Mechanikerinnen machen’s besser

Ich muss es wohl eingestehen, der Versuch eine Seite über meine aktuelle Reise zu schreiben, ist kläglich an der Realität gescheitert: Es fehlt die Zeit. Also muss ich wohl „Über den Wolken“ offline schalten. Was bleibt mir übrig?

Ich werde also einzelne Erlebnisse in meinem Tagebuch – also genau hier – beschreiben, statt umfangreiche Informationen und Orte auf der Reiseseite zur Verfügung zu stellen. Was soll’s, es ist nicht das erste Mal, dass ich Projekte mangels Zeit aufgeben musste. Solange ich dafür weiterhin Bücher und Geschichten schreiben kann, soll es mir recht sein. Mir, genau, nicht meinen Lesern. Denn das hier ist MEIN Tagebuch, und ich schreibe, was ich will.
Wer’s lesen möchte: have fun. Wer nicht, weiß wo das X ist.

Apropos „fun“: Heute hatte ich den ersten Quickie mit einer Fremden nach vermutlich Jahren! Und zwar auf dem Flughafen von Yakutat/Alaska in einem halb verrosteten Hangar, in dem sie für gewöhnlich an Flugzeugmotoren schraubt. Sie war zwar nicht jünger als ich, wie ich es mir eigentlich vorgenommen hatte, doch auch nicht wesentlich älter. Viel wichtiger: Sie hatte ein verdammt hübsches Gesicht, LANGE Haare, annehmbar große Titten und einen angenehm breiten Arsch. (Allerdings noch nicht so ausladend, dass man ein Schild „Vorsicht Überbreite!“ gebraucht hätte.) Fast noch wichtiger: Sie hat nicht gefragt, ob ich wollte, sie hat mich einfach am Arm gepackt und hinter eine DHC-6 gezerrt. Ihr Finger war in meiner Uniformhose, bevor ich „Mach’s mir!“ stöhnen konnte und den ersten Orgasmus hat sie mir nach gefühlt fünf Sekunden verschafft. Ich hatte es aber auch wirklich nötig.

Nur nicht vorher fragen!

Die Frau hatte aber auch wirklich alles, was ich für solche Sachen brauche: frauliches Aussehen (männliche Gesichtszüge sind nicht mein Fall), lange Haare (kurz geht gar nicht), Lippenstift, Schmuck, Titten (Nippelhubbel tun‘s für mich nicht) und ein Arsch, den ich finden kann, ohne zuerst nachzuschauen zu müssen, ob sie einen hat. Und das Wichtigste natürlich: Sie muss noch unverschämter sein als ich, sonst wird mir langweilig. Frau kann mich gerne am Arm, am Hals oder den Haaren hinterher zerren, sie kann mich ungefragt küssen oder am Arsch packen – sollte mir das nicht passen, teile ich das freundlich mit. Aber eine, die mich erst fragen muss, produziert Wüstenklima zwischen meinen Beinen und Einöde in meinem Kopf. Dass ich selbst eine Tussi anmache, das passiert selten. HÖCHST selten bis gar nicht.
Na gut, unter „anmachen“ verstehe ich in diesem Zusammenhang, die Initiative zu ergreifen. Eine Frau scharf auf mich zu machen – das ist ein anderes Thema. Was allerdings in diesem konkreten Fall nicht nötig war, das hat meine Uniform erledigt. Sie wäre eine „Uniformschlampe“, hat sie mir hinterher lachend gestanden, was auch erklärte, warum ich meine Hose anlassen musste, als sie ihre Finger in mir drin hatte. Das sind mir sowieso die liebsten: Frauen, die wissen, was sie wollen, die sich nehmen, was sie brauchen und mir keine Märchen erzählen. Das Weib fickt Uniformen, keine Frauen – kurz gesagt. Soll mir Recht sein: Es war megascharf! Und höhepunkttechnisch äußerst zufriedenstellend.

Ihr seht: Ich habe keine Zeit für Reiseberichte.

Orgasmen mit Röhren

Zeit, um Musik zu hören.

Nicht wirklich Zeit, doch sich die Momente zu stehlen, gehört dazu. Außerdem kann man vieles auch tun, wenn man Kopfhörer trägt oder im Zweifel Ohrhörer. Für mich neue Sängerinnen zu entdecken, wie zum Beispiel Amy McDonald, das geht auch beim Arbeiten. Nicht, wenn ich mit Kollegen Routen bespreche oder im Cockpit sitze oder in Meetings, doch die Zeiten dazwischen stehle ich mir für Tidal und für meine Melomania-Ohrhörer oder meine Sennheiser Kopfhörer.

Ja, ich gebe zu, ich bin 100% audiophil, sehe es aber nicht ein (und kann es auch nicht), Zehntausende von Dollar dafür auszugeben. Vielleicht für Vinyls, aber nicht für Equipment. Musik kann man auch mit mittelpreisigen Hifi-Geräten hören.

Was ich jedoch nicht verstehe, wie Erwachsene Musik mit 20-Euro-Ohrhörern oder gar mit Handylautsprechern genießen können. Da bekomme ich musikalische Akne. Das ist keine Musik mehr, das ist Instrumentenmatsch. Krach. Während meines Studiums hatte ich auch keinen Penny, doch ich sparte sogar am Essen, um mir meine ersten 100-Pfund-Kopfhörer zu kaufen. Sony waren das, glaube ich. Eine Frage der Prioritäten? Mag sein. Meine Priorität jedenfalls, liegt auf Musik; ich will die Instrumente hören, und zwar einzeln, und ich will die Sängerinnen auf der Bühne „sehen“ und zwar nicht begraben unter einem Berg von Krach.

Ich liebe Musik. Ich liebe es, still und stumm zuzuhören. Ich liebe es, zu tanzen. Ich liebe es, mitzusingen. Alles zu seiner Zeit. Aber wenn man etwas liebt „ist das Beste gerade gut genug“.

