Arsch an die Wand

Zu Anfang hatte ich ja gedacht, dass Gabby Probleme damit haben würde, ihre Zunge in eine andere Frau zu stecken, oder mit dem ganzen Sabber und Geglitsche klarzukommen. Das war aber überhaupt nicht der Fall.

“Ganz ehrlich”, sagt sie: “Mir hat es immer eine Menge Spaß gemacht, einen Schwanz im Mund zu haben und alles Mögliche damit zu machen. Die ganze Fickerei war immer Nebensache gewesen. Ich weiß, dass ich da zur Minderheit der Frauen gehöre.”

Lass mich mit Schwänzen in Ruhe, denke ich nur! Warum muss die mir sowas Ekliges erzählen? Es reicht gerade, dass ich in “J.-Forever” so viel darüber schreiben musste!

“Aber Fotzen mag ich noch viel mehr, stelle ich fest.” Und dann lächelt sie ihr supersüßes Lächeln.

“Verstehe ich gar nicht”, grinse ich.

“Halt den Mund”, entgegnet sie trocken: “Leg dich hin, Arsch an die Wand. Beine hoch und auseinander!”

Und dann setzt sie sich auf mein Gesicht und vergräbt ihren Kopf zwischen meinen Schenkeln.

Möpse im Vergleich

So ein Corona-Swap ist ja gar nicht mal so spannend!

Die hauen dir das Testding bis hinten in den Rachen. Nicht nett!

Wenn ich dann noch überlege, dass es eigentlich völlig unnötig ist und die Tests an anderer Stelle viel sinnvoller eingesetzt werden könnten! Aber – Hey! – das ist St. Vincent. Also – wen interessiert es im Endeffekt?

Joana hat so einen Test in LA gemacht und Gabby und ihre Tochter gleich mit, denn Gabby wohnt ja inzwischen wieder in Hollywood. Ob sie diesmal wohl länger an einem Ort bleibt? Bei ihrem seltsamen Männergeschmack würde ich nicht darauf wetten. Und der Fakt, dass sie jetzt zu uns aufs Boot kommt, spricht ohnehin Bände über ihre jüngste Beziehung!

Interessanterweise war ihr Stecher noch nicht einmal beim Test dabei. Entweder er ließ sich an anderer Stelle testen, oder er hat kein Interesse mehr an Gabbys Traumkörper. Gibt es solche Idioten?

Ich jedoch freute mich wie ein kleines Kind auf sie!

„Gabby hätte ihren Typ doch gleich mitbringen können“, grinste Zoe: „Das würde Umstände ersparen.“

Ich enthielt mich eines Kommentars. Das war es einfach nicht wert. Natürlich war das vollkommender Schwachsinn. Aber das war Zoe. Sie dachte nicht nach. Gar nicht. Oder besser: Sie dachte wie ein Mann. Was in sich schon irgendwie ein Paradoxum war.

„Zoe“, sagte ich dann doch: „Wir haben einen Deal. Halt dich daran.“

„Tue ich das nicht?“

Konnte es sein, dass sie eine Schnute zog? Aber wer konnte das schon sagen: ich bestimmt nicht!

Warum bin ich eigentlich jetzt schon wieder bei Zoe angelangt? Vermutlich, weil ich den Horror vor der Zukunft habe. Zoe auf dem Boot – das ist eine Katastrophe, die ich mir nie hätte vorstellen können!

Angeblich bekommen wir die Ergebnisse morgen früh. Wenn ich mir vorstelle, dass meine Verwandten in Deutschland mir erzählt haben, dass die Testergebnisse in Deutschland erst nach 4-7 Tagen vorliegen…

Na ja, money rules. Oder vielleicht sind es auch einfach nur die Namen, die den Labors Feuer im Arsch machen. Oder beides.

Interessant: Vorhin erzählte mir Joana, Gabby sei kaum weniger lesbisch als ich.

Jetzt aber! Wer soll denn sowas glauben? Mit Gabbys Männerhistorie? Bi, sagte sie mir an Sylvester, wäre sie.

Es war aber so ein beiläufiges Gespräch gewesen. So von berühmter Schauspielerin zu halbnacktem DJ. Geglaubt habe ich ihr damals kein Wort. Nun, ich hatte gehofft, es sei ein bisschen was an ihrem Alkoholgerede dran gewesen, diese Hoffnung eben, die wir Lesben manchmal haben, wenn uns eine Megafrau gegenüber steht, die garantiert eine Megahete war. Dann hegen wir die leise Hoffnung, dass wir sie vielleicht ein wenig verrückt machen können, wenigstens so weit, dass sie vielleicht gewillt war, diese ganze Girl-on-Girl-Geschichte mal auszuprobieren. Wenigstens ein bisschen. Bei Gabby hatte ich diese Hoffnung ganz ehrlich nicht gehabt. Nicht etwa, weil ich es ihr nicht zugetraut hätte, sondern weil es einfach zu schön um wahr zu sein gewesen wäre!

