Auf und unter der Welt

Ja, es passieren manchmal schon seltsame Dinge auf und unter der Welt. Dinge, die völlig unerwartet kommen und gehen (…und manchmal auch bleiben, was wir nicht hoffen wollen, oder doch?) und überhaupt ist das hier mein Tagebuch!

Warum muss ich das eigentlich ständig wiederholen?

Und für alle, die inzwischen begriffen haben, wer fucking Zoe ist, und warum sie, verdammt nochmal da ist, der begreift, dass ich nicht nur das verdammte Recht auf ein verdammtes Tagebuch habe, sondern auch das verdammte Recht habe, ein verdammtes Arschloch zu sein!

Seltsamerweise bleiben immer die an mir kleben, die selbst keine verdammten Arschlöcher sind. Menschen sind komisch.

Aber warum sich über Menschen wundern…

Tammy

Die Gedanken sind frei

Generell scheinen meine Träume etwas wüster zu werden.

Es wird Zeit, dass ich das rauslasse. Sprich an jemandem auslasse. So funktioniert das nämlich. Nicht nett, aber funktionell. Entweder… Ach, wen geht das eigentlich was an? Kommen nur wieder dämliche Kommentare. Von Umweltschützern und Konsorten. Was Umweltschützer damit zu tun haben? Nichts, aber auf die schimpfe ich so gerne.

Ich habe so fucking Lust auf ficken!

Brutal zu ficken. Brutal gefickt zu werden. Und bevor jetzt wieder lauter Dummsprüche kommen: nein, ganz bestimmt nicht von Männern! Ich bin immer noch lesbisch und da kommen in meinem realen Sexleben Männer einfach nicht vor.

Was nichts mit meinen Büchern oder Posts zu tun hat. Die Gedanken sind frei. Und die Gedanken von denen, die schreiben, sowieso. War schon immer so.

Wobei manches was ich schreibe ja gar keine Träume sind. Doch ich gebe zu, dass ich mich in den vergangen Tagen ständig mit so einem Mist herumschlagen muss.

Wie zum Beispiel dem Scheiß-Bordell-Traum, der mich so an meinen aktuellen Roman erinnert, bzw die Recherchen dazu. Tja, manche Dinge lassen einen eben einfach gar nicht mehr los.

Und dann auch noch Anik, meine Schwester, die mich die ganze Zeit nervt, dass wir endlich unser gemeinsames Buch beginnen sollen. Das über die Hete und die Lesbe. Und natürlich geht es da auch wieder um Nutten. Kein Wunder, dass ich ständig von sowas träume!

Aber da mir ja von diversen Seiten versichert wird, ich sei der Teufel – hole ich mir doch einfach was ich will. Und brauche. Easy. Ich habe ja genug Weiber. Und die sind einiges von mir gewohnt.

Tammy

Voilá

Warum muss man bei den geilsten Träumen eigentlich ständig zum falschen Zeitpunkt wach werden?

Aber ich habe anderen gegenüber einen entscheidenden Vorteil:

Ich kann mir nicht nur die meisten Träume merken, sondern träume auch, wenn ich mich beeile, weiter!

Und dann kann ich einen großen Teil von dem Kram schnell ins Handy tippen und – Voilá! – schon wieder ein Buch!

Tammy

…wieviel ich jeden Tag schreibe

Wie ich die Zeit finde, zwischendurch an Büchern zu arbeiten, ist mir ein Rätsel.

Den anderen übrigens auch. Na ja, dann sind wir wenigstens einer Meinung. Die Kakaofresse habe ich jedenfalls aus meinem Quartier verbannt, indem ich ihr gesagt habe, ich hätte Captaindinge zu machen. Das hat sie verstanden. Oder geschluckt – je nach dem.

Und im übrigen schwitze ich. Wie Sau. Da helfen auch keine abgelegten Klamotten. Hier ist es scheiße-heiß! Karibik eben. Und dann noch zwischendurch Sex? Ja, wäre schon eine tolle Sache. DABEI stört mich die Hitze nicht so sehr, weil sie Schweiß produziert und das ist einfach nur geil.

Aber ich muss tatsächlich endlich mal etwas Produktives tun, damit im April die erste Taschenbuchausgabe dieser Tagebücher erscheinen kann. (Und Kindle natürlich auch.) Ich habe es versprochen und die Fans warten darauf. Künftig alle drei Monate: Die Tagebücher der Tammy D.

Ganz wie früher.

Das sollte eine tolle Buchreihe geben. Ich finde es echt spannend. Vor allem auch, weil die Bände TIERISCH dick sind! Ich bin ja richtig geschockt, wieviel ich jeden Tag schreibe! Drei Monate Tagebücher haben mehr als Romanlänge. Und zwar ein richtig dicker Roman!

Wenn ich mir vorstelle, dass nächstes Jahr im Januar bereits vier Bände erschienen sein werden… Eine richtig coole Sache!

Okay, ich muss jetzt weitermachen, sonst wird das heute nichts mehr mit Sex!


……………………………………………


Dieses Tagebuch beginnt in meinem neuen Roman:

J. – Forever

von Andrea Downey-Lauenburg

Als Taschenbuch und Ebook bei Amazon


Tammys Tagebuch auf WordPress

Tammy auf Twitter

Andrea Downey-Lauenburg auf Facebook

Wer ist Zoe?

Wie das alles mit Zoe begonnen hat…

…das steht in Andrea Downey-Lauenburgs jüngstem Roman J. – Forever.

Wer diese Tagebücher liest, der kennt auch die Bücher, oder zumindest die beiden wichtigsten: J. – Die ersten 20 Stunden und J. – Forever.

Andrea Downey-Lauenburg hat über 15.000 Fans auf Facebook, von denen viele die Bücher gelesen haben.

Wer ist Zoe? Wie hat das alles begonnen? Die Antwort steht im jüngsten Roman von Andrea Downey-Lauenburg: J. – Forever

Auf dem Foto: Andrea Downey-Lauenburg (Tammy), die Autorin der Tagebücher. (Und wie es sich für Tammy gehört: nicht sehr bekleidet…)


……………………………………………


Dieses Tagebuch beginnt in meinem neuen Roman:

J. – Forever

von Andrea Downey-Lauenburg

Als Taschenbuch und Ebook bei Amazon


Tammys Tagebuch auf WordPress

Tammy auf Twitter

Andrea Downey-Lauenburg auf Facebook

Der erste Kuss

Als ich sie das erste Mal geküsst habe – wow, das war schon ein Riesending.

Nicht nur für mich, sondern auch für sie.

Für sie hauptsächlich deswegen, weil sie noch nie eine Frau geküsst hatte (von Filmküssen einmal abgesehen).

Für mich, weil ich noch nie Joana geküsst hatte (von den Küssen in meinen Träumen einmal abgesehen).

Für sie war es der schönste und zärtlichste Kuss, den sie je erlebt hatte (frau muss am Anfang ja etwas langsam machen)…

…für mich der schlechteste (ehrlich, daran musste gearbeitet werden).

Heute geht’s.

Küssen ist auch keine Lösung

Mazikeen holt sie jedoch nicht ein. Niemand wird jemals Mazikeen einholen, egal bei was.

Aber darum ging es ja auch nicht.

Es ging nur darum sie überhaupt zu küssen, ihre Lippen zu spüren, ihre Zunge, ihre Wärme, ihre Zärtlichkeit zu spüren und zu fühlen. Diese Frau. Joana. Dieses Privileg zu besitzen.