„Das Beste“ bedeutet in diesem Fall, mit Hifi-Geräten seinen Wunschsound zu kreieren. Sobald das möglich ist, weiß man, dass man beim „Besten“ angekommen. Manche Leute lieben den knackigen Sound von Transistoren, andere den etwas matschigeren von nicht modifiziertem Mobil-Streaming. Ich brauche den weichen Klang von Röhren. Das macht Frauenstimmen sexy, rundet Bässe ab und verleiht sogar elektronischen Schlagzeugen eine gewisse „Echtheit“. Kurz: Röhrentechnik erzeugt Bühnen- und Live-Sound. Das geht bei mir so weit, dass ich beim mobilen Hören, wo ich nur kann, eben nicht mittels Kopfhörerausgang – und damit per eingebautem Billig-Vorverstärker – Musik genieße. Ich benutze die Line-Ausgänge meiner tapferen, von anderen ausgemusterten High-End-Minidisc-Walkmen. Ich schicke die Musik über kleine, batteriebetriebene Röhrenvorverstärker in meine Kopfhörer. In der einen Hosentasche den Minidisc-Player, in der anderen den Vorverstärker und meinen Sennheiser auf den Ohren.

Ja, Minidisc, in der Tat. Viele Audiophile bekommen alleine bei dem Wort Trommelfellkrämpfe. NOCH mehr Komprimierung als bei CDs? Das geht für viele ganz und gar nicht! Ich jedenfalls behaupte, dass der Unterschied zur CD erst mit richtig teuren Hifi-Geräten zu hören ist. Und ich rede hier nicht von ein paar hundert Dollar, sondern von 3000-Dollar-Kopfhörern. Wie gesagt: mit diesen Preislagen kann ich nicht mithalten. Davon abgesehen, hat jedes Musikmedium seinen ganz eigenen Sound: alte Beatles-Aufnahmen zum Beispiel, höre ich am liebsten mit meiner Vintage-Revox, mit Kassettenspielern oder
mittels alten Vinyls, die eben nicht neu gemastert wurden.

Ich bin ein Minidisc-Fan. Sie sind praktisch und eignen sich wunderbar zur Röhren-Klangaufbereitung. Sollte ich jetzt andere Audiophile verschreckt haben: Jeder hat andere Ohren und andere Vorlieben. Wie beim Sex.

Meine musikalischen Orgasmen entstehen mittels Röhren nach Vinyl- oder Minidisc-Vorspiel.


Und dann gibt es da noch meine Bücher:
https://tinyurl.com/y38cg4ur

Apropos Leidenschaft

Ein neuer Tag und – Arbeit.

Für gewöhnlich habe ich ja keine Probleme mit einem Montag. Gut, heute ist das auch nicht anders, doch ungewöhnlicherweise steige ich nachher mal wieder in die Bombardier und fliege die Küste hoch bis nach Seattle. Von dort fliegt das Filmteam, das ich transportieren werde, mit kleineren Maschinen weiter nach British Columbia. Für mich geht es dann wieder leer zurück.

Leerflüge sind ziemlich doof. Sie sind zum einen langweilig und zum anderen natürlich teuer. Ich habe gerne Passagiere dabei, auch wenn ich Menschen im Allgemeinen nicht leiden kann. Zumindest hat man dann das Gefühl, als würde man etwas Nützliches tun. Gewöhnlich ist das ja auch so. Und wenn mir irgendwer auf die Nerven geht, kann ich ja immer noch die Tür zum Cockpit geschlossen lassen (was ja eigentlich immer der Fall sein sollte, ähem).

So oder so, freue ich mich mal wieder die Bombardier zu pilotieren. Wer mein Tagebuch verfolgt, weiß, wie sehr ich das Flugzeug mag. Die Dash8 ist keine 737, sie ist viel langsamer, kann lange nicht so schnell und so hoch steigen – sie ist eben eine Turboprop. Dafür ist sie auch wesentlich einfacher gestrickt und ich brauche nur die Hälfte der Zeit, um sie startklar zu machen. Im Vergleich zu den Jets, die ich bisher geflogen habe, ist das Flugzeug bei der Landung nicht gerade das stabilste, sie geht leichter quer, ist ein wenig bockig. Aber wenn man das weiß, ist es kein Problem und macht sogar ein wenig Spaß. Eine Landebahn mit etwas Ruder und leicht quer angeflogen, erinnert daran, wie das Fliegen für einen Piloten eigentlich sein sollte: ein wenig abenteuerlich. Nicht, dass das in irgendeiner Weise gefährlich wäre, bewahre. Aber es sieht lustig aus. Und fühlt sich lustig an.

Was die wenigsten Leute wissen, ist, dass die großen propellergetriebenen Airliner sogar sicherer sind als Jets. Gründe dafür gibt es einige, zum Beispiel die besseren Flugeigenschaften mit nur einem funktionsfähigen Triebwerk, aber auch noch vieles andere. Mein Tagebuch ist nicht der Ort darauf näher einzugehen, ich wollte es nur einmal erwähnt haben, weil sich viele Leute immer noch in solchen propellergetriebenen Kurzstreckenflugzeugen unwohl fühlen.

Eigentlich sollte das hier gar kein Flugzeug-Post werden. Manchmal geht eben die Leidenschaft mit mir durch …

Apropos Leidenschaft: wo ist mein Vibrator? Jetzt muss ich gleich aus dem Haus und hatte immer noch keinen Orgasmus. Keine gute Art einen neuen Tag zu beginnen!


Und dann gibt es da noch meine Bücher:
https://tinyurl.com/y38cg4ur

Hörorgasmus

Weihnachten ist noch lange nicht vorbei.

Schlimm? Oder gut?

Ich bin nicht sicher, doch ich habe auch keine Lust darüber nachzudenken.

Ich schaue mir lieber das kleine Plastikmodell des Airliners an, den ich fliege. Das Joana mir geschenkt hat. Zusammen mit der Dreifachvinyl „Bridges To Buenos Aires“ von den Stones. Eine Live-LP, die ich schon immer haben wollte, mir aber irgendwie nie gegönnt habe.

Man wird so faul wegen der ganzen Streamerei. Und seitdem es für Audiophile wie mich auch noch echtes Hifi-Streaming gibt – Ich sage nur: Tidal Masters! – gehen einem solche Sachen manchmal durch die Lappen. Mir jedenfalls.

