache, die mein Tagebuch ausmacht, ist, dass ich mir im Normalfall keine Themen aussuche, sondern schreibe und berichte, was mir gerade in den Kopf kommt.

Ein Tagebuch eben.

Alles richtet sich meist danach, was ich am vergangenen Tag – oder an den vergangenen Tagen – erlebt habe, oder mir in den Kopf gekommen ist. Oder auch danach, was ich in naher Zukunft vorhabe.

So auch heute.

Ich war mit Eva in der Diamond unterwegs gewesen. Ich muss tatsächlich zugeben, dass mir die ganze Sache mehr Spaß gemacht hat, als ich ursprünglich angenommen hatte. Was vermutlich daran liegt, dass ich eine generelle Abneigung gegenüber allem Neuen habe. Schon doof. So vor allem auch gegen die neue Generation von Fluginstrumenten (Avionics). Ich kann sie nicht ausstehen! Dachte ich. Was man eben manchmal so denkt.
Ich weiß, ich langweile damit jetzt Viele Leser, doch nur zur Erklärung: die DA62 von Diamond hat das G1000 von Garmin installiert. Natürlich sagt das den Allermeisten nichts, doch man stelle sich die Instrumente einfach als zwei große quadratische Tablets vor, die einem Pilot alles anzeigen was er wissen muss, und über die man quasi das ganze Flugzeug steuert. Ganz vereinfacht ausgedrückt. Im Prinzip ist dieses moderne Geschäftsflugzeug ein fliegender Computer.

Wie ich so etwas nicht ausstehen kann!

Es stellte sich jedoch heraus, dass diese Tatsache dem Flugspaß keinen Abbruch tut! Die Diamond fliegt wie eine junge Göttin. Okay, irgendwie ha
Charakter? Ja, auch Flugzeuge haben Charakter. So wie meine Bonanza zum Beispiel. Manchmal glaube ich, dass sich Charakter erst mit dem Alter bildet. So wie bei Menschen. Bei manchen. Oder es liegt einfach daran, dass Maschinen früher Charakter besaßen und heute nur noch Computer.
Früher besaßen Menschen noch Hirn, heute nur noch Smartphones und Social Media.

Okay, das ist ein gänzlich anderes Thema. Und heute habe ich keine Lust, über dieses gänzlich andere Thema zu schreiben. Eigentlich habe ich heute gar keine Lust zu schreiben. Weder über das eine, noch über das andere. Aber ich muss ja! Muss? Ja, wenn man sich nicht selbst zwingt, bleibt ein Tagebuch leer. Zumindest an den meisten Tagen. Eigentlich ist das mit den allermeisten Dingen im Leben so: man muss sich zu ihnen zwingen. Tut man das nicht, beginnt man sich selbst untreu zu werden. Warum? Weil man etwas, dass man sich selbst vorgenommen hat, aus lauter Faulheit dann doch nicht macht. Und das ist nicht gut! Die meisten Menschen wissen das wohl. Aber selbst diejenigen, denen das klar ist, beschließen manchmal ganz für sich selbst, diese Wahrheit zu ignorieren. Was nicht schwer ist. Im Gegenteil: es ist das Einfachste. Aber ich kann es nicht leiden immer nur die einfachsten Wege zu nehmen. Ich erwarte mehr von mir.
Gegen die Workaholics unter uns komme ich natürlich nicht an! Ob die sich auch ständig zu irgendetwas zwingen müssen? (Ich spreche an dieser Stelle übrigens nicht von Müttern; den Anständigen unter ihnen bleibt ja gar nichts anderes übrig, als sich ununterbrochen ständig selbst in den Arsch zu treten.) Ich jedenfalls muss mich ständig zu etwas zwingen, was daran liegt, dass ich alles bin, nur kein Workaholic. Und dass meine Schulter weh tut, immer noch. Wobei ich mittlerweile auch keine Schmerzmittel mehr nehme (jedenfalls nicht dafür).
Wozu ich mich übrigens ständig am meisten zwingen muss, ist der scheiß Sport. Den kann ich nämlich nicht ausstehen! Mit Sport meine ich Work-outs (Entschuldigung, ich kenne das deutsche Wort nicht). Dieser Fitnessstudiokram eben. Noch schlimmer: Jogging! Mit so einem Mist muss ich mich jeden Tag herumschlagen. Okay: fast jeden Tag. Jetzt könnte ich es ja einfach lassen oder es zumindest reduzieren, was natürlich nicht geht (siehe weiter oben). Ich muss nämlich, weil ich sonst meinen Kampfsport gleich wieder aufgeben kann. Ja ich weiß: da ist das Wörtchen „Sport“ drin. Und Sport kann ich nicht ausstehen. Aber für mich ist Kampfsport ja auch kein Sport. Für mich ist es etwas, was für meine Selbstverteidigung zwingend nötig ist. Und warum jetzt Selbstverteidigung?