Wir haben uns geküsst lange bevor wir Sex hatten. Jahre zuvor, um genauer zu sein. Es hatte nichts mit Sex zu tun und ich gebe zu, ich war so armselig dafür zu betteln („Ich halte es sonst nicht mehr aus“). Ja, genau: ich. Betteln. Zu meiner Verteidigung: ich hatte es wirklich nicht mehr ausgehalten. Jedesmal nachdem wir uns getroffen hatten stundenlang zu masturbieren wurde nämlich auf Dauer etwas anstrengend.

Dummerweise war diese Küsserei auch keine Lösung, weil ich danach noch viel länger auf einem Dildo reiten musste und noch mehr Batterien verbrauchte. Aber aufhören konnte ich mit dem Küssen auch nicht. Ich war süchtig geworden.

(Für Joana wäre aufhören übrigens keinerlei Problem gewesen. Das Leben ist ungerecht.)

Fakt blieb nunmal: Joana ist hetero – und zwar nicht nur ein bisschen. „Lass dir einen Penis und Eier wachsen und wir werden das glücklichste Paar der Welt!“

Das sagte sie nicht nur so, das meinte sie auch!

Ihr geht es nicht um irgendeine angebliche „Männlichkeit“, sondern schlicht um das Instrumentariun, das für sie nicht zu ersetzen ist.

Sie liebt alles, was man damit machen und was damit gemacht werden kann. ALLES! Ich will nicht darüber nachdenken.

(Sie war mir aber bei entsprechenden Szenen in meinem neuen Roman mit ihrer „Fachkenntnis“ eine große Hilfe!)

Für sie haben Frauen da unten einfach – nichts. Titten findet sie ganz spannend (sie nennt sie „Möpse“), fasst auch gerne welche an, das ist es aber auch schon. Nippel sind auch ganz okay – man kann ein wenig damit herumspielen.

Ein Penis hingegen ist eine ernsthafte Angelegenheit. Etwas, um das frau sich kümmern will und muss. Und man kann sich das Endergebnis im Kondom anschauen. Oder sonstwo

Igiiiiiiiiitt!


Dieses Tagebuch beginnt in meinem neuen Roman:

J. – Forever

von Andrea Downey-Lauenburg

Als Taschenbuch und Ebook bei Amazon

Eiszeit

Und dann wurden wir beste Freundinnen.

Wir verbrachten so ziemlich jede wache Minute – in der nicht eine von uns gerade Sex hatte – miteinander und quatschen die Nächte durch. Ich besuchte sie auf dem Set, ging mit ihr zu Galas und Filmpremieren, sie flog mit mir in meiner kleinen Piper, holte mich vom Flughafen ab, wenn ich mit der 737 ein Overlay hatte und betrachtete staunend und schulterzuckend jedes neue Buch von mir (das sie nicht lesen konnte…). Und einmal hat sie es sogar gewagt, sich auf mein Motorrad zu setzen…

Das Meiste davon veränderte sich ziemlich drastisch, als ich bemerkte, dass sie „aktiv verschwieg“, dass ich lesbisch war. Sobald irgendwo jemand etwas intensiver auf mich zu sprechen kam, wechselte sie blitzschnell das Thema. Es durfte nicht sein, was nicht sein durfte: Dass irgendjemand auf die Idee kommen könnte, dass wir etwas miteinander haben könnte!

Daraufhin brach eine Eiszeit zwischen uns an.

Eiszeit

Nicht, dass wir nicht miteinander redeten, doch unsere Gespräche drehten sich meist um ein und dasselbe Thema: ihre irrationale Angst vor den Fans und die Panik keine Filme mehr drehen zu können.

Wir versuchten alles Mögliche, doch es lief alles auf ein- und dasselbe hinaus: Sie verstand mich nicht und ich sie schon gar nicht. Und dabei waren wir ja noch nicht einmal ein Paar. (Was wir, genaugenommen, auch heute noch nicht sind.)

Die Veränderung kam viel, viel später.

Und ganz ehrlich: ich glaube nicht, dass die neue Situation Bestand hat. Aber wie soll ich jemals ohne sie zurechtkommen?

Sie ist die Einzige – Die Einzige, wirklich! – die Zoe und alles andere kennt.

(Und seit meinem neuen Buch auch ihr. Aber das ist ein anderes Thema.)


Dieses Tagebuch beginnt in meinem neuen Roman:

J. – Forever

von Andrea Downey-Lauenburg

Als Taschenbuch und Ebook bei Amazon

Gegen Windmühlen kämpfen

Wie lange konnte ich Zoe jetzt aus dem Weg gehen?

Drei Monate? Vier? Ich fühle mich fast wie neugeboren. Meistens.

Ich weiß jedoch auch, dass ich ihr nicht auf ewig entkommen kann. Sie ist da. Sie wird immer da sein.

Joana sagt das auch.

Maze allerdings will das nicht wahrhaben. Ich werde dich einfach keine Sekunde aus den Augen lassen, sagt sie. Wenn das so einfach wäre.

Sie weiß natürlich ganz genau, dass das so nicht funktioniert.

In meinem Kopf ist sie sowieso, da kann niemand etwas daran ändern. Das heißt, ich habe es versucht, immer wieder, es hat nur leider nichts gebracht. Und ich kann – will – meine Zeit nicht damit verplempern es wieder und wieder zu versuchen. Wo ich doch genau weiß, dass sie jedesmal wiederkommen wird. Forever.

Es ist alles eine Frage der Akzeptanz, glaube ich. Was ich nicht ändern kann, akzeptiere ich eben. Ich habe keine Lust mein Leben damit zu verschwenden gegen Windmühlen zu kämpfen. Vor allem dann nicht, wenn ich weiß, dass es Windmühlen sind!

Solange es nur mich betrifft, kann ich damit leben.

Warum sollte ich gegen Windmühlen kämpfen?

Ich bin sehr froh, dass ich in J. – Forever über Zoe und mich geschrieben habe. Es wurde Zeit. Ich bin sicher, es gibt eine Menge Leser, die es nicht begriffen haben, aber auch einige, die zwischen den Zeilen gelesen haben. (Was, ganz ehrlich, doch wirklich nicht so schwer sein konnte!)

So jedenfalls waren die Reaktionen. Es ist auch nicht weiter wichtig, weil ich es für mich geschrieben habe. It’s out there now. Aus mir. Das war der Punkt.

Was auch immer jetzt noch passiert.

Wozu sind Dämonen da?

Zoe schreit.

Ich frage mich immer wieder wie es sein kann, dass sie so schnell Wind davon bekommt. Dass sie so schnell ihre Chancen wittert. Diesmal nicht, Baby, diesmal nicht! Maze ist bei mir. Jede Sekunde, kapierst du das nicht?

Maze? Wach auf! Hilf mir! Du kannst jetzt nicht schlafen! Wozu sind Dämonen denn da?

HALT MICH FEST! FASS MICH AN!

Zoe wittert ihre Chance

Apropos Groupie

Tief drinnen weiß ich ja, dass Joanas Kosmetikerin recht hat:

Meine Anny X taugt für die gelegentliche Blauwassertour, wenn sie nicht länger als eine Woche dauert, und ist mit ihren 1.60m Tiefgang ein ganz netter Bahama-Kompromiss – aber für die große Tour, ganz ehrlich, gibt’s heute Besseres.

Ich mag sie halt, ich mag das ganze Tuch und dass vieles noch von Hand erledigt wird, ich mag das Knarren der Planken, die Enge unter Deck, das dunkle Holz und… Na ja – alles eben.