Wie auch immer: Phonoamp, Preamp und Amp anschalten Platte auflegen, Nadel drauf, Augen zu – und ab nach Argentinien!

Konzerte sind ja heutzutage anders nicht mehr drin.

Hat aber den Vorteil, dass Frau beim Hörorgasmus masturbieren kann. Nicht wegen Jagger – Yuck! – sondern wegen Keiths Gitarre.

Ich darf doch sehr bitten!

Nicht, dass da noch Reste…

Miranda hat angerufen und mich gefragt, ob es jetzt wirklich amtlich sei, dass ich aufhöre.

Eigentlich hatte ich ihr das bereits mitgeteilt, doch diesmal habe ich ihr gesagt, dass ich mindestens zwei Monate Auszeit nehmen würde. Verlängern kann ich immer noch.

„Zwei Monate?!“

„Mindestens.“

„Und ich soll dir solange deinen Job freihalten?“

„Wegen mir kannst du dir auch einen Elefanten kaufen und gemeinsam mit ihm Ballettunterricht nehmen.“ Manchmal muss man deutlich mit seiner Chefin sprechen, damit sie kapiert, was man meint.

Sie hat dann aufgelegt. Gut. Sie nervt sowieso, weil sie sich nicht entscheiden kann, ob sie nun Sex will oder nicht. Scheiß Heteros!

Und dann hat Joana angerufen und per Zoom geweint. Sie will nicht, dass ich ausziehe. Ich auch nicht, doch da wo wir wohnen ist zuviel USA für meinen Geschmack.

Kaum ist das Gespräch beendet, ist Miranda wieder dran: „Würde es helfen, wenn wir Sex hätten?“

Hä? Kann die Gedanken lesen?

„Bei dir oder bei mir?“ Und wieso will die eigentlich unbedingt, dass ich arbeite? Ist das legal?

„Das nimmst du jetzt echt ernst, Tammy?“

„Sex ist eine ernste Angelegenheit.“ (Zumindest für mich.)

„Okay.“

„Was ‚okay‘?“

„Ich probier’s.“

„Was?“

„Lesbensex.“

„Soso…“ Ich weiß, es ist ein Trick.

„Aber nur, wenn mein Mann dabei ist.“

Wusste ich es doch!

„Solange er seine Finger und andere abstehende Teile bei sich behält…“

„Deal.“

„Er kann sich gerne einen runterzuholen.“

„Du bist unmöglich, Tammy!“

„… aber in die andere Richtung spritzen.“

„TAMMY!“

„Man muss doch die Regeln festlegen.“

„Willst du jetzt, oder nicht?“

„Schluckst du das Zeug eigentlich auch?“ Das Thema beginnt mich zu interessieren.

„Jetzt wirst du unverschämt!“

„Nicht, dass da noch Reste in deinem Mund…“

Und schon ist mein Bildschirm leer: Gespräch beendet.

Heteros sind aber auch empfindlich!

Bis zu 20.000 Menschen…

…sehen jeden Tag meinen Tagebuch-Blog „Liebe, Sex und Ozeane“ und rund 15.000 haben ihn abonniert. Nicht schlecht für eine unabhängige deutschsprachige Autorin, wie ich finde.

Natürlich trauen sich die Allermeisten nicht zu kommentieren, denn – wie könnte es anders sein: Frau will sich natürlich nicht als sexuelles Wesen outen. (Und Mann hat Angst, in eine Schablone gepresst zu werden.) Alles vor dem Hintergrund, dass Tammy nicht nur lesbisch sondern auch noch polyamor ist, und ein mehr als aktives, nahezu tabufreies Sexualleben führt. Von ihrem brutal offenen Schreibstil einmal ganz abgesehen. (Er wird auch gerne „ordinär“ genannt.)

„Liebe, Sex und Ozeane“ ist eine Art Fortsetzung meiner Romane „J.- Die ersten 20 Stunden“ und „J. – Forever“ ist, von denen frau ungerne zugibt, sie mehrfach zu lesen. Gerne auch mit eingeschaltetem Vibrator.

Warum ich das alles aufschreibe?

Weil ich mich jeden Tag aufs Neue freue, so viele Menschen zu erreichen und ich weiß, dass sie auf immer neue Einträge warten.

Was mich ein wenig stört ist, dass ich mich, was die ausgewählten Fotos betrifft, an diktatorisch bestimmte, sogenannte „Community Standards“ halten muss. Zumindest, was die Titelbilder der Einträge betrifft. Aber wir leben nunmal in den 2000ern – und die sind durch die exzessive Nutzung der sozialen Medien und die unkontrollierte Vermehrung sogenannter „FeministInnen“ so prüde geworden, wie das viktorianische England. Frauen, die eine Unterdrückung durch eine andere austauschen wollen.

Leider muss ich das in letzter Zeit immer mehr tun: mich aufregen. Aber ich versuche es zu minimieren. Versprochen. (*gekreuzte Finger hinter dem Rücken)

Okay, jetzt nicht wieder aufregen, dies soll ja ein positiver Post werden!

Okay, wo war ich?

Ach ja: 20.000! Geil, oder? Zugegeben: nicht zu vergleichen mit einem genialen Orgasmus. Trotzdem…

Da wir gerade darüber sprechen? Wie viele hattet ihr letzte Nacht? Bei mir waren es vier. Hätten mehr sein können. Aber dafür waren sie ausgesprochen geil. Dreimal mit Gabbys enormen Titten über meinem Gesicht, einmal mit ihrer Möse an gleicher Stelle. Kommt ihr auch so gerne mit einem Nippel im Mund, einem Plug im Arsch und einem Scheck auf dem Tisch?

Hach ja… Erinnerungen an die vergangene Nacht.

Aber ich bin sicher, dass uns heute auch noch etwas Brauchbares einfallen wird.

Liebe, Sex und Ozeane: Prüde ist anders

Orgasmus-Marathon

Eigentlich bin ich nach der Sache unter der rechten Tragfläche ja viel zu schwach zum Fliegen.