Weil ich eine Frau bin.

Das werden natürlich jetzt viele nicht kapieren. (Außerdem wäre es natürlich auch für viele anständige Männer nicht schlecht, wenn sie sich adäquat verteidigen könnten.)
Für mich ist es jedenfalls so, dass ich keine Lust habe mich nur zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Orten sicher fühlen zu können. Ich will in der Lage sein auch nachts und alleine, selbst in Minirock oder Hotpants, durch ein einsames Hafengebiet oder durch die Bronx laufen zu können. Und ich habe keine Lust, dafür durch Social Media Kampagnen erst die gesamte Männerwelt ändern zu müssen – vor allem weil das nicht geht. Männer sind Männer, genau wie Frauen Frauen sind.

Ups, vermutlich hat dieser Satz gerade eine ganze Horde von Emanzen gebissen. Sorry. Ich kann nichts für meine Sätze! Das Dumme bei mir ist, dass ich schreibe, was ich denke. Und das kommt natürlich bei Vielen ganz und gar nicht gut an. Ich sehe eben nunmal die ganze Geschichte mit Männern und Frauen weniger vom moralisch-ethischen Standpunkt als vom wissenschaftlich-biologischen. Und da sieht es nun eben einmal duster aus.

Ich bin nicht der Meinung, dass man durch Umdenken in der Gesellschaft all die jungen – oder dummen – Männer erreicht. Jedenfalls nicht in den nächsten 300 Jahren. Stichwort: Hormone. So lange das „Umdenken“ nicht aus medizinisch-chemischen Maßnahmen besteht, bleiben junge – oder dumme – Männer eben nun mal Männer. Vielleicht – das gebe ich gerne zu – führt das moralisch-ethische Umdenken ja irgendwann zu einer Veränderung in den männlichen Genen, das würde helfen. Aber bis aus Memen Gene werden – das dauert! Und ich habe keine Lust so lange zu warten.

Bis dahin bin ich wenigstens in der Lage Kiefer zu brechen oder Eier zu zerquetschen.

Das ist mir wirklich wichtig, sonst würde ich mir diesen ganzen Trainingsstress nicht antun. Welche Frau kann schon von sich sagen, dass sie wo auch immer und wann auch immer anziehen kann was sie mag.

Ich habe nichts gegen ein gesellschaftliches Umdenken ich habe lediglich etwas gegen persönliche Einschränkung. Und sind wir doch mal ehrlich: wir können nicht anziehen was wir wollen. Jedenfalls nicht wo und wann wir wollen. Wer das tut begibt sich in Gefahr – ob die #meetoo-Gemeinde das nun wahrhaben will oder nicht.

UND ES IST MIR VOLLKOMMEN EGAL, OB NUN DIE MÄNNER ODER DIE GESELLSCHAFT ODER ICH SELBST DARAN SCHULD BIN, DASS ICH VERGEWALTIGT WERDE!

Wer mich unerlaubt anfasst, bereut es. So pragmatisch das klingen mag, so einfach ist es.

Aber klar, wer mich kennt weiß, dass ich mich in erster Linie um mich selbst kümmere und keine Lust habe, mich am gesellschaftlichen Diskurs zu beteiligen. Das ist nicht mein Ding. Es gibt genügend Menschen die das machen, denen es Spaß macht oder auch nicht – ich gehöre nicht dazu. Klar, ich spende für Dinge oder Aktionen, die mir wichtig sind – Obdachlosigkeit oder Müllbeseitigung (Trump) – doch das ist alles, was ich tue. Das ist so schön anonym und man bleibt unbehelligt. Alles was ich will ist meine Ruhe! (Mal abgesehen von Sex, Fliegen und Segeln.)

Und wenn ich dann Leute höre, die sagen, man müsse sich engagieren – tue ich doch! Es muss ja nun nicht unbedingt jeder seine insignifikante Meinung in Posts und Kommentaren auskotzen. Es gibt ja nun genügend Leute, die tagaus tagein nahezu nichts Anderes tun.

Alles was ich in dieser Richtung tue, ist Bücher und Tagebuch schreiben.

Reicht.

Weil ich Pornos mag

Nein, niemand soll Körperteile zeigen müssen, die er verstecken will. Ich weiß ja, dass das Körperbewusstsein ungerecht verteilt wurde. (Manche sagen, die Körper auch.)

Aber wir sollten auch nicht darauf trainiert werden, das zu verstecken, was uns gefällt!

Dabei fällt mir ein Schlagwort ein, dass mir tatsächlich erst vor einigen Tagen das erste Mal begegnet ist: Antifeminismus. Wahrscheinlich war ich so etwas wie betriebsblind, weil es mir nicht aufgefallen ist. Soll ja vorkommen.

Angeblich bin ich nämlich sowas: eine Antifeministin.