Aber die 4 Tonnen drei Meter unter Wasser geben einem auf so einer hochseetauglichen modernen Yacht dann für den Atlantik schon ein viel besseres Stehauf-Männchen-Gefühl.

Und für die Bahamas? Wofür gibt es anständige Dinghis?

Jaja, ich weiß das alles.

Manchmal will man Dinge einfach nicht wahrhaben. Aber nachdem Joana so darauf beharrt hatte, war mir tief drinnen schon klar gewesen, dass ich das nicht mehr machen konnte: Sie auf Reisen mitschleppen, die sie eigentlich nicht wollte und das noch – ganz ehrlich – wider besseren Wissens.

Es war nur wichtig gewesen, dass ich diejenige war, die das Sagen behielt. Gerade bei jemandem wie Joana, die es gewohnt war, dass jeder das tat, was sie verlangte.

Ausser mir. Dieser Status Quo musste bleiben.

Ausserdem: Hätte ich nicht mehr das Gefühl, dass Joana und ich in unserer Beziehung MINDESTENS gleichberechtigt wären, würde ich sie beenden. Ich mag ein Groupie sein, doch werde ich mich nie komplett wie eines verhalten!

Apropos Groupie:

Ich sehe sie schon ziemlich oft in ihren Filmrollen, wenn wir Sex haben und weil sie das weiß, spielen wir das schlicht und einfach immer mal wieder. Spielen kann sie ja. 😂

Sie hat nicht das Geringste dagegen, Schauspielern macht ihr ja Spaß und sie sagt, so könne sie die Rollen tatsächlich auch mal weiterspielen ohne beim Küssen aufhören zu müssen.

Das Wichtigste ist nur, dass es auch manchmal nur um sie geht und nicht um die Rollen. Ich weiß nicht, welches von beiden den Groupie ausmacht – ich jedenfalls sehe sie als beides: als ihre Filmrollen und den Mensch Joana. Wobei der Mensch Joana ein etwas melancholischer, trauriger ist. Etwas, das sie nach draußen hin niemals (mehr) zeigt. Jedenfalls nicht in vollem Umfang.

Ein Groupie muss nicht beim Küssen aufhören

Mist, jetzt bin ich schon wieder horny…

Happy?

Wir wissen im Endeffekt doch gar nicht so genau was wir eigentlich wollen.

Oder wissen wir es?

Was mich betrifft: Ich möchte mein Boot behalten, Cornelia soll weiter kochen (aber vegetarisch bitte), Joana soll zu mir aufs Boot ziehen und ich will Sex mit halb Hollywood. Der weiblichen Hälfte, bitteschön.

Und Maze hat auf alles aufzupassen.

Nicht zuviel verlangt, oder?

Na gut, ich werde also Abstriche machen. Ich werde mein Boot verkaufen, ich werde Cornelia kündigen und ich werde – mal wieder – Ken suspendieren. Oder nicht?

Ken hat sich das sowieso schon gedacht. Spätestens als ich mit Schweden telefoniert hatte, war ihm das klar geworden. Andererseits tue ich mich bei dem Thema immer noch schwer. Von der Freundschaft einmal abgesehen – will ich wirklich auf seine Erfahrung verzichten, gerade auch wenn ich vorhabe um das Kap zu segeln?

Ich muss darüber noch einmal nachdenken.

Mal sehen.

Offen gesagt, seit meiner Jugend habe ich immer nur drei Dinge genau gewusst: Ich wollte fliegen, segeln und ich wollte Joana. Hat funktioniert. Der Rest hat sich ergeben. Das Schreiben auch.

Schreiben war immer dabei, d.h. geschrieben habe ich immer irgendwas, doch das ich jetzt unbedingt Bücher schreiben wollte – nein, das war und das ist nicht so.

Ich mache es eben. Es macht Spaß. Das ist alles.

Manchmal glaube ich, dass ich das, was ich erreicht habe, mit meinen Krankheiten bezahlt habe. Komischer Gedanke und natürlich barer Unsinn. Aber manchmal kommt einem sowas in den Sinn, wenn man sich gerade mal wieder damit herumschlagen muss. Vor allem, wenn man sich umschaut und feststellen muss, dass von den Reichen und Schönen keiner tatsächlich zufrieden und glücklich ist. Sie tun alle nur so. Für die Öffentlichkeit.

Von Reichen und Schönen

Und dann stellt man fest, dass offenbar diejenigen von uns, die nicht so hoch klettern, tatsächlich in der Regel nicht so tief fallen. Und wenn sie fallen, stehen sie leichter wieder auf. Von Ausnahmen abgesehen. Gut, Vergleiche hinken und Verallgemeinerungen sitzen in Rollstühlen. Trotzdem: Geld und Ruhm und Schönheit machen nicht glücklich.

Joana ist vielleicht nicht das Musterbeispiel, ihr geht es – wieder – relativ gut, doch von glücklich kann auch bei ihr keine Rede sein.

Ich bin vom Thema abgeschweift. Was war eigentlich mein Thema?

Ach, egal: es ist ja mein Tagebuch und ich kann schreiben was ich will. Wie schön!

Also wie jetzt weiter? Ich werde mich wohl erst einmal mit Maze besprechen. Aber die weiß sowieso schon wieder, was ich vorhabe. Das weiß sie immer. Wie macht sie das?

Dieses intellektuelle Podest

„Musste wohl so eine Art US-amerikanischer Gruß sein. Ein bakteriophobes Händeschütteln sozusagen.“

Ein Auszug aus meinem neuen Roman. Ich blättere mal wieder darin herum. Ich frage mich manchmal ob und wenn ja welche Zusammenhänge die Leser darin erkennen.

Falsche Zielgruppe, denke ich. Oder? Stört es mich? Ich weiß es nicht.

Wie dem auch sei…

Ich schlage mich auf jeden Fall wieder mit den Nebenwirkungen herum, für die Drogensüchtige unglaublich viel Geld ausgeben. Ich frage mich ernsthaft, wie man sowas mögen kann! Immer wieder frage ich mich das! Ich jedenfalls würde unglaublich viel Geld ausgeben um das nicht mehr haben zu müssen. So ist eben jeder anders.

Manchmal muss ich selbst beim Tagebuch zur Spracherkennung wechseln. Nervt.

Für heute haben Maze und ich wieder eines unserer „perversen“ (hihi) Sexspielchen geplant, die so oft Basis für neue, kleine Geschichten werden, von denen ich aber bis heute noch keine veröffentlicht habe. Schade, dass es keine Frau gibt, die mich dazu drängt, weil es in meinem direkten Umfeld niemanden ausser meiner Schwester gibt, der Deutsch spricht. Und die sagt nur: „Lass mich mit deinen Storys in Ruhe!“

Seltsamerweise sind die Sachen sogar oft – in gewisser Weise – hetero. Nicht so richtig meistens, doch ein bisschen schon. Nicht die meisten Storys, aber doch schon einige. Ich nehme an, dass da Zoe im Spiel ist. Wie sonst könnte das sein?

Whatever…

Das heute kann wohl kaum hetero sein. Mal vom Strap-on abgesehen…

Das ist es, sagt meine Schwester, was verhindert, dass deine Leserinnen mit dir kommunizieren, obwohl sie deine Bücher verschlingen: Du bist zu offen, du stellst dich nicht auf dieses intellektuelle Podest. Und damit können sie nicht umgehen. Du verlierst dadurch die intellektuelle Glaubwürdigkeit. Leser wollen aufschauen, nicht anschauen.