Dass Mazikeen es aber auch immer gleich so übertreiben muss! Ich meine, 3 oder 4 Höhepunkte sollten doch wirklich reichen, oder? Doch sie macht weiter und weiter…

Meine Knie sind so weich, dass ich kaum noch laufen kann! Ich sollte immer ein Handtuch tragen, damit ich es nach zu vielen Orgasmen werfen kann! Oder ein weißes Fähnchen oder so… Ich weiß überhaupt nicht, wo die ganze Nässe überhaupt herkommt!

Wie auch immer…

Beim Fliegen muss ich ja nicht laufen, richtig?

Ich sitze in diesem Cockpit und staune: Wunder über Wunder aus den Siebzigern! Allein dieses Spritsystem! Und dieses Doppelinstrument für Manifold und Spritverbrauch! Geil!

Natürlich sind heutige Flugzeuge tausend Mal moderner. Mit dem ganzen Elektronik- und Computerschnickschnack. Zugegeben: Auch diese Bonanza hat ein eingebautes Touchscreen-GPS, doch der Rest: Coole fünfzig Jahre alte Technik! Krass geil!

Warum fahre ich eigentlich so auf diesen alten Kram ab? Runde Instrumente auf die man klopfen muss, um sicher zu gehen, dass der Zeiger nicht hängengeblieben ist, Knöpfchen mit Porzellankopf statt Plastikhülle und metallischem „Klick“, Benzinhähne aus Gusseisen auf dem Boden zum Umschalten der Tanks, kleine Fenster im Fenster, die heruntergeklappt werden und Spiegel zum Überprüfen der Tragflächenvereisung.

Ich könnte noch ewig so weitermachen, doch dann werde ich nur wieder nass und Maze fühlt sich bemüssigt mit dem Orgasmusmarathon weiterzumachen.

Nix gibt’s! Ich will fliegen!

Wie ein heulender Coyote

Nass wie ein Pudel im Wolkenbruch.

Ja, das war ich.

Die Unverschämtheit dieser Frau war einer der Gründe für die Überflutung.

Ich meine, das muss man sich mal vorstellen: Ich stehe an der Wand, die Beine leicht geöffnet, damit sie besser an alles kommt was sie erreichen will – und ich möchte, dass sie es erreicht – und als ihre Bemühungen erfolgreich sind:

Bang!

Nichts ist mehr!

Sie hört auf, einfach so! Mein Körper und ihr Finger haben nicht mehr als ein paar Sekunden gebraucht um mich abheben zu lassen – und dann ist ihr Finger weg! Wie bei einem Flugzeug das abhebt – und dann fallen alle Maschinen gleichzeitig aus. Nichts ist mehr mit dem Höhenflug. Wenn alle Maschinen gleichzeitig ausfallen, gibt es nur noch eines: Absturz!

Ihr Finger verschwindet genau in dem Moment in dem er mich eine Millisekunde vor den Orgasmus gebracht hat. In dem Moment als es kein Zurück mehr gibt, in dem Moment in dem mein Körper den Rest ganz alleine kann und sich und mich über die Grenze bringt. Er lässt mich abheben und eine winzige Sekunde fliegen. Und dann:

Bang! Die Berührung stoppt.

In dem Moment, in dem ich sie am meisten brauche.

Der Höhepunkt ist da und gleichzeitig bricht er zusammen!

„Hände weg!“, sagt sie rauchig und trocken und geht zur Minibar.

Ich klatsche meine Handflächen an die Wand und ich heule auf wie ein hungriger Coyote als mein Körper krampft und nach Berührung schreit.

Hungrig nach Berührung.

Mein zusammengebrochener Orgasmus lässt auch mich zusammenbrechen.

Ich rutsche jammernd an der Wand herunter, weil mein Körper die Kraft verloren hat, um sich auf den Beinen zu halten, weil er seine gesamte Energie braucht um in meinem Unterleib alle Krämpfe der Welt toben zu lassen.

Bis ich – angespannt und mit gebogenen Zehen und verkrampften Fingern am Boden ausgestreckt die letzten Krämpfe des zerstörten Orgasmus ertrage.

„Ich überlege mir, wann ich dir mehr erlaube.“

Dann höre ich den leisen Klick, der entsteht, wenn man eine neue Colaflasche öffnet.

Mehr erlaubt?, denke ich und: Das kann ja heiter werden!

Fickmaschine

Ich bin nicht der Typ für diesen Angry-Sex.

Man sieht es schon daran, dass mir noch nicht mal das deutsche Wort dafür einfällt.

Und da ich jetzt eine eigene Kabine besitze, weiß ich auch wohin ich gehen muss, wenn ich sauer bin und meine Ruhe haben will.

Dort wartet keine Frau, die mir Vorwürfe machen will oder wird, sondern Vibratoren und eine fuck machine (Fickmaschine?) und die quatschen nicht dumm herum oder zeigen mir die kalte Schulter. Und ich muss auch nicht aufpassen, von welchem Dildo ich mich als nächstes ficken lasse. Keiner ist sauer auf den anderen.

Herrliche, friedliche und vor allem auch befriedigende Welt. Und wenn man müde von einer Schicht an Deck kommt, will man nicht sehr viel mehr als einen unkomplizierten Fick mit ein paar unkomplizierten Orgasmen, einen Tee, der nach Tee schmeckt und ein Schlafstätte für den Schlaf danach.

Ich jedenfalls.

Meine bunten Sexspielzeuge bieten das Eine, meine kleine Küche das Andere und meine kleine Spielwiese sowieso.

Was jetzt nicht heißt, dass ich die Angelegenheit nicht mit einer anderen Frau teilen würde. Nur eben nicht mit denjenigen, die sich partout gar nicht mehr arrangieren wollen.

Irgendwie bin ich sogar froh, dass Mazikeen nicht zur Hand ist, weil sie im Moment das Boot kommandiert und durch die Zwei-Meter-Wellen steuert.

Manchmal bin ich eben ganz froh für etwas Alleinzeit.