Weil ich nicht mit allen Ideen der heutigen Geschlechtskämpferinnen konform gehe.

Weil ich gerne Offenherziges trage.

Weil ich gerne nackt tanze.

Weil ich Pornos mag.

Weil ich nichts gegen das Wort „Mädchen“ habe.

Weil Prostitution legal sein sollte.

Weil ich mich gegen die Zwangsfeminisierung der deutschen Sprache wende.

Weil ich ordinär manchmal durchaus sexy finde.

Weil ich sage, dass man durch manche Gegenden besser nicht im Ultramini läuft und, meiner Ansicht nach, extremer Alkoholgenuss von Solodamen in Begleitung ausgehungerter Lebenslänglicher durchaus zu unerwünschten Begleiterscheinungen führen kann.

Weil ich 13jährigen eben nicht erlauben würde, herumzulaufen wie ich.

Weil ich dieser #metoo-Sache nicht negativ, doch durchaus manchmal ein wenig skeptisch gegenüber stehe.

Weil ich überzeugt bin, dass auch bei Vergewaltigungen der Rechtsgrundsatz der Unschuldsvermutung gelten muss und Menschen – selbst Männer – nicht aufgrund bloßer Anschuldigungen an den Pranger gestellt werden dürfen. (Ja, gerade ICH!)

Weil ich manchmal Make-up ziemlich cool finde (außer, wenn die Gaga versucht es Schulkindern anzudrehen).

Weil ich früher tierisch gerne auf meine Plateaus geklettert bin. Heute finde ich mich zu alt dafür. Außerdem tun mir die Füße weh.

Weil ich es manchmal durchaus mag, wenn mir jemand in einer Kneipe auf den Arsch haut. Es sei denn, es ist ein Mann.

Weil ich niemals jemanden ernsthaft anbaggern würde.

Weil ich meine Finger- und Fußnägel und meine Lippen anmale.

Weil ich den BH nicht wegen der Frauenbefreiung weglasse, sondern damit meine Titten besser schwingen können.

Ach, ich könnte noch ewig so weitermachen… Ich mag es eben, anders als ein Mann zu sein – und zwar nach meiner Vorstellung. Ich habe meine eigenen Ideen und lasse mich weder in die 50er-Jahre-Frauenrolle einschubladen, noch in den heutigen #metoo-Feminismus.

Ich mache eben, was ich will. Und wenn mich deshalb jemand „Antifeministin“ nennen will – so sei es.

Ich gehe jetzt ficken.

Let ‚em swing

Sexueller?

Heute ist eine interessante Frage aufgekommen: Bin ich ein sexuelleres Wesen als Andere?

Normalerweise tendiere ich dazu diese Frage mit einem klar und deutlichen „Ja“ zu beantworten, doch Gabby will weder Frage noch Antwort gelten lassen.

Es gibt keine Steigerungsform von „sexuell“, meint sie. Wir alle sind, waren oder werden sexuell aktive Wesen; hormonbedingt ist die Eine öfter aktiv als die Andere. Was aber nichts mit „sexueller“ zu tun hat. Es beschreibt lediglich die Häufigkeit unseres Drangs nach sexueller Gratifikation, nicht aber dessen Qualität.

Dass manche Frauen ihre Befriedigung auf die eine, manche auf die andere Weise suchen, ist eine Äußerung des persönlichen Geschmacks oder persönlicher Bedürfnisse, öfter jedoch auch Ausdruck persönlicher Prüderie, angelernter oder selbst auferlegter. Meistens resultiert sie aus überzogenem romantischem Empfinden, das sexuelle Befriedigung nur im shakespears’chen Rahmen akzeptiert. Nach dem Motto: Wir verlieben uns alle paar Monate in eine Andere, damit wir endlich wieder Sex bekommen.

Wer diese romantische Verklärung abgelegt hat, ist deswegen jedoch nicht „sexueller“, lediglich realistischer. Sagt Gabby.

Ich komme nicht umhin ihr auch in diesem Punkt zuzustimmen.

Dann wäre da die Sache mit dem darüber Sprechen. Sex zu thematisieren. Öffentlich und/oder privat.

Ganz ehrlich: Für mich ist es ein Thema wie jedes andere auch. Da wir alle sexuelle Wesen sind, wüsste ich nicht, was daran peinlich sein sollte. Und: Wieso sollte es denjenigen, die nur darauf warten, Neues aus meinem Sexleben zu lesen, weniger peinlich sein? Meine Leserinnen sind doch diejenigen, die nicht genug von diesem Thema bekommen können, bei Manchen weil ihr eigenes Sexualleben zu wünschen übrig lässt und weil Anderen ein wenig die Ideen fehlen. Dafür bin ich schließlich Autorin: um zu berichten, und Anderen Impulse zu geben. Und dass ich exhibitionistisch veranlagt bin, stört dabei auch nicht. Und unverblümt ausgedrückt: Wie oft haben meine Leserinnen bei meinen Büchern ihre Finger in der eigenen Nässe?