Intellektuelle Glaubwürdigkeit? AM ARSCH! Wenn sie mich nicht anschauen wollen, sollen sie eben wegschauen!

Nur weil ich Bücher schreibe, soll ich ständig auf Podeste klettern, nur damit jemand AUFschauen kann? Soll er sich doch hinknien!

Der Punkt ist, dass ich ein Mensch bin, der Bücher schreibt. Ein bisschen verrückt, zugegeben, aber ansonsten ein Mensch.

Ich mache verrückte Sachen, weil ich eben nicht so ganz dicht bin, manchmal. Aber das tun eine Menge Leute. Die einen mehr, die anderen weniger.

WARUM sie und ich das tun hat unterschiedliche Gründe. Meine liegen in der Vergangenheit und damit in meinem Kopf, andere haben gelitten, leiden immer noch oder sind ganz einfach schon nicht ganz sauber geboren worden.

Das Ergebnis ist immer das Gleiche: Sie und ich sind in verschiedenen Graden bescheuert. Ob wir uns die Arme aufritzen, wir uns prügeln, Leuten den nackten Arsch zeigen, uns durch die Landschaft vögeln, Geld verzocken, Stars nachsabbern, uns auspeitschen lassen, auf Männer pissen oder gar – Göttin bewahre – konservative Politiker werden: Wir sind alle nicht ganz dicht.

Die Ursachen sind unterschiedlich, das Ergebnis ist das Gleiche.

Ich schreibe darüber. Was ich davon selbst tue – manchmal steht’s drin. Oft steht es drin. Im letzten Buch stand sogar die Ursache. Meine.

Aber um zurück zum Podest zu kommen: Ich mache ja vieles – sehr vieles – da hoch bekommt mich allerdings niemand.

Auch nicht, wenn meine Leser nicht mit mir reden wollen wenn ich nicht da oben stehe.

Sie sehen mich nicht weil ich mitten unter ihnen stehe.

Blog exklusiv: Nie genug

„Wieviel Sex kann ein Mensch nur haben?“ grinst sie als ich ihren Kopf erneut zwischen meine Beine drücke.

„Nie genug, Maze, nie genug!“

„Langsam glaube ich fast auch daran.“

„Halt den Mund und fang an! Und denk dran: Dämonen schmatzen nicht!“

Blöde Witze machen

Ein Typ sagte mir, ich würde manchmal ziemlich komische Gedankensprünge machen.

Das hat er beim Quantensprung bestimmt auch gesagt – und jetzt haben wir den Salat!

Und ich könne nichts anderes als blöde Witze machen.

Stimmt teilweise. Ficken kann ich nämlich auch ziemlich gut.

Und zu schlecht, dass ein Verlag mich nimmt, wäre ich auch!

Ich gehe also davon aus, dass ein Verlag ihn genommen hat – ich nehme an, von hinten. So hört er sich jedenfalls an. Bücher schreibt er meines Wissens nach nicht.

Die beiden Verlage, die nach „J. – Forever“ bei mir angeklopft haben, würden mich jedenfalls auch von vorne nehmen. Sowas lehne ich aber prinzipiell ab – ich ficke nur Frauen.

Er sagte dann noch, ich könne ihn am Arsch lecken.

Sorry, aber das mache ich nun wirklich nur bei Frauen! Das mag sexistisch sein, doch ich wette, es schmeckt besser!

Leg dein Buch weg, ich will ficken

Streaming geht nicht, die Verbindung ist viiiiiiel zu langsam. Ausserdem bankkontobewegungsintensiv.

(Ich liebe diese langen „Wörter“, nicht nur weil sich meine amerikanisch/englischen Freunde immer so über die deutschen Schlangenwörter amüsieren. Irgendeinen Spaß müssen sie ja haben, wenn sie meine deutsche Schreiberei schon nicht lesen können.)

Audiostreamen geht noch. Teuer, aber funktioniert. Und wenn wir irgendwo ein paar Tage bleiben, holen wir uns ja auch örtliche Telefonkarten.

Filme und Serien schauen klappt natürlich theoretisch per DVD, doch die Dinger wiegen viel zu viel (bei den Mengen, die wir so verschleissen).

Also schickt uns meine Schwester das Gewünschte auf Speicherkarten. Wir haben Berge davon.

Wenn mir jemand auf die Nerven geht, drohe ich regelmäßig damit, die Dinger über Bord zu werfen. Ist zwar umweltmässig nicht korrekt aber sehr wirkungsvoll. Weil die Crew das nicht überleben würde.

Früher sind die Seefahrer an Vitamin-C-Entzug gestorben, heute wäre es das TV, dessen Fehlen bei der Atlantik-Überfahrt tötet.

Lesen können offensichtlich nur noch der Captain und die, die sie vögeln.

Und die haben auch eindeutig mehr Sex. Nicht nur, weil sie ohnehin schon mehr Zeit im Bett verbringen, sondern weil „Leg dein Buch weg, ich will dich ficken“ so geil klingt.

In dem Fall ist es natürlich das Handy (oder der E-Reader), weil Bücher erst recht zu schwer für das Boot sind.

(Außer Andrea-Bücher natürlich. Die gibt es hier alle.)

Ken kann übrigens auch lesen, doch was wäre eine Regel ohne Ausnahme? (Denn der fickt mich für gewöhnlich nicht!)

Deshalb ist übrigens die Crew auch meistens im Salon vor dem großen Flatscreen zu finden, wärend Ken, Maze und ich am liebsten an Deck herumsitzen und unsere Handys zum Lesen und Muskhören missbrauchen. Oder in unseren Kajüten beim… Okay, das hatten wir schon.

Die Moral der Geschichte? Warum? Muss die Story eine Moral haben?

Ich habe Sex, ich lese, ich habe Sex, ich höre Musik und habe Sex. Reicht das nicht für (m)ein Leben?

PS: Erwähnte ich schon, dass ich Sex habe?

Blog exklusiv: Warum ich herumzicken darf

Ja, ich zicke rum. Problem?

Ich darf das. Warum? Geht niemanden was an. Und obwohl das mein Tagebuch ist, kann ich es nicht schreiben, weil es ja andere lesen können.

Nur soviel: Ich bilde mir ein, dass ich es mir erlauben kann, weil JA, SJ und andere Stars auf mich abfahren. (Und ich ehrlich keine Ahnung habe, warum!) Ausserdem habe ich mit Mazikeen meinen eigenen Dämon, der sich jeder Kugel in den Weg stellen würde um mich zu retten. (Die Frau hat zwar ganz klar einen Dachschaden, aber – was soll’s? So ein Dämon ist nie verkehrt!)

Allein das reicht schon aus, um eingebildet genug zu sein um rumzicken zu dürfen. Andere zicken rum und es steckt viel weniger dahinter. (Noch nicht mal elitär sind sie und Bücher schreiben sie schon gar nicht!)

Ich bin eine Frau, ich zicke rum.

Ken nennt mich „Zicke“, ich ihn „Tunte“ und Maze nennt uns „Weiber“.

Maze nenne ich „Maze“. Sonst bekomme ich Ärger.

(Und wer will sich schon mit einem Dämon anlegen…)

Läufige Bitches

Ich bin nicht ganz sicher, ob ich mich bei sexy Harakiri einmischen sollte.

Tine und Harakiri klingen so frischverliebt. Zumindest beim Ficken. Den Rest scheinen sie ja vor uns verheimlichen zu wollen. Den Lesbenpart.