Und für meine Fickmaschine, denn die bekommt gerade meine ganzen hässlichen Emotionen zu spüren!

So ganz normal

Sex haben…

So ganz normal. Und süß.

Normal gibt es nicht und süß ist lustig. Aber beides ist herrlich von Zeit zu Zeit. Vor allem mit Joana.

Sie in meinen Arm zu nehmen, meine Hand zwischen ihre Beine zu legen und sie zu küssen bis die Welt untergeht. Und sie dann ganz langsam und zärtlich zu berühren.

Bis sie schreit.

Ja, sie schreit. Hätte ich anfangs nie gedacht. Aber es ist herrlich.

Tammy

Akustisch-vaginaler Orgasmus

Es ist später Vormittag, als Joana an Deck klettert.

Sie blinzelt in die Sonne: „Das ist ja kaum auszuhalten, da unten! Eine Affenhitze.“

Joana zu fragen, ob sie sich eingecremt hat, ist ungefähr so, als würde man Leute fragen, die zur Arbeit unterwegs sind, ob sie sich angezogen haben.

(Nicht, dass Joana irgendein Kleidungsstück am Körper hätte. Dass die Frauen an Bord so oft wie nur möglich nackt sind, ist eine Grundregel auf meinen Booten. Warum nicht die Männer? Blöde Frage!)

Joana ist NIEMALS ohne irgendwelche Cremes unterwegs. Ich wundere mich immer, dass sie mir nicht aus der Hand glitscht.

Sie benutzt nicht nur Tages- und Nachtcremes; meiner Ansicht nach hat sie jeder Stunde ihres Tages ein extra Töpfchen zugeteilt. Sie ist besessen mit ihrer Hautpflege. Sowas würde mich zum Wahnsinn treiben! Nein, eigentlich treibt es mich zum Wahnsinn, weil ich ihr die Hälfte der Zeit zuschauen muss, wie sie ihrer Haut Feuchtigkeit zuführt, wie sie Öle einreibt, Härchen auszupft und auf diese Verletzungen dann Zaubercremes aufträgt und… GRAU. EN. HAFT!

Zugegeben: Ihre Haut und sie sehen 20 Jahre jünger aus, als in ihrem Ausweis steht.

Allerdings würde ich diese Zeit lieber nutzen um zu leben.

Jedem das seine…

„Wie geht es Gabby?“, frage ich.

„Gut. Ich glaube sehr gut. Sie ist aufgewacht, hat mit Eva herumgealbert und hat dann nach dir gefragt.“

Die Reihenfolge hätte ich mir zwar eher umgekehrt gewünscht, aber gut.

„Ist sie nackt?“, frage ich.

„Hast du auch nochmal was anderes im Kopf?“

„Muss ich?“

In diesem Moment taucht Gabbys blonder Schopf aus der schwülen Dunkelheit des Salons auf.

„Äh…“,flüstere ich Joana zu: „Wenn sie nicht mehr krank ist, wieso hat sie dann noch was an?“

„Ach, halt den Mund, Tammy!“

Pah!

„Gefällt dir vielleicht nicht was ich anhabe?“, lächelt Gabby.

MIST! Sie hat mich gehört!

Ich drehe mich zu Ken um und mache ein Zeichen, die Segel zu killen. Geben wir allen ein wenig Pause von drei Tagen Dauersegeln.

„Vorsicht!“, ruft er Joana und Gabby zu und rät ihnen sich ein wenig zu ducken, während er das Ruder dreht um das Boot in Eisen zu legen.

Wir poltern über die kurze Dünung.

Ablenkung.

„Du siehst rattenscharf aus!“, gebe ich schließlich zu, aber beschwere mich gleichzeitig bei Gabby: „Aber wir sind hier auf meinem Boot und nicht in einem Film!“

Meine Regeln sind meine Regeln.

„Habe ich dir nicht gesagt, du sollst den Mund halten, Tammy?“, zischt Joana erneut.

„Ja, halt den Mund, Captain“, lächelt jetzt auch Gabby, nimmt meinen Kopf in beide Hände und küsst mich auf eine Weise, die mir den Boden unter den Füßen wegzieht. Eigentlich wegreißt. Meine Knie werden so schwach, dass ich mich rückwärts anlehnen muss, um nicht wegzuknicken.

„Sorry für das Hemd“, haucht Gabby mit ihrer rauchigen, mit purem Sex aufgeladenen Stimme. Wie halten es die Menschen, die diese Schlafzimmerstimme ständig hören müssen, nur in ihrer Umgebung aus?

„Möchtest du mir das Hemd ausziehen?“ Ihre Stimme bohrt sich ohne Umwege in meine Möse, macht einen leichten Schwenk nach oben und drückt massiv auf den G-Punkt.

„RUNTER, DU IDIOT!“, brüllt Ken den Norweger an, der die Szene mit offenem Mund betrachtet und dabei beinahe über Bord geht.

Ich zittere. Aber ganz bestimmt nicht wegen Elias, dem Idiot.

Alles, an was ich im Moment denken kann, ist der obere Knopf des weiten, weißen Hemds, das locker über ihre enormen Brüste fällt.

Ich hasse winzige Knöpfe. Vor allem bei anderen.

„Soll ich dir helfen?“, hauchen ihre Lippen.

Sie muss ein ganz klein wenig zu mir aufschauen, sie ist nämlich noch kleiner als ich. Unfassbar aber wahr. In ihren Filmen wirkt sie nämlich wie ein 1,80 Meter großes Laufstegmodel zzgl. Brüste. Warum sind diese Superstars alle so winzig? Damit der Regisseur keine Komplexe bekommt?

Den ersten Knopf habe ich aufgezittert. Als ich am zweiten ziehe, offenbaren sich schon die D-Brüste darunter. Ich widerstehe dem Drang hineinzugreifen und sie herauszuholen. Wie kann jemand so klein sein und solche enormen Teile besitzen?

Ich muss mit dem Kopf ein wenig näher heran, damit ich den winzigen weißen Knopf durch das Loch bugsieren kann.

„Danke“, flüstert Gabby.

Ich glaube, ich habe einen Orgasmus. Einen akustisch-vaginalen.