Bin ich deswegen „sexueller“?

Nein, ich mache lediglich meinen Job, der – zugegeben – außerdem eine Menge Spaß macht. Ich hoffe beiden Seiten.

Und: Jede Autorin hat ihre Lieblingsthemen. Meine sind lediglich ein wenig tiefer angesiedelt, als die der Anderen.

„Sexueller“?

Ich habe lediglich weniger Tabus als viele Andere. Und ich traue mich sie auszusprechen. (Nicht zu verwechseln mit „zuzugeben“, denn das würde implizieren, dass ich mich ihrer schämen würde. (Als die Scham verteilt wurde, habe ich mich versteckt. Man kann sich das Leben auch unnötig komplizieren.)

Welche Dinge man mag oder nicht, hat nichts mit einer persönlichen Wahl zu tun. Welche Dinge wir tun hingegen manchmal schon. Wobei ich behaupte, dass persönliche Tabus weniger eine Rolle spielen, als gesellschaftlicher Druck, oder solcher, den wir uns selbst machen. („Es kann nicht sein, was nicht sein darf.“)

Dass ich mich gerne im Spiel schlagen oder vergewaltigen lasse, hat mit meiner Vergangenheit zu tun, das ist mir durchaus bewusst. Nichtsdestoweniger existiert der Drang in mir und ich gebe ihm so oft wie nötig nach. Dann geht es mir besser. Was ist gegen „bessergehen“ einzuwenden?

Mein Exhibitionismus hat andere Gründe, ich tendiere dazu zu sagen: „Weil es mir Spaß macht, mich nackt zu zeigen.“ Ich wette, Psychologen finden darauf andere Antworten.

Aber, hey, für mich ist es etwas, was mich befriedigt. Genau wie ich es liebe in alle Löcher gefickt zu werden, und ich mich in der Regel nicht mit ein paar wenigen Orgasmen zufrieden gebe.

Oder der Fakt, dass ich Sexspielzeug BIN und mich entsprechend verhalte. Frauen müssen mit mir spielen und nicht umgekehrt.

Dass ich es liebe, bezahlt zu werden.

Dass ich gerne nackt in Käfigen tanze.

Dass für mich zu jeder guten Party Sex gehört.

Aber ich muss jetzt nicht alles aufzählen – wer mehr wissen möchte, liest „J. – Forever“.

Der Unterschied zu Anderen liegt in den Vorlieben an sich und daran, dass ich darüber schreibe.

Deswegen bin ich aber nicht „sexueller“, sondern lediglich offener als Viele.

Ich fürchte, ich muss Gabby zustimmen: Wir alle sind sexuell – Jede auf ihre Weise und das ist okay so.

Einwände?

Bitte lächeln

Wusstet ihr eigentlich, dass ich mal für eine kurze Zeit Besitzerin einer kleinen Frachtairline war? Nein? Dann wisst ihr’s jetzt.

Hat nicht funktioniert und ich bin sie gerade noch rechtzeitig losgeworden um nicht meine Kohle zu verlieren. (Das wiederum war eine echt starke Leistung.)

Wenn man sowas macht, sollte man entweder genügend Ahnung von dem Metier haben oder jemanden einstellen, der etwas davon versteht.

So wie Miranda bei uns. (Die nach wie vor nicht auf meine Annäherungsversuche anspringt und sie einfach ignoriert.)

Entweder ist sie blind und taub, oder sie ist eine der echten Heteros, von denen ja tatsächlich ein paar überlebt haben sollen. Ein Relikt aus dunklen Zeiten, ein lebendes Fossil, sozusagen.

Heute habe ich ihr an den Arsch gegriffen. Sie hat sich lächelnd umgedreht und mir eine gefeuert. So ist das richtig: wenigstens ein Nassmacher für mich.

Meine Schwester würde mich jetzt anschreien, dass sie uns wegen sexual harassment (sorry, ich kenne das deutsche Wort dafür nicht) am Arbeitsplatz auf Millionen verklagen könnte.

Das ist auch so ein Punkt: diese Scheißverklagerei! Was soll das? Ach ja, richtig: Kohle, massenweise Kohle!

Wenn mir ein Typ an den Arsch fasst, drehe ich mich lächelnd um und ramme ihm mein Knie in die Eier. Sache erledigt. Das ist mein persönliches #metoo.

Wenn es eine Frau macht, lächele ich auch, lasse aber in der Regel das Rammen weg.

(Vergewaltigung hat eine ganz andere Dimension, aber dazu habe ich schon genug geschrieben – vielleicht in ein paar Wochen wieder.)

Miranda verklagt nicht, sie warnt: „Noch einmal und ich breche dir die Finger.“ Sie vertraut auf ihr Kickboxing-Training. (Sie kennt meins nicht.)