Ist das alles kompliziert…

Ach was, ich werde morgen einfach mal den Holzhammer auspacken. Das funktioniert immer und macht Spaß.

Der Sturm kam früher als gedacht. Soviel MAL WIEDER zum Wetterbericht. Die Karibik ist ziemlich unberechenbar. Das hat Ken vorher schon gesagt. Der Scheiß-Wind würde Joana vermutlich in allem bestätigen und ich gebe zu, es ist schon eine ganz schöne Aufgabe sich bei so einem Wetter um so viel Tuch kümmern zu müssen. Und das bei ein Boot mit so wenig Tiefgang. Da bekommst du schon bei 30-35 Knoten Wind Probleme halbwegs dem Kurs zu folgen. Vor allem, wenn auch noch die Dünung ungünstig kommt!

So oder so: es würde ihr gerade mal nicht gefallen! Bzw. hätte ihr nicht gefallen, denn das Wetter hat sich einigermaßen beruhigt und erst am Dienstag frischt es wieder auf. ANGEBLICH! Bis dahin liegen wir aber längst in der Goodman Bay.

Anyway…

Ein Tag ohne Sex. Wie machen die Leute das? Ich meine – Masturbieren eingerechnet. Wenn man so zu gar nichts kommt? Ich rede jetzt nicht vom ganzen Monat, sondern von den beiden Wochen nach der Periode in denen die Hormone uns zu läufigen Bitches machen. (Ich nehme mal das englische Wort. Das deutsche provoziert noch mehr Kreischerei von den Frauen, die behaupten, unsere Triebe und Launen wären ohne Pille steuerbar… Weil wir ja keine Tiere sind… WUFF!)

Wenn ich jedenfalls in den beiden hormonflutenden Wochen bin, brauche ich Frauen oder Batterien. Oder beides.

Langer Rede kurzer Sinn: Bei mir ist gerade Tsunami. (Was nicht heißt, dass zu anderen Zeiten gar nichts geht… Aber da sieht es dann eher so aus wie bei den armen Weibern, die die Pille nehmen. Langweilige Mitte.)

So… Wo genau ist jetzt Maze?

MAZE! MAZIKEEN! WO BIST DU? MAZE!

Nass wie ein Pudel im Regen

„Sie will dich mit ihren Kolleginnen locken?“, fragt Mazikeen ungläubig.

„Ja.“

„Sie will aus unserem Boot einen Fickdampfer machen?“

„Offensichtlich.“

Mazikeen sieht aus, als würden ihre Dämonenaugen gleich anfangen vor Zorn zu glühen: „Ist die lebensmüde?“

„Pass auf, was du sagst, Maze. Wir reden hier von MEINER Joana. Verstehst du?“

„DEINE Joana spinnt!“

„Davon abgesehen“, entgegne ich, immer noch leicht angepisst: „Weißt du eigentlich von welchen Frauen sie redet?“

„Ich bin überrascht, dass sie überhaupt von Frauen redet!“

„MAZE!“ Langsam werde ich wirklich ein klein wenig sauer.

„Jaja… Schon gut… Von wem redet sie?“

„SJ, z.B. oder CD. EB, CT und andere.“ (Ich kann hier natürlich keine richtigen Namen nennen.)

„Rennt sie herum und macht Werbung oder was? Lesbisches Ficksegeln in der Karibik oder so?“

„Ganz ehrlich, Maze: Ich habe nicht die Spur einer Ahnung. Sie ignoriert die Frage.“

Maze nickt: „Ignorieren können diese Diven gut.“

„Spannend ist es schon…“, gebe ich zu.

„Du meinst, du wirst gerade nass wie ein Pudel im Regen.“

„Das auch“, nicke ich.

Ich. Nass.

„Wie kann man nur so verrückt auf Stars sein wie du?“

Ich zucke mit den Schultern. Woher soll ich das wissen?

„Und die Damen trauen sich natürlich alle nicht auf ein älteres Boot…“

„Ich glaube eher, die sind gewohnt im Luxus zu ficken.“

Luxusschlampe. Trocken.

„Luxusfotzen“, nickt Maze.

„Das auch“, grinse ich: „Schlimm?“

„Darf ich Joana bitte doch ertränken? Bitte, bitte!“

Nackt und im Spagat

Es gibt Leute, die stehen darauf die Finger auf der Stelle, ohne Umschweife, brutal und bis zum Hals reinzurammen. Nicht über „Los“ direkt ins „Gefängnis“ zu gehen, sozusagen.

Ich meine, geht schon, wenn du richtig nass bist. (Sturmflut)

Und manchmal habe ich ja auch nichts dagegen. Kommt immer darauf an wer das macht. Und wo. Und wann. Und wie genau.

Aber wenn dann eine kommt und erst einmal Gleitgel auspackt, dann frage ich sie – sobald mein Lachanfall vorbei ist – ob sie

  • erstens glaubt, ich hätte gerade nackt und im Spagat im Sandkasten gesessen,
  • zweitens, ob ich mich nicht doch lieber auf den Gynstuhl setzen soll,
  • drittens, ob sie vorhat, in meiner Gebärmutter zu übernachten oder
  • viertens, ob sie den Abfluss ficken will.

Und fünftens, ganz wichtig, ob sie wisse, wo die Tür ist.

Ist doch wahr!

Erwischt!

Als ob…

Eben habe ich sie erwischt. Selbst Japanerinnen können nicht leise ficken. Die beiden treiben es also tatsächlich miteinander.

Tine und Harakiri meine ich. Und zwar gar nicht mal so unheftig.

Ich musste mich über eine halbe Stunde in die Nähe setzen, damit ich alles mitbekomme. Auf den Boden!

Könnte auch eine Dreiviertelstunde gewesen sein. Das nächste Mal muss ich unbedingt mal auf die Uhr schauen. Auf jeden Fall habe ich mir zwischendurch ein Brot gemacht.

„Ja da! Ja, genau! Oh God! Aaaaah! Tiefer, tiefer! Fuuuuuuuuuck!“

Und so.

Aber wir haben ja alle mal angefangen.

Bin dann danach erst einmal kurz in meine Kabine.

Spuren verwischen.

Vor allem, wenn sie im Recht ist…

Joana kann schon ziemlich nervig sein – vor allem, wenn sie glaubt, dass sie im Recht ist.

Leider glauben diese Diven, dass sie alles wissen. Vor allem sind sie gut im Sich-Das-Einreden.

Maze platzt gleich, es fehlt nicht mehr viel. Das ist nämlich die eine Sache, mit der Joana sie zum Wahnsinn treibt: wenn sie glaubt, sich in Dingen auszukennen, nur weil sie sich bei sogenannten „Experten“ erkundigt habt.

Boote und Schiffe sind in ihren Augen „sicher“, wenn sie möglichst modern und teuer sind. Bei so etwas geht unsereins die Wände hoch. Bis oben hin.

Nun war Joana ja nun schon einmal mit mir auf einen modernen 50“-Yacht unterwegs gewesen und glaubt, dass Boote heute so aussehen müssen. Nur war damals schönes Wetter gewesen. Sie hat keine Vorstellung, was so ein Ding macht, wenn es erst einmal anfängt zu blasen! Und… ach, was rege ich mich schon wieder auf…

Ich glaube, wenn sie hier wäre, würde ich ihr im Moment anbieten, sie über Bord zu werfen. Ja, ich bin so impulsiv. Maze nicht. Sie würde es einfach machen.