„Für was“, stammele ich und mache mich an den vorletzten, nicht ohne beide Hemdseiten einmal kurz wegzuschieben und mir die Pracht darunter zu betrachten.

„Für Eva“, flüstert sie.

„Die ist nicht von mir. Und ich lasse sie mir auch nicht andrehen!“ Manchmal kann ich mich halt nicht bremsen… Nennt mich Chandler.

Der dritte Knopf war einfach und Gabby ist jetzt quasi nackt. Der vierte ist nur noch Formalität. Wie zwinge ich meinen Mund nur, sich nicht an einem der beiden Nippel festzusaugen?

Als die Formalität mit den Knöpfen erledigt ist, habe ich Gabbys ursprüngliche Aufforderung völlig vergessen, denn ich lasse das Hemd los und schaue zu, wie der Wind abwechselnd die rechte und die linke Brust freilegt. In schöner Regelmäßigkeit.

„WENN DU JETZT NICHT AUFHÖRST ZU STARREN, LASSE ICH DICH AM MAST AUFKNÜPFEN!“

Hä?

Ah, verstehe: Ken meint den Norweger, der schon wieder auf Gabbys D-Pracht starrt. Man kann es ihm nicht verdenken, denn in ihren Filmen scheint man jedes Mal die Pracht ein wenig kaschieren zu wollen und verteilt ihre Brüste immer ein wenig unter den Oberteilen. Aber erst einmal rausgeholt…

„Auf was wartest du?“

Hä?

„Wolltest du mir das Hemd nicht ausziehen?“

Ich kann nicht mehr, ehrlich!

Ich taumele gegen die Wand des hinteren Aufbaus, in dem die Mannschaftsquartiere liegen. Meine Knie sind immer noch weich.

„Was war nochmal mit Eva?“. stammele ich völlig idiotischerweise, weil mir gerade nichts Besseres einfällt: „Geht es ihr gut?“

Geht es ihr gut? Bist du jetzt vollkommen bescheuert, Tammy?

„Ich dachte, du kannst Kinder nicht leiden?“, lächelt Gabby: „Sie scheint total in dich verknallt zu sein. Und sie nennt dich ‚Captain‘.“

Verdammt! Ich will keine Komplimente von dem Balg, ich will die Mutter ficken!

„Was hast du mit ihr gemacht?“

„Hä?“

„Sie hat gesagt, du hättest sie ins Bett getragen. Und du hättest ihr einen Kuss gegeben.“

„EINEN KUSS?! Äh nein, das war… Gar nichts… Völlig platonisch… Ich meine – gute Nacht und so! Ich schwöre!“

Joana prustet los: „DU HAST IHR EINEN GUTE-NACHT-KUSS GEGEBEN? DUUUU???!!!“

„Nein, nein, nein! Das war SIE und… Ach, FUCK YOU!“

„Was ist jetzt mit dem Hemd?“

Welches Hemd?

„Hä?“

„Wolltest du mir nicht das Hemd ausziehen?“

Äh… Stimmt… Daher die Knöpfe… Das überlebe ich nicht! Vor allem, weil mir gerade auffällt, dass Gabby das Höschen weggelassen hat!

An meinen Beinen läuft alles herunter, was mein Körper zu bieten hat.

„Sex“, sage ich.

„Bitte?“, fragt Gabby.

„Manchmal sagt sie so komische Sachen. Der Zusammenhang ergibt sich aber meistens später“, erklärt Joana.

„Sex ist verboten!“, schiebe ich nach.

„Aha“, sagt Gabby.

„An Deck“, füge ich an: „Sex an Deck ist verboten, solange hier Ständer herumlaufen!“

Ken starrt mich an. Joana starrt mich an. Gabby starrt mich an.

„TYPEN! TYPEN herumlaufen!“, verbessere ich mich und zeige auf den Norweger.

Gabby starrt immer noch. Joana legt den Kopf schief und erklärt: „Deine Titten haben sie verwirrt, Gabby.“

„Wirklich?“ Gabby schaut an sich herunter.

„Der zählt aber nicht“, beeile ich mich nachzuschieben und zeige auf Ken: „Der ist schwul!“

Joana vergräbt ihr Gesicht in den Händen während Ken die Augen verdreht: „Manchmal hat sie das“, meint er schulterzuckend und kopfschüttelnd zu Gabby: „Dann ist ihr Hormonhaushalt durcheinandergeraten.“

Gabby wendet sich an Joana: „Sind Lesben immer so?“

„Keine Ahnung. Ich kenne nur eine.“

„Wieso? Wie bin ich denn?“, will ich wissen. Ich habe mich einen Moment von Gabbys Brüsten losreißen können. Das Problem ist, wenn man jeden verfickten Film dieser Frau kennt und man sich wieder und wieder vorstellt, wie sie wohl aussehen mag und man schließlich ihren Body auspacken darf – selbst auspacken darf – wie soll man da noch klar denken können?

Einen Moment lang stelle ich mir vor, wie es wohl aussehen würde, wenn Joana und Gabby… Aber nur einen Moment…

„Du küsst – na ja, dieser Kuss war – göttlich!“, lächelt Gabby. Fast hört es sich an, als würde sie davon schwärmen.

Ja, klar… Ich hatte überhaupt nichts gemacht! Ich war so perplex gewesen, dass meine Zunge wie ein toter Hamster in meinem Mund herumgelegen hat. Göttlich… Lächerlich!

„Äh…“, werfe ich ein.

„Ja, küssen kann sie“, bestätigte Joana: „Damit hat sie mich auch rumgekriegt.“

Fuck! Müssen die sich über sowas unterhalten? Ich kann doch nicht noch nasser werden, verdammt! Und überhaupt ist das alles Quatsch! Wenn hier einer küssen konnte, dann war das Joana. Und das verschenkte sie immer wieder an – MÄNNER!

„Ziehst du es mir jetzt aus? Ich dachte, wir müssen nackt sein an Deck?“

Ich nickte.

Als ich das Hemd über ihre Schultern nach unten ziehe, treten mir Tränen in die Augen. Fuck, was ist denn da los?! Ich bin vollkommen durcheinander!