Ich frage mich nur immer noch, wie das mit dem „Ihre-Finger-In-Meine-Fotze-Stecken‘ harmoniert? Weil mein „An-Ihren-Arsch-Fassen“ eine sexuelle Annäherung und ihr Kurzficken Notwehr war?

Aber wer versteht schon Frauen? Warum versuche ich es eigentlich immer wieder?

Mist, jetzt juckt es mich wieder in den Fingern, zu schreiben, was ich von dieser ganzen #metoo-Geschichte halte!

Ich lasse es. Ich bin ja politisch korrekt. Oder heißt das „verreckt“? Manchmal habe ich echt Probleme mit der deutschen Sprache.

Ich finde es schon irgendwie bezeichnend, dass, wenn man „sexual harassment“ eingibt, nur Fotos von Autos bekommt…

Wachhund

Mein Dämon flattert tatsächlich nach San Diego! Sowas von unfair!

Wenigstens verspricht sie, an Wochenenden bei uns zu sein. Das schafft sie sogar locker mit dem Auto. Mit dem Scheiß-Tesla, den sie Joana abgekauft hat, weil ich mich weigere das Ding von diesem Gangster zu bewegen.

Ich frage mich, was ich eigentlich alles boykottieren müsste, ohne es zu wissen: wahrscheinlich drei Viertel aller amerikanischen Produkte. Kauf europäisch, fick amerikanisch, lautet momentan meine Devise.

(Wieso gilt eigentlich Klartext als „ordinär“? Vor allem, wenn ein Weib ihn benutzt?)

Apropos ordinär: Heute Mittag haben Gabby und ich uns die Seele aus dem Leib gefickt, nachdem sie mir eröffnet hat, welches Spiel sie für mich gerade organisieren. Dass allein der Gedanke an solche Dinge mich zum Überlaufen bringt…

Bei der Gelegenheit: Wenn ich gewusst hätte, dass Palm Springs eine der Kriminalitätshochburgen der Staaten ist, hätten mich keine zehn Pferde hierher gebracht! Hier gibt es 87% – ich muss das wiederholen: SIE.BEN.UND.ACHT.ZIG PROZENT – mehr Morde, Raubüberfälle, Körperverletzungen und Vergewaltigungen als im amerikanischen Durchschnitt! Es gibt kaum ein Gebiet in den Staaten, in denen mehr Verbrechen begangen werden. Soviel zum Thema „Idylle“.

Wer hier keinen Bodyguard mit sich herumschleppt, selbst einer ist oder den schwarzen Gürtel hat, muss verrückt sein hier auf die Straße zu gehen! Vor allem als Frau.

Da hier 1 von 177 überfallen, vergewaltigt oder ermordet wird (oder alles nacheinander), halte ich mich maximal in Gruppen von 176 auf. Sicherheitshalber.

Die Häuser hier haben Alarmanlagen, die genauso teuer sind, wie das Anwesen, das sie beschützen sollen. Wer es sich leisten kann, lässt eigene Wachleute mit blutrünstigen Hunden das Gelände bewachen. Anders als zum Beispiel in Bel Air, sind hier weniger die Wohngebiete als Ganzes bewacht, sondern die Anwesen selbst liegen hinter meterhohen Zäunen. Natürlich nur in den Gebieten, in denen die Superreichen wohnen. Der gewöhnliche Millionär kann sich hier sowieso nur eine Dreizimmerwohnung leisten.

Es hat schon seinen Grund, warum ich weniger gerne in Wüsten, als auf Inseln wohne.

So, und jetzt krabbele ich zu Joana ins Bett. Ficken.

Alleine schon um alle zu ärgern, die mich als ordinär bezeichnen!

Hilflose Opfer?

Da sagt doch vorhin einer am Flughafen zu mir, dass „wir Weiber selbst daran schuld“ wären, wenn wir vergewaltigt würden. Ich solle mir doch bloß mal anschauen, wie ich „herumlaufen“ würde. Mmh…?

Prinzipiell weiß ich, wie ich „herumlaufe“, denn ich suche mir die Klamotten ja aus. Aber ich schaue mich gerne nochmal an. Also:

Geile weiße Puma-Sneaker, ockerfarbener geblümter Wickelmini, weißes Oberteil. Soweit, so gut. Aber der Typ meinte natürlich die Menge an Stoff, die für meine Kleidung nötig war, denn er sagte noch, bevor er dann jammernd am Boden lag, ich könne „ja auch gleich nackt herumlaufen“.