Okay, ich kann verstehen, dass sie mit uns allein sein möchte, dass sie endlich einmal tun kann was sie möchte, ohne ständig über die Schulter schauen zu müssen – doch kann man nicht vernünftig darüber reden? Ohne dass sie sich einbildet, schneller Fahrrad fahren zu können als dieser… dieser… Jetzt habe ich seinen Namen vergessen.

Göttin, wie ich dieses Weib liebe!

Warum muss sie eigentlich am Wochenende zu dieser Scheiß-Verleihung, wenn sie doch nicht nominiert ist? Kann sie da überhaupt…? Ich gebe ja zu, dass ich mich zu wenig für diesen Schauspielkram interessiere. Ich würde ja – wenn sie mich mitnehmen würde. Das alte Thema. Ich glaube, mein Desinteresse ist meine Rache dafür.

Was immer noch nichts am Thema ändert.

Sie möchte mit uns unterwegs sein, wenn diese elende Award-Season vorbei ist. Aber nach ihren Bedingungen. Klar, es geht ja immer nach ihren Bedingungen.

Nachtrag: Wir haben am Rand der Bank geankert und segeln in der zweiten Nachthälfte raus aufs offene Meer. Also alles im grünen Bereich.

Langsam bekommen wir wirklich Übung im Ankern der Ketsch. Wobei ich mich wundere, dass wir hier überhaupt einen Stein gefunden haben, an dem wir uns festkrallen konnten.

Anyway…

Mir fehlen meine Tiere. Der gelegentliche Delphin (Gelegentlich? Wieviele von den Viechern gibt es eigentlich auf der Welt?) hilft da auch nicht weiter.

Der gelegentliche Delphin?

Ansonsten – mir geht es nicht so toll. Die Meds wirken seltsamerweise gerade nicht so, wie ich es gewohnt bin. Trotz Extradosen. Macht Angst. Aber auch das wird besser. Es ist immer wieder besser geworden. Auf jeden Fall ist momentan an Wassersport und Ähnliches nicht zu denken, ich bin ja froh, wenn ich duschen kann.

Nochmal anyway…

Hier ist es 23:40 (04:41 UTC). Zeit für einen zweiten Tee und dann einen Kaffee, wenn wir um 1 Uhr los wollen. Warum so früh? Wir wollen versuchen nicht im dicksten Wetter in Nassau anzukommen.

Und der Tee schmeckt auch Scheiße zur Zeit…

Ich soll mir doch mal die Umgangssprache abgewöhnen, sagt Joana.

„Fuck you!“, sage ich.

Ist doch wahr…

Du darfst dich jetzt ausziehen

Wenn die Frau, die du liebst – wirklich liebst – dir vor anderen Menschen sagt:

„Du darfst dich jetzt ausziehen!“

(Andrea Downey-Lauenburg: J. – Forever. Bei Amazon.)

Was tust du dann? Und nicht vergessen: Die anderen sind und bleiben angezogen!

Nun, ich weiß was ich tue: Ich sage, dass das überhaupt nicht in Frage kommt und dann ziehe ich mich aus.

Das sind so die Situationen im Leben, in denen man entscheiden muss: Will ich ein Standardleben oder will ich ein verrücktes, aufregendes, abenteuerliches Leben. Ich entscheide mich immer für letzteres. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Als Exhibitionistin fällt mir das Ausziehen natürlich leicht

Jetzt sitze ich auf meinem Segelboot in der Karibik und nicht an einem Schreibtisch oder – Himmel hilf! – wische alten Männern den Arsch ab.

Klar, letztere Menschen muss es auch geben, also ist es wichtig, dass sich möglichst viele für ein Standardleben entscheiden – nur eben nicht alle.

Und wenn es schiefgeht? Alten Männern den Arsch abwischen kann ich immer noch.

Ich ziehe immer die Chance der Langeweile vor.

Ich gebe zu: Als Exhibitionistin fällt mir das Ausziehen natürlich leicht, doch die Sache mit J. war auch nur ein Beispiel für viele Entscheidungen, die ich in meinem Leben getroffen habe. (Und noch treffen werde, so die Göttin mich lässt…) Und nicht alle, übrigens, haben mit ausziehen zu tun.

Es gab und gibt immer Entscheidungen, bei denen ich Bauchweh habe, den riskanteren Weg zu nehmen.

Und natürlich werde ich mich nicht für jede Frau vor Wildfremden ausziehen, schon gar nicht, wenn bei diesen Wildfremden auch Männer dabei sind. Es ist alles eine Frage des Vertrauens (das natürlich auch enttäuscht werden kann). Aber: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Es ist auch eine Frage des Selbstbewusstseins.

Mir war klar, dass ich es wert war, nicht fallengelassen zu werden. Mir war klar, dass man mich haben wollte.

Selbstbewusstsein.

Selbstwertgefühl?

Eine Interpretationsfrage. Mein Selbstwertgefühl war stark genug, dass ich wusste, dass mein Wert nicht sank, wenn ich mich auszog, sondern ganz im Gegenteil. Niemand hat mich gezwungen. Niemand hat mir Geld geboten. Es war MEINE Entscheidung ganz alleine.

Ich weiß wer ich bin. Ich weiß ich bin nicht dumm und ich bin sexy. Dass ich nicht dumm bin, würde mir schon reichen, sexy liegt natürlich im Auge des Betrachters. Ich finde mich sexy, andere nicht, die finden andere sexy. Wegen mir. Und natürlich ist auch dumm relativ: Ich bin kein Einstein, doch für meine Belange reicht es.

Angezogen oder nackt.

Nachtrag: Wir mussten doch weg, das Schwimmen ist ausgefallen. Das Wetter ändert sich morgen, Wind kommt auf, auch der Seegang erhöht sich. Wenn wir hier bleiben, ist die Gefahr groß auf Grund zu laufen. Also dann mal los Richtung Nassau!

Depressionen

Solange ich meine Tabletten habe, geht es mir eigentlich verdammt gut.

Das mit den Meds ist natürlich ein verdammter einschränkender Mist. Immer mit einem Bein im Knast stehen, weil man Angst haben muss, dass die Behörden einmal den Vorrat finden und sich einen Dreck um die Rezepte scheren. Weil sie eben ihre eigenen Scheiß-Gesetze haben und so ein Grenzfall wie meiner dort nicht vorkommt. Und dann lande ich in einem fremden Land in einem Dreckloch-Knast und ohne meine Meds innerhalb von ein paar Stunden festgekettet an ein Krankenhausbett, weil ich vor Schmerzen durchdrehe.

Weil ich dann vor Schmerzen durchdrehe…

Das Krasse ist ja noch: ich müsste in jedem verdammten Land extra zu einem Arzt rennen, weil man so viele Meds nicht einführen darf.

Und sie per Post zu verschicken ist natürlich auch verboten und vom Flieger brauchen wir erst gar nicht anfangen.

Was bleibt ist, sie in einem Land ohne Rezeptpflicht zu kaufen oder einen Arzt zu bestechen. Letzteres ist meistens nicht besonders schwer und auch nicht sonderlich teuer, wenn man sich ein wenig umhört.

Bevor man mir die Meds wegnimmt, vergifte ich mich. Diese Möglichkeit liegt nämlich aus genau diesem Grund griffbereit.

Die Alternative wäre nicht mehr unterwegs zu sein. Aber dann kann ich auch gleich die Giftkapsel schlucken.

Was Menschen alles für einen Scheiß haben können!