„Weißt du“, haucht Gabby als ich ihr die Ärmel über die Hände streife, die sie dicht an den Körper angelegt hält: „Jemand, in den sich meine Tochter verliebt…“ Ihr Mund ist ganz dicht vor meinem: „…der kann mit mir machen was er will.“

FUUUUCK!!!

„Alles. Alles, was du willst!“ Purer Sex in ihrer Stimme. Lange Fäden an meinen Oberschenkeln.

Ihr sexuell aufgeladener Atem explodiert direkt vor meinem Mund. Ich zucke zusammen. Durch meine Beine rast ein Kribbeln. Es beginnt bei den Knien und jagt nach oben. Mein Bauch zieht sich zusammen.

Gabby gibt mir ein kleines Küsschen auf die Lippen. Und ich habe ein kleines Höhepünktchen. Mehr Flüssigkeiten habe ich sowieso nicht mehr zu bieten.

„Eines noch“, fragt Gabby und grinst: „Was meint Eva eigentlich damit, dass du nachts immer brummst?“


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Dieses Tagebuch beginnt in meinem neuen Roman:

J. – Forever

von Andrea Downey-Lauenburg

Als Taschenbuch und Ebook bei Amazon


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Kreuzweise

Und ja: Sex ist immer noch wichtiger!

Ich sage jetzt nicht wichtiger als was, ich sage einfach nur: wichtiger.

Wenn es da unten nass wird, sich ganz langsam etwas hineinschiebt und die Berührungen beginnen…

…DANN KANN MICH DIE GANZE WELT MAL KREUZWEISE!


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Dieses Tagebuch beginnt in meinem neuen Roman:

J. – Forever

von Andrea Downey-Lauenburg

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Rammeln wie Bugs Bunny

Fünf waren das eben. Fünf!

Ich weiß ja nicht, wie das bei anderen ist, doch fünf Höhepunkte hintereinander sind für mich schon ziemlich gut.

Normalerweise ist bei Drei Ende. Wenn ich es mir selbst mache eigentlich immer nur zwei. Mehr werden es beim Masturbieren nur, wenn ich einen Sexabend mit mir selbst daraus mache.

Einmal hat mir eine sieben plus verschafft. Das plus deswegen, weil ich mir nicht sicher bin, wieviele das im Endeffekt waren und über welchen Zeitraum ich das eigentlich zählen soll. Ausserdem war ich gefesselt gewesen und sie hat tausend Dinge mit mir gemacht und ich bin mir heute nicht mehr sicher, welche davon Höhepunkte und welche reine Schmerzen waren. Manchmal geht das ja sowieso ineinander über.

Heute war der erste Orgasmus wirklich verrückt. Maze hatte ihre Finger in mir drin und es gab keine andere Berührung als die meiner Möse tief drinnen und das Umkreisen und Pressen des G-Punkts.

Den Höhepunkt habe ich überhaupt nicht gespürt. Ich habe mich zwar aufgebäumt und geschrien – doch da war nichts! Gemerkt, dass es einer war, habe ich nur daran, dass sich außen plötzlich alles anders angefühlt hat.

Ihr kennt das.

Die nächsten beiden waren ganz regulär: mit sanften, langsamen – gaaaaaaanz langsamen – Fingern, in der Nähe, an, um und auf der Klit. Ab und zu mal kurz rein – aber nicht die gängige Zwei-Finger-Lesben-Fingerfickerei. Die kann ich sowieso nicht leiden.

Mit einem Strap-on rammeln wie Bugs Bunny – gerne. Aber nicht mit den Fingern.

Wer mich richtig schreien hören will, der macht es langsam, unregelmäßig, unerwartet. Der beginnt, hört auf und quält und reizt mich in Zeitlupe bis ich explodiere. (Dann hat die Partnerin auch weniger Streß und muss sich nicht so anstrengen.)

Und nach dem „BÄÄÄÄM!“ einfach so weiter als wäre nichts geschehen.

Ich belohne das mit Schreien, die noch zwei Inseln weiter die Krabben aus den Löchern treiben.

(Wer mich jammern und heulen hören will, hört einfach ein paar Mal kurz vor dem Orgasmus auf. Spätestens nach dem fünften Mal fange ich an zu betteln wie ein verhungernder Mönch.)

An den Höhepunkten vier und fünf waren dann Mazikeens Mund, Zähne und Zunge schuld. Und ein bis zwei ihrer Finger in meinem Arsch.

Der Arsch war dann der Kick. Wie üblich.

Sex ist schon irgendwie geil.

Ich kann diese Zwei-Finger-Lesben-Fingerfickerei nicht leiden

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J. – Forever

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35.040 Orgasmen

Ob wohl jemals einer versucht hat, seine Höhepunkte zu zählen?

Nein, nicht die an einem Tag, das kann ja jeder. Fünf oder sechs, sieben oder acht – soweit kommt ja nun wirklich der oder die dümmste.

Nein, ich meine von Anfang an!

Eigentlich gibt es ja alles auf der Welt.

Wenn ich mal so von durchschnittlich drei bis fünf – nehmen wir die Mitte, also vier pro Tag ausgehe, dann sind das pro Jahr 365 * 4 – moment, Taschenrechner:

1.460 Orgasmen. Mit und ohne fremde Hilfe.

Gehe ich nun – konservativ gerechnet – vom 12. Lebensjahr als Beginn aus, dann hätte ich, bis ich 22 war, 14.600 geschafft und bis heute, moment bitte, Taschenrechner:

35.040 Höhepunkt geschafft.

Ganz schönes Beckenmuskeltraining!

Und wenn ich bedenke, dass ich die 4 nur eingesetzt habe, damit die anderen Mädels nicht so neidisch sein müssen…

Mit und ohne fremde Hilfe

Ja, ich weiß auch, dass vier am Tag etwas wenig sind, doch ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich manchmal vor lauter Streß nicht zu mehr als zwei komme. Aber das gleicht sich über die Woche immer wieder aus.