Noch eine Frau wie Joana, die mir einfach so in den Schoß fallen würde? Dass ich nicht lache!

Sie hatte mir, zugegeben, ganz beiläufig immer wieder auf die Möpse geschaut, aber ich hatte da wenig Hoffnung, denn ich wusste genau, dass ich erstens mit ihren Titten nicht mithalten konnte und zweitens, dass sie lediglich das machte, was wir Frauen ganz generell taten: vergleichen. Wer hat die besseren?

Bei Gabby und mir war die Sachlage klar. Nämlich boah ey!

Mir trocknete der Mund aus, wenn ich an ihre Teile dachte. Und vor allem, wenn ich überlegte, wie es wohl sein müsse, sich dazwischen zu begraben!

Nun gut, vielleicht würde ich das in naher Zukunft ja ausprobieren können! Eines musste ich jedoch definitiv nicht haben: ihren Mann auf meinem Boot. Und das habe ich ihr vorhin klar und deutlich ausrichten lassen!

Mit Ken und den beiden Seeleuten – plus dem neuen Koch und der Deckhilfe, beide von Zoe angeschleppt – würden wir in Kürze viel zu viel Schwänze an Bord haben.

Testfall

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Dieses Tagebuch beginnt in meinem neuen Roman:

J. – Forever

von Andrea Downey-Lauenburg

Als Taschenbuch und Ebook bei Amazon


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Flucht nach vorne

Scheiße!

Wie kam ich denn da jetzt wieder raus?!

Flucht nach vorne.

„Blablabla…“, sagte ich – und zwar mit heraushängender Zunge, den Kopf in den Nacken gelegt.

„Bitte?“ Joana schaute mich entsetzt an und selbst ihre beiden kleiderschrankartigen Bodyguards, die am Nachbartisch halbe Kühe frassen, waren aufmerksam geworden.

„Hast du mal auf die Uhr geschaut?“, fragte ich.

Joana schaute verstört nach: „Zehn nach Zwölf, wieso?“

„ZEHN NACH ZWÖLF? Du sitzt hier, mitten in der Nacht, säufst grüne Kotze und erzählst einer Lesbe was von stinkenden Schwänzen?! Bist du wahnsinnig?“

Genaugenommen hatte ich sogar recht: War die wahnsinnig?

Grüne Kotze

„Was? Bitte?“ Joana starrte mich völlig verstört an: „Ich erzähle dir hier gerade…“, stammelte sie.

Okay, Tammy. Schock hat funktioniert. Und wie jetzt weiter?

„…dass ich nicht mehr ein noch aus weiß…“

Tammy, beeile dich! Lass dir was einfallen!

„…dass mein Leben…“

Okay, jetzt:

„Hier sitzt eine Lesbe vor dir, die schon ewig hoffnungslos in dich verliebt ist und du redest von deinem Ex? Und von seinem Schwanz?“

„Äh, ja aber…“

Weiter, Tammy, weiter!

„Eine Lesbe, die dich niemals wird besitzen können, weil du auf Männer…“ Und ich schüttelte mich theatralisch. „…stehst? Findest du nicht, es wird Zeit, die Vergangenheit endlich loszulassen um herauszufinden, was die Zukunft für dich bereithält?“

Was für eine unsägliche, schwachsinnige Schmalzscheiße! Runterfahren, Tammy, runterfahren!

„Wenn du weiter wegen diesem Typen rumjammerst, kannst du soviel grüne Kotze saufen wie du willst und scheißt trotzdem nur weiter braune Kacke!“

Und jetzt wieder ein bisschen Schleimspur, Tammy.

„Und wenn ein Feigling DICH verlässt, NUR weil du keine Kinder willst…“

Okay, kurz überlegen: Zuckerbrot oder Peitsche?

Was gibt es da eigentlich zu überlegen?

„…dann hättest du ihm besser den stinkenden Schwanz abgeschnitten und ihm das Ding in den Arsch geschoben!“

Und jetzt noch ein bisschen Hoffnung:

„Und jetzt sitzt hier ein verliebtes Mädchen vor dir, das dich zur Freundin haben möchte, Sex oder nicht…“ (SEUFZ) „…und immer für dich da sein wird. Und, zur Göttin, was werden wir Spaß haben! Sobald du aufhörst über stinkende Schwänze von Jammerlappen zu reden!“

So, das sollte reichen!