Morgens, mittags, abends: Bin ich Meisterin im Tablettenschlucken?

Was ist das bloß für ein Tag heute? Eigentlich hatte ich mich doch auf das Schwimmen nachher gefreut? Klar: Insomnia als Nebenwirkung. Plus böse Gedanken.

Und zu wissen, dass das heute doch nichts wird mit dem Schwimmen. Keine Chance ins Wasser zu gehen, zu viele Meds und trotzdem noch Probleme.

Heute Nacht habe ich so eine gefeuert bekommen, dass Maze vor Schreck aus dem Bett gesprungen ist. Und sie kennt das ja eigentlich. Mir hat noch minutenlang danach das Gesicht wehgetan UND DAS WAR NOCH NICHT MAL EIN ANFALL! Grrrrrr… Ich werde dann immer so furchtbar wütend!

Und für was sorgt dieser? Depressionen! Genau! Ausserdem sind diese Scheiß-Depris weitere Nebenwirkungen der Tabletten. Neben tausend anderen.

DESWEGEN schreibe ich diesen Scheiß hier. Wer es nicht lesen will, muss ja nicht: Es ist MEIN Tagebuch!

Okay, die anderen sollen ruhig schwimmen gehen. Ich kann ja nicht jedes Mal andere verprügeln wenn es mir nicht gut geht. Wird ja langweilig.

Ausserdem will ich ihnen ja nicht den Tag vermiesen. Nur unsere Neuen werden schön blöd schauen, denn die wissen ja nichts von meinen Problemen. (Ich will das nicht Krankheit nennen. Es ist nur dieser bescheuerte Nerv, der meint, er müsse mich ärgern! Deshalb werde ich auch wütend statt zur verzweifeln.)

Maze wird nicht ins Wasser gehen. Sie weicht mir nie von der Seite wenn es mir nicht gut geht. Früher dachte ich, dass mich das nervt, heute weiß ich, dass sie es macht, weil es ihr auch schlecht geht und sie sich dann wohler fühlt. Dann funktioniert das auch für mich.

Also werde ich mich ausziehen, die Wärme genießen und schreiben; das nächste Buch schreibt sich nicht von alleine.

Keine Sau hier

Das karibische Gefühl. Voll da.

Das Wasser hat schon diese geile hellblaue Farbe. Jetzt fehlen nur noch die Strände. Wir mussten nämlich erst einmal im seichten Wasser vor Anker gehen.

Flaute. Na ja, nicht ganz, aber schon ein wenig.

Aber geil: Herrliches Wetter, glasklares Wasser und keine Sau hier außer uns.

Und wenn Ken noch einmal das Wort „Motor“ sagt, verpetze ich ihn bei Maze und dann kriegt er eine rein. So einfach ist das.

Ich bin Vollblutseglerin, „Motor“ entspricht nicht meinen Community Guidelines.

Keine Sau hier außer uns

Wir haben das erste Mal an Deck der Anny gegessen. Ist ein wenig beengt und improvisiert, aber – hey – sie ist ein altes Boot!

Nachdem Maze uns so eine geniale Badeplattform gebaut hat, werden wir wohl morgen mal ein wenig im Karibikwasser schwimmen. Hier ist es im Allgemeinen nur so um die 3 bis 4 Meter tief – Haie lauern nur in den Gräben, habe ich gelernt. Hier haben sie Angst, dass sie Haue bekommen.

Auch so ein Vorteil unserer Ketsch: Mit diesem Boot kann man in Pfützen segeln. Mit anderen, selbst mit viel kleineren, kämen wir hier gar nicht hin.

Genaugenommen weiß ich gar nicht, ob man hier überhaupt segeln darf. Aber schön ist es. Und da die Welt sowieso untergeht… Aber solange man nicht den MOTOR anmacht – nicht wahr, Ken?

Männer! Feige und faul!

Und beim Masturbieren machen sie auch alles dreckig!

Gewaltverherrlichung?

Wenn man so in meinen neuen Roman reinliest, könnte man meinen, ich würde Gewalt verherrlichen.

Inwieweit das Buch autobiographisch ist…?

„Hätte ja nicht anfangen müssen, die Schlampe, dann hätte sie ihre Zähne noch. Ich persönlich war ja im Regelfall gegen jede Form von körperlicher Gewalt – ich fand Dinge, die in die Blutbahn gelangen und die Verdauung anregen, viel interessanter und effektiver -, doch J. war weniger wählerisch, wenn es um ihre Ausdrucksweise ging.“

Jaaaaaa……. Da können sich dann die Leser ihr eigenes Bild machen. 😁

Gewalttätig?

Paparazzifutter

Mir ist noch nicht ganz klar, wie Joana sich einen Urlaub vorstellt, bei dem wir sie alle paar Tage an einem anderen Flugplatz absetzen sollen. Aber das wird sie mir sicher noch erklären.

Und dass sie es nicht akzeptieren kann, dass sie die Einzige ist, die an Bord jederzeit angezogen bleiben muss, nur weil Fremde auf dem Schiff sind… Ja… Shit happens, oder so. Es kann ja nun keiner etwas dazu, dass sie ein Problem mit Paparazzi und Hochglanzmagazinen hat.

Ich jedenfalls bin kein Paparazzifutter und kann an- und ausziehen was ich will. Jedenfalls auf meinem Boot.

Paparazzifutter

Wir müssen darüber nochmal reden!

Na, da bin ich ja mal gespannt, was ihr dazu einfällt. Mir fällt dazu jedenfalls nichts weiter ein, als dass ich ganz bestimmt nicht wegen ihr ununterbrochen mit Bikini herumlaufen werde! Bei aller Liebe…

Außerdem findet sie unser altes Schiff viel zu gefährlich. Mmh…? Joana als Bootsexpertin? Ich muss mal in meinen Kalender schauen, ob sie auch ihre Tage hat!

Frischer Schweiß

Und da ich gerade von J. – Forever gesprochen habe:

Schwitzen mochte ich nur beim Sex. Oder davor. Oder danach. Und dann sollten auch möglichst nur die anderen schwitzen. (Aus J. – Forever.)

Ich liebe es wenn Frauen schwitzen

Das ist der Punkt bei J. – Forever: Es kommt auf den Punkt. Ich liiiiiiebe es, wenn meine Frauen schwitzen! Das will ich, das brauche ich! Dieser frische Schweiß nach dem Joggen. Oder beim Sex oder bei was auch immer. Ich kann gar nicht genug davon bekommen.

So viel Schweiß, wie ich ihn bei meinen Weibern ablecken möchte, gibt’s gar nicht!

Und genau deshalb freue ich mich so auf die Karibik.

Es ist wie es ist

Noch zwei Tage bis Florida. Zweieinhalb, bei dem schwachen Wind, der uns erwartet. Ich hoffe, ich kann auch mal schwimmen gehen! 25° warmes Wasser ist schon cool.

Zeitzonen… Ich habe ja eigentlich immer so meine Schwierigkeiten damit, doch mit dem Boot ist es nicht so tragisch, denn da ändert sich alles langsam und Stunde um Stunde. Im Flugzeug früher hat mich das ja echt verrückt gemacht. Jetzt ist das in Ordnung.

Die dürfen ruhig wechseln, wenn es dadurch wärmer wird. Ich will endlich meine Klamotten loswerden! Kleidung engt mich ein, hat sie schon immer. So ein psychologisches Ding. Hat noch nicht mal etwas mit Erotik zu tun. Jedenfalls nicht viel.