Er hat schon recht: Mein Mini geht genau bis zur berühmten „Unterkante Schamlippen“ und das Bücken lässt man besser auch. Andererseits trage ich natürlich zusätzlich ein weißes Höschen, was aber in der Regel nicht sichtbar ist, anders als bei so manchen Typen, bei denen die Hosen so weit unten hängen, dass man sogar die Bremsspuren an den Boxershorts erahnen kann. Mein Oberteil, auch das erkenne ich durchaus an, hat das berühmte „amerikanische Dekolleté“, bei dem der Spalt zwischen den Titten die Ausmaße des Grand Canyon hat und nur ganz kurz vor den Brustwarzen Halt macht.

Dazwischen hängt mein Kreuz und wird manchmal auch eingeklemmt, weil ich heute ein wenig pushe, ganz im Gegensatz zu meiner sonst üblichen BH-Freiheit.

Ich find’s geil. Manchmal mache ich mich schon ein wenig selbst an.

Aber das ist hier nicht der Punkt. Und auch nicht der, dass Frauen und Männer sich selbst aussuchen können, was sie tragen und wie. (Ich zum Beispiel finde sichtbare Männerunterhosen an Typen grässlich, aber ich muss ja nicht hinschauen.)

Der Punkt ist ein anderer, und der wird jetzt viele, die das hier lesen und eine ganz andere Aussage erwarten, mehr als überraschen: Ich kann mich auf diese Weise anziehen, weil ich mich wehren kann.

Und zwar nicht nur mit hochklassigem Kampfsport und mit täglichem Training, sondern auch mit einem Brocken Stahl, den ich in den USA in der Handtasche herumschleppe. Außerdem ist da noch meine Skrupellosigkeit. Deshalb lag der Typ auch nach dem letzten „nackt herumlaufen“ schon gekrümmt am Boden, seine Eier in der Hand.

Ich halte es für gefährlich und nicht zielführend, wenn Frauen „so herumlaufen“. Nicht, weil alle Männer Schweine sind – jedenfalls nicht in diesem Bezug – sondern weil es ein paar wenige gibt, die ihre Urtriebe nicht unter Kontrolle haben. Bei manchen reicht sogar ein Kneipenbesuch. Und leider können sich die meisten Weiber nicht wehren und machen sich auch kaum Gedanken darüber, was wäre wenn…

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir das Recht haben uns zu kleiden, wie wir wollen, und ich bin ganz sicher auch nicht der Meinung, dass wir als schwarze „Briefkästen“ herumlaufen sollten, um es mal mit dem britischen Premierminister zu sagen. Es gehört zu den weiblichen Urtrieben Männer anzumachen und anderen Weibern grünen Neid ins Gesicht zu treiben. Aber Recht hin, Recht her – mit auseinander gezwungenen Beinen in einem Gebüsch zu liegen ist halt auch nicht so toll.

Wir sind nicht die Täter, wir sind die Opfer, schon klar.

Aber Männern, die ihre Urtriebe eben nicht unter Kontrolle haben, zu sagen, dass es Böse ist, was sie tun, reicht eben oft nicht. Frau sollte auch schon in der Lage sein, ihnen wenn nötig im Ernstfall den Schwanz abzureißen oder sie wenigstens bewusstlos zu schlagen. Und wer das nicht kann?

Oh, natürlich bespringen diese Typen auch Frauen in schwarzen Kitteln, wenn sie es dringend nötig haben, das ist mir klar. Hauptsache jemanden mit einem passenden Loch zwischen den Beinen. Aber: Gelegenheit macht Diebe, und jemand, der die Triebe dieser Verbrecher auch noch mit seinen Klamotten weckt, der sollte zumindest in der Lage sein, solch ein Monster auch totzuschlagen.

Und ganz ehrlich: Eltern, die ihre zwölfjährigen Töchter in Klamotten auf die Straße lassen, wie ich sie trage, für die sollte es obligatorische Nachhilfekurse in Erziehung geben! Ich glaube nämlich kaum, dass 12- bis 17jährige in der Lage sind, potenzielle Vergewaltiger auf der Straße oder im Hinterzimmer zu kastrieren.

Der Unterschied eben: Ich bin nicht 17 sondern 37. Ich bin nicht hilf-, sondern skrupellos. Wir sind nicht die Täter, wir sind die Opfer und natürlich muss noch mehr Aufklärung zu diesem Thema betrieben werden.

Aber vielleicht sollten wir nicht auch noch versuchen ein hilfloses Opfer zu werden.

Ich für eine Anti-Rape-Kampagne vor 10 Jahren in England

Vergewaltigung funktioniert anders

Ich bin mir nicht ganz sicher, warum manche Frauen sagen, dass die Arbeit als Prostituierte einer Vergewaltigung gleichkäme.

Zugegeben: Du bekommst im Puff gesagt – in diesem speziellen – dass du dich für jeden auf den Rücken zu legen und die Beine breitzumachen hast, weil es im Eintrittspreis enthalten sei. Jeweils zwei Minuten in diesem Fall, damit die Männer die ganzen Frauen („Damen“ genannt) erst einmal durchvögeln können, bis die „Herren“ so geil sind, dass sie auf jeden Fall mit einer aufs Zimmer gehen.

