Rollenspiele und Sexgeschichten

Zuerst habe ich überlegt, die Geschichte unseres jüngsten Rollenspiel hier in meinem WordPress-Blog zu schreiben. Dann habe ich mich dagegen entschieden.

Warum?

Weil es viel spannender ist, daraus eine Kurzgeschichte zu machen. („Und einträglicher“, sagt mein Schwager. Ich lache später.)

Tatsächlich ist sie für meinen Blog viel zu lang. Es ist viel zu viel passiert und ich möchte beschreiben, was genau. Intensiv und in aller Tiefe. Denn das, was sie mit mir gemacht haben und ich tun musste, war intensiv und tief. Und um all die Emotionen auszudrücken, braucht man mehr als nur einen Blog-Eintrag.

Außerdem ist es ja das, was ich mache: Bücher und Geschichten schreiben. Ich bin keine Blog-Autorin. Was ich hier schreibe – dieses Tagebuch – ist eine Sache, die ich zusätzlich tue, die mir täglich ein wenig Spaß bringt. Außerdem erzählt dieser Blog ein wenig von meinem Leben und ich halte Kontakt zu meinen Lesern. Zu denjenigen, die meine Romane und Geschichten lesen. Und natürlich hoffe ich, noch mehr Menschen für meine Bücher zu interessieren.

Warum sollte ich also so eine krass-geile, umfangreiche und emotionsgeladene Geschichte in diesem Blog beschreiben?

(Wobei ich, wie immer, nicht versprechen kann, ob diese Kurzgeschichte je erscheinen wird.)

Wer übrigens Lust auf noch mehr Blog von mir hat, dem rate ich unbedingt zu meinem Facebook-Blog aus den Jahren 2012 und 2013. Den gibt es nämlich in einem E-Book und einem Taschenbuch. Er ist unter dem Autorennamen Andrea Lauenburg geschrieben. Leider ist er nicht gerade billig, doch das liegt an dem immensen Umfang des Buches. Ich rate jedem, der sich für mich interessiert, diese Facebook-Posts zu lesen. Denn diese Posts wurden – neben den Romanen – zur Basis meiner großen Fangemeinde (derzeit fast 15.000 Menschen alleine auf Facebook):

Liebe, Fun, Verrücktes und viel Sex: Alles, was Andrea/Tammy ausmacht in einem dicken, fetten Buch!

Hier lernt ihr J. und eine Menge echte und nicht ganz so echte Menschen kennen. In unzähligen Blog-Einträgen mit echten, fast echten und nicht wirklich echten Geschichten.

Wer diesen Blog hier mag, der kommt um diesen dicken, engbeschriebenen Wälzer nicht herum! Das E-Book lohnt sich für diejenigen, die lediglich die Geschichten lesen möchten. Wer auf Papier besteht oder alles von mir – von Andrea Downey-Lauenburg – im Regal sehen möchte, muss leider etwas tiefer in die Handtasche greifen.

Soviel dazu.

Und jetzt muss ich wohl langsam ins Bett, damit ich noch etwas Schlaf bekomme. Um Vier klingelt der Wecker, dann geht es zum Flugplatz. Man kann sich – leider – in so eine Passagiermaschine nicht einfach hineinsetzen und losfliegen. Selbst ohne Fluggäste macht das Einsteigen eine Halbe- bis Dreiviertelstunde vor Abflug durchaus Sinn. Und das würde noch deutlich länger dauern, hätte man keinen Copiloten. Bei meiner kleinen Bonanza reichen 15-20 Minuten, falls die Fluglotsen wach sind.

Jetzt aber schnell: Duschen, ins Bett, Vibrator an, schlafen. Und darauf gespannt sein, was der morgige Tag bringen wird.

Die 1000 besten Rollenspiele

Rollenspiele sind etwas für Menschen, für die „normaler“ Sex langweilig geworden ist. Für Partner, bei denen das „normale“ Rein-Und-Raus zur stupiden Routine mutiert ist.

B. U. L. L. S. H. I. T!

Mein „normales“ Sexleben funktioniert ganz wunderbar, vielen Dank.

Und unsere Rollenspiele auch.

Von nahezu Anfang an, übrigens, wer hätte das gedacht?

Beim Sex ist nichts „unnormal“. Außer vielleicht die Orgasmen. Plural.

Gefangene, Patientin, Nutte, Escort, Diebin, diebische Kollegin, Drogenkurier, Betrügerin, Geldnöte, Studentin, Mieterin, Journalistin, Verräterin, Demonstrantin, Vergewaltigung, Mörderin, Spielerin, Spionin – die Liste ist endlos, wirklich! Und jede von uns kann in die Rollen ihrer Fantasien schlüpfen.

Frauen, die keine Rollenspiele mögen, sind mir suspekt. Es gibt niemanden, der keine Fantasien hat. Außer vielleicht Menschen, die nicht lesen.

Aussagen von „Nichtspielern“: ‚Dinge Fantasie sein lassen, weil das Ausleben die Fantasie zerstört.‘ Gähn… ‚Das Leben kann nie so aufregend wie die Fantasie selbst sein?‘ Warum? Hat das irgendwer behauptet? ‚Ich genüge ihr nicht mehr, warum sonst sollte sie Rollenspiele wollen?‘ Wer das sagt, lässt die Partnerin vermutlich auch nicht in Ruhe masturbieren. ‚Ich kann mich nicht in Rollen reindenken.‘ Zugegeben, das gibt’s. Mehr lesen! ‚Rollenspiele machen mir keinen Spaß.‘ Himmel hilf! Keine Frau für mich. Ich bin aber sicher, die Frau findet über die Jahre auch ein oder zwei Gleichgesinnte.

Nein, mal im Ernst: Es mag ja Menschen geben, die Rollenspiele nicht wollen. Es soll ja auch Menschen geben, die keine Bücher lesen oder – würg – Trump, AfD oder sonstige Rassisten gut finden. Okay, hat jetzt nichts miteinander zu tun. Aber letztere Gruppe könnte sich doch eine Spielzeugpistole kaufen und ‚Immigranten vergewaltigen‘ spielen. Darüber macht man keine Witze? Über‘ Vergewaltigen‘ auch nicht! Und ‚AfD‘ wählen ist auch nicht witzig, sondern widerlich. Aber in trauter Zweisamkeit kann man so einiges machen. Selbst ‚AfD-‚ oder ‚Trump gut finden‘ spielen. Solange man solche Widerlichkeiten nicht in der Realität macht, ist alles gut.

Manche dieser Fantasien sind übel?

Ich finde die Realität viel schlimmer. Und was noch viel schlimmer als sämtliche Rollenspiele zusammen ist: Ballerspiele. Kriegsspiele. Alte-Frauen-Im-Rollstuhl-Überfahren-Spiele. Weil die nämlich (noch) gesellschaftlich akzeptiert sind, während sexuelle Rollenspiele bei manchen Leuten immer noch Bäh sind. Und von Realitäten will ich gar nicht erst anfangen…

Bei mir und meinen Weibern ist das alles easy: Wer spielt bessere Rollenspiele als eine Autorin zusammen mit zwei Schauspielerinnen? (Eine Autorin mit DREI Schauspielerinnen. Aber das bekomme ich irgendwann auch noch hin!)