Auch so ein Vorteil vom Boot: Selbst in den prüdesten Ländern haben wir weiter draußen unsere eigene FKK-Zone. Also – wer will…

Heute Nacht schlafe ich hoffentlich besser. Die See ist ziemlich ruhig geworden, wir haben 5 Segel gesetzt und ich bin todmüde. (Klüver zum Gennaker.) Chris – Maze – ich muss mich dran gewöhnen – bleibt an Deck.

Ich lese „21 Lessons for the 21st Century“. Das ist so langweilig, dass ich in kürzester Zeit schlafen werde. Alles kalter Kaffee. Ich brauche kein Historiker zu sein um das alles vor 15 Jahren schon gesagt zu haben. Aber zum Einschlafen reichts. Gähnend langweilig. Ein Buch nach dem Motto: „Warten auf die Neuigkeit“.

Und da ich gerade von Büchern spreche: Ich bin nicht zufrieden mit dem Ergebnis meines neuen Buchs. Es steckt jahrelange Arbeit drin – buchstäblich jahrelang – und so viel von mir – ich hätte mehr Reaktionen erwartet. Die Verkaufszahlen sind okay, doch es findet keine Diskussion statt, noch nicht einmal mit den treuesten Fans, was sehr schade ist. Das erste J. – Buch hat viel mehr Reaktionen ausgelöst obwohl J. – Forever um Welten besser ist.

Ich schreibe was ich will

Ich glaube, ich werde künftig weniger Energie in ein einzelnes Buch stecken, sondern zurückgehen auf kürzere, weniger tiefgehende Geschichten, denn das scheint zu sein, was die Leserinnen von mir wünschen/erwarten, sonst käme auf so ein Buch mehr Rückmeldung. (Oder überhaupt Rückmeldung.)

Ist ziemlich enttäuschend, das hätte ich mir für „Forever“ ganz anders gewünscht, doch es ist wie es ist.

Andere Dinge kann ich immer noch unter einem anderen Pseudonym schreiben und vielleicht auf Englisch.

Themawechsel.

Ken möchte gerne hin und wieder fischen. Wegen mir. Aber als ich verkündet habe, dass ich jeden, der anfängt nach Fisch zu stinken über Bord werfen würde, haben sie angefangen zu murren. Wie kann man das denn nur falsch verstehen?

Apropos Fisch: Wir werden in Florida noch einmal gewaltig Vorräte aufstocken. In der Karibik ist das Meiste leider nicht so nach meinem Geschmack. Maze meint, ich solle mich nicht anstellen. Ich will mich aber anstellen und ich stelle mich an solange ich will!

Ich merke schon: Morgen wird so ein Tag an dem ich so lane provoziere, bis Maze mir eine scheuert.

Jap, da ist der Wunsch Vater des Gedanken. Sie macht sowas nicht. Wenn sie doch nur „J.“ lesen könnte… *seufz

Joana? Wann kommst du? Du fehlst mir! So unendlich!

Wir drei sind schon komisch…

Ich werde das Segeln noch sowas von genießen! Wer weiß, wie lange das mit dieser Scheiß-Krankheit noch geht! Da wird aber auch gar nichts besser! Langsam geht es mir echt auf die Nerven. (Schon irgendwie ein komischer Satz in diesem Zusammenhang.)

Ich bin so zugedröhnt mit Tabletten…

Was mich daran erinnert, dass ich jedem sagen wollte, dass er das Leben genießen soll, solange er noch kann.

Denn plötzlich, von einer auf die andere Sekunde macht es „Bäng“ und Schluss ist mit lustig!

Das kann jede erwischen, ganz schnell, ganz unfair mit egal was.

Bin ich eigentlich blöd? Jammere ich hier jetzt schon wieder rum?

Offensichtlich. Weil mir der Nerv immer wieder eine reinhaut. Wenn ich wenigstens zurückschlagen könnte.

Wie auch immer…

Ich will unbedingt mal so einen Vibrator mit drei – wie nennt man das eigentlich?

Einen Kleinen für hinten, einen Normalen für vorne und was ganz Kleines für die Klit. Ich werde meine Schwester bitten sowas zu besorgen. (Zu unserem Boot schwimmt leider kein Paketbote.) Aber ich will so ein Teil unbedingt mal ausprobieren. Für Erfahrungsberichte bin ich immer dankbar – am liebsten hier in meinem Blog und nicht auf Facebook oder wo auch immer. Ist intimer hier. *zwinker

Maze – Ja, ich hab’s akzeptiert, ab sofort Mazikeen! – hat heute gegen Morgen bei mir… Ach was, das wollt ihr sowieso nicht wissen. Aber es war geil und intim.

Warum ich euch anspreche, obwohl das hier mein Tagebuch ist?

Na ja, ich weiß ja, dass ihr es lest. Also warum nicht ab und zu auch mal einen kleinen Dialog zwischen uns?

Wie auch immer…

Maze ist der Hammer! Unsere Verbindung ist seit heute Nacht eine ganz andere geworden.

Ich habe es Joana geschrieben und sie war total aus dem Häuschen. Richtig happy für mich aber auch für uns. Wir drei sind schon komisch.

Ich liebe sie. Alle beide.

Sie hat gefragt, ob es mir etwas ausmachen würde, wenn sie irgendwann einmal mit Chris – Maze – schlafen würde. Schon schräg. Ich habe ihr ganz ehrlich gesagt, dass ich mir nichts Schöneres vorstellen könnte.

Ich sage ja: Komisch.

Ich liebe sie. Alle beide. Jede auf ihre Art.

Hast du getötet?

Maze.

„Nenn mich Maze. Das ist, was ich bin: dein Mazikeen. Dein Dämon.“

Ja, klar…

„Wer hat denn jahrelang auf dich gewartet und war in dieser Zeit IMMER für dich da?“

„Du.“

„Und wer wird es immer sein, selbst wenn du dich abwenden würdest?“

„Du.“

„Ich habe einen Eid geleistet. Das weißt du.“

Ich nicke.

„Und ich werde niemals einen Eid brechen.“

„Das weiß ich.“ Wobei ich nicht weiß ob mir das gefallen muss.

Andererseits – Chris hat sich niemals aufgedrängt. Sie war nur einfach da, wenn ich sie gebraucht habe.

Hast du schon einmal getötet?

„Warum hast du das gemacht, Chris? Selbst als ich nicht mehr da war?“

„Wie oft hast du das schon gefragt, Tammy? Braucht Liebe Erwiderung?“

„Irgendwie schon, finde ich.“

„Meine nicht.“

Fuck. Was sollte man zu so etwas schon sagen?

„Hast du schon einmal getötet?“, frage ich, einer Eingebung folgend. Ich weiß nichts von ihr, von ihrer Vergangenheit. Sie hat sich immer geweigert darüber zu sprechen – auch als wir noch zusammen waren.

„Es ist nicht mein erster Schwur, falls du das meinst. Aber der erste einem Individuum gegenüber.“

Bitte?

„Nein, das meine ich nicht. Meine Frage war doch eigentlich ziemlich eindeutig, oder?“

„Ich kann sie dir nicht beantworten, Tammy. Vertraust du mir?“

Ich zucke mit der Schulter: „Blind.“ Ich glaube, dass das nicht gelogen ist.

„Gut.“

Aha. Gespräch beendet. Aber nach dem Traum von heute Nacht, konnte ich es dabei einfach nicht belassen:

„Würdest du töten?“

„Ja.“

Sie antwortet fast schneller als ich die Frage habe beenden können.