In die Möse ficken übrigens nur, Arsch kommt später.

„Im Eintrittspreis enthalten“ bedeutet natürlich: Der Puff kassiert die Kohle und die Mädels sehen nichts davon.

Am ersten Abend lege ich mich sechsmal hintereinander im Minutenabstand hin, bevor ich den ersten überzeugen kann, mich richtig zu ficken.

Man achte auf die Bedeutung des Satzes: „ich IHN überzeugen kann, MICH richtig zu ficken“. Einen von den sechs Widerlingen konnte ich davon überzeugen, dass ich seinen widerlichen Schwanz ohne Kondom in den Mund nehmen und nach allen Regeln der Kunst blasen darf. Was ekelhaft ist. Widerlich. Zum Kotzen.

Nicht, dass ich das früher nicht getan hätte, bei meinen Liebhabern. (Ich nenne sie nicht „Partner“, weil sich bei jedem einzelnen herausgestellt hatte, dass er ein Arschloch war und nebenbei noch mindestens eine andere gefickt hat).

Aber es ist ein gewaltiger Unterschied, ob du es bei deinen Liebhabern tust, die du gut oder cool findest oder in die du sogar ein klein bisschen verknallt bist. Dann hast du es auch überlebt, wenn beim Blowjob am Schluss ein wenig von dem Zeug in deinem Gesicht gelandet ist.

Hier jedoch – ich will gar nicht daran denken!

Ich bekomme 20 für die halbe Stunde. Der Freier zahlt 40. ALLES inklusive. So am Arsch sind die Preise.

Als mir das Arschloch auf der Couch bei seinem „Erklärungsfick“ die Konditionen genannt hat, bin ich fast gestorben.

Der Freier darf mich ficken. Wohin er will. Tatsächlich wohin er will: „Du hast drei Löcher, die werden benutzt!“, hieß das im Jargon des Zuhälters.

Dass ich beim Ficken auf ein Kondom bestehe, macht meine Arbeit nicht leichter, denn ohne Kondom bei allem ist heute schon fast Standard. Selbst beim Arschfick. Die Welt ist verrückt geworden!

Blasen geht NUR ohne. Anders bekommst du gar nichts. Wie sollte das auch gehen, wenn er dir in den Mund wichsen will und du das Zeug unterschlucken musst?

Aber das ist nicht mal das Schlimmste. Das Widerlichste sind die ekligen, haarigen Visagen, die ein paar Zentimeter über deinem Gesicht stöhnen (und dir manchmal sogar ins Gesicht sabbern) und das dumme Gehabe und die ekelhaften Sprüche von denen sie glauben, sie wären intelligent.

Oder wenn ihre fleischigen Zungenlappen dir kreuz und quer über die Fotze sabbern und du so tun musst, als hättest du gerade den geilsten Multiorgasmus der Welt, weil sie die besten Sabberer der Welt sind.

WÄÄÄÄÄÄHHHH!!!

Damit sie wiederkommen.

Stammkunden heißt das Zauberwort.

Weniger „All you can fuck“, mehr Geldverdienen.

Aber Vergewaltigung?

Vergewaltigung kenne ich. Die funktioniert anders. Und damit verdienst du auch kein Geld. Vergewaltigung tötet dich. So einfach ist das.

Ich kenne Nutten, die arbeiten tagsüber bei D&G und nachts im Puff. D&G-Klamotten plus Louis-Vuitton-Schuhe sind teuer. Und das 3er-Cabrio vor der Tür auch. Eine andere fährt Stadtbus und bringt als Alleinverdienerin zwei Kinder durchs College. Es macht beiden ganz und gar keinen Spaß.

Doch die eine liebt Luxus und die andere wird es lieben, ihren Sohn als M.D. mit eigener Praxis und ihre Tochter als Anwältin in einer großen Anwalts-Firma zu sehen. Einzelfälle?

Vielleicht.

Ich habe eine Nichte und einen Neffen und eine kranke Mutter und als Nutte zu arbeiten ist ekelhaft.

Träume ich jedenfalls… Und ich habe mir vorgenommen jetzt aufzuwachen. Vielleicht kommt Kakaofresse ja auch gleich. Weil sie ihren Kakao haben will. Dann muss ich aufstehen.

Was einen nicht daran hindert, tot zu sein.

Tammy

Weichmöpse

Ich spreche es an, nicht weil ich ein Problem damit habe..

…sondern weil ich sicher sein möchte, dass Gabby okay damit ist:

Gabby sitzt auf meinem Bett, an die Kabinenwand gelehnt, ich sitze auf ihren Beinen und wir küssen uns. Lange, intensiv, leidenschaftlich. Ab und zu berühren sich unsere nackten Brüste.

Es gibt keinen Grund es näher zu beschrieben. Vielleicht noch eines: Es besteht keine Chance, dass Sex daraus wird, denn Kakaofresse sitzt am Bettrand und brabbelt vor sich hin. Vermutlich soll das so eine Art Vorlesung aus einem Kinderbuch sein. Mann, sind Kinder blöd!

Eigentlich gäbe es keinen Grund, die ganze Sache weiter zu erwähnen, doch sowohl meine Mutter alsauch meine Oma hätten dazu gesagt: „Heutzutage hat man ein Problem mit Nacktheit“.

In unserer Familie sind wir alle nackt aufgewachsen. Und ganz sicher hatten meine Eltern auch kein Problem damit, vor uns ihre jeweiligen Partner – auch schonmal ziemlich heftig – zu küssen.

Sex fand hinter verschlossenen Türen statt – jedenfalls was uns Kinder betraf. Aber wir wussten sehr früh, was Erwachsene dort trieben und die Sache war kein bisschen geheimnisvoll, denn wir bekamen es erklärt und damit war für uns das Thema erst einmal durch.

Der Vorteil: Ich bin während meiner gesamten Teenyzeit zu Mama oder Papa gelaufen (wer war egal), wenn ich Ratschläge brauchte – und die meiner Eltern waren immer die besten. Denn sie kannten mich am besten und das ist heute noch so.

Eva sagt „heiraten“, wenn sie „ficken“ meint, aber sie ist Sechs, nicht mein Ableger und daher nicht in meinem unmittelbaren Verantwortungsbereich (es sei denn, sie geht mir verstärkt auf den Keks). Sollten Gabby und ich jedoch länger zusammensein und ich mich daher zwangsläufig noch länger mit Kakaofresse abgeben muss, wird sie sehr bald lernen, wie die Dinge wirklich heißen. (Tammysprache minus Gosse. Für’s erste.)

In meiner Familie schüttelt man den Kopf, dass „heutzutage“ Nacktheit und Sexualität in der Familie verpönt, aber Gewalt gesellschaftliche Akzeptanz genießt.

Wer sich auf meinem Schiff mit einem Ballerspiel vergnügt, der fliegt im nächsten Hafen raus! Virus hin, Virus her.

Mein Kampfsport und meine Automatik dienen der Selbstverteidigung und ich gebe beides sofort auf, wenn ich keine Angst vor Vergewaltigung mehr haben muss. Für die es übrigens auch „Spiele“ gibt. Wer den meisten Weibern Kinder einpflanzt, gewinnt. Und wenn ich einen der Entwickler erwische, hole ich tatsächlich meine Automatik raus. (Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass sich echte Gewaltopfer gut fühlen, wenn sie mit Ballerspielen konfrontiert werden.)

Es ist eine Sache, wenn richtig Erwachsene im Kämmerchen einen BDSM-Fetisch ausleben, eine andere jedoch, wenn Kinder und/oder Eltern im Wohnzimmer mit der PlayStation Mensch und Tier zerfetzen und sich schreiende Opfer blutig am Boden wälzen.

Und von Filmen will ich gar nicht erst anfangen!

Widerlich!

Hauptsache Hollywood zeigt keine Mösen und Penisse.

Was ist das bloß für eine Gesellschaft?

Ich weiß, die Ballerspieler schreien, wenn sie so etwas hören. Doch ich behaupte, tief drinnen wissen sie, dass ihre ganzen „Argumente“ vorgeschoben sind, weil sie süchtig sind nach dem Scheiß, mit dem sie groß geworden sind.

Aber zurück zum Thema:

Wie kann man sich nur seines eigenen Körpers schämen? Das tun sie alle: dick, dünn, fett, mager, groß, klein, picklig, rasiert oder haarig wie ein Schimpanse. Susi Supermodel versucht den Pickel neben ihrem linken Nippel und das Mal auf dem Schambein zu verstecken, Detlev Dickchen die dritte Speckrolle und Winfried Wandschrank seinen krummen Miracolipenis.

Ich mache bestenfalls blöde Witze über weich gewordene Titten und freue mich auf das nächste Nacktdinner oder das nächste Nackttanzen im Club mit meinen 36jährigen Weichmöpsen.

Hauptsache, wir klauen den Kindern das Körper- und Selbstbewusstsein, damit sie dann ihre Sexualität auf Pornhub entdecken und fit sind für’s erste Deep Throating mit Zehn.

Wie auch immer…

„Du bist okay damit, dass Kakaofr… dass deine Tochter uns so sieht?“ frage ich Gabby.

„Solange du deine Finger aus mir raus lässt…“

Photo by Andre Hunter on Unsplash
Mein Boot ist ballerfrei

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Dieses Tagebuch beginnt in meinem neuen Roman:

J. – Forever

von Andrea Downey-Lauenburg

Als Taschenbuch und Ebook bei Amazon


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