Und wenn ich hin und wieder diese Horrorstorys von Leuten lese, die angeblich tagelang ohne auskommen… Warum schreiben die sowas? Das geht doch gar nicht!

Peng!, würde es machen und Tammy wäre geplatzt. Wie ein roter Luftballon.


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Sexy Finger

Sex macht den Kopf klar.

Jedenfalls meinen. Allerdings half er mir diesmal nicht eine Entscheidung zu treffen.

„Reicht! Ich sterbe!“

Mazikeens Kopf tauchte grinsend zwischen meinen Beinen auf: „Du lässt nach.“

„Ich muss dauernd daran denken, was ich jetzt machen soll.“

„Ich habe da so eine ganz abwegige Idee: Du könntest einfach mal ans Telefon gehen, wenn es das nächste Mal klingelt.“ Sie zeigte auf mein Handy, das auf dem Nachttisch lag. Dann öffnete sie den Mund und saugte alles Mögliche da unten hinein.

„Fuuuuck!“, stöhnte ich.

Sie ließ mich frei, nur um kurz darauf wieder unanständige Sachen mit ihrer Zunge zu machen. Bei Maze war es nicht ich, die zu entscheiden hatte, wieviel Orgasmen ich bekommen würde. Offenbar hatte noch einer gefehlt.

„Weisst du, dass die Sache im Diner eigentlich unheimlich sexy war?“

Maze krabbelte unter der Decke hervor: „Hast du beim letzten Orgasmus daran gedacht?“

„Ne. Nur beim ersten, zweiten und dritten Mal“, antwortete ich wahrheitsgemäß. Mir war allerdings nicht so klar, was so sexy daran sein sollte, jemandem zuzuschauen, wie er an einem Salatblatt herumnagte.

„Quatsch!“, meinte Maze: „Es waren garantiert ihre Finger mit den Pommes von dir. Ihre Finger SIND nämlich sexy.“

„Wahrscheinlich“, nickte ich und ließ das Handy leise vor sich hin klingeln.

Sexy

Ihr seid doch alle kleine Schlampen

Ich bin schon wieder wach.

Richtig: DAS geht immer. So mancher Mann würde mich darum beneiden. Darum, dass es immer geht, meine ich. Na ja nicht immer, aber meistens.

Dass ich hingegen so gut wie immer möchte – DAS sei dann schon eher ungewöhnlich, meinen Joana und Maze in schönen Einvernehmen. Ungewöhnlich – wir vermeiden Wörter wie nicht normal oder pervers wo es nur geht. Jeder ist eben anders. Es kann ja auch nicht jeder Bücher schreiben.

Dass ich so gut wie immer möchte, beschert mir den großen Vorteil, dass ich meinen Lesern ständig etwas zum Thema Sex präsentieren kann. Wenn ich mir vorstelle nicht dauergeil zu sein – wie langweilig wäre das?

Immerhin sind meine Leserinnen allesamt selbst kleine Schlampen. Oder warum lesen sie sonst die Sachen, die ich schreibe?

Es kann ja wohl nicht sein, dass sie das brauchen, damit sie selbst Sex haben können…?

Whatever…

Wo war ich? Ach ja: Schlampe!

Schlampe sein ist cool. Genauso wie Frauenheld. Die Wörter klingen zwar leicht unterschiedlich, doch im Endeffekt besagen sie das Gleiche. Wir sind cool, jede will uns und wir wollen immer.

Und man stelle sich mal nur die ganzen Orgasmen vor! Sie verschleissen zwar Frauen, kosten Batterien und man muss darauf achten, immer ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, doch sie machen mehr Spaß als eine Nacht mit den besten Freundinnen, Eis, Crackers und F.R.I.E.N.D.S.

Und was machen Schlampen, wenn sie mit dem Tagebucheintrag fertig sind? Genau: Sie gehen an Deck und segeln weiter.

Tittentechnisch

Das Wetter wird besser.

Wir sind am ganz frühen Morgen Richtung Great Abaco ausgelaufen. Wir nutzen den letzten Wind aus, denn am Freitag erwarten wir eine Flaute.

Vor dem 10. oder 11. Februar wird Joana sowieso nicht hier sein, das ist jedes Jahr das Gleiche. Und dann kommt es noch darauf an, ob direkt nach den Oscars Drehs angesetzt sind. Was öfter als nicht vorkommt, da diese elende Award Season der gesamten Industrie ein enormes Loch in den Kalender schlägt.

In meinen auch. In den für mein Schlafzimmer.

Tittentechnisch.

Wenn es Maze nicht gäbe, hätte ich hier auf dem Boot ein echtes Problem. Ich habe mich nämlich entschlossen, diese Harakiri-Sache nicht weiter zu verfolgen.

Die quietscht nämlich beim Sex immer so komisch.

Muss ich nicht haben. Ist vielleicht so ein Japanding. Klingt so ein bisschen als würde man einem Vögelchen die Flügel ausreißen.

Da heule ich doch lieber wie ein Wolf. Das klingt wenigsten erwachsen.

Ich werde es ihr mal sagen. Irgendwer muss es ja tun. Ich bin natürlich, wie üblich, diejenige, die sich opfern muss. Aber sonst piepst die noch ihr Leben lang.

Ich muss nur den passenden Moment abwarten. Am besten wenn wir alle zusammensitzen, da bekommt sie die meisten Tips wie sie das Gezwitscher abstellen kann.

Wie war das noch gleich:

Ein Tag ohne gute Tat ist ein verlorener Tag für mich!

Blog exklusiv: Heulen wie ein Wolf

Maze quält mich damit manchmal ewig.

So einen zerstörten Orgasmus kann man, durch geschicktes Berühren, bis zu einer Minute ausdehnen.

Hat Maze gesagt. Ich schaue dabei nicht auf die Uhr, weil ich in dem Moment dabei bin, die Krämpfe und die Verzweiflung auszuatmen. Und mich irgendwo festzukrallen.

Sie macht das immer so lange wie ich es gerade verdient habe. Sagt sie.

Sie behauptet, ich würde dabei so ein wolfsähnliches Heulen von mir geben. Mit weit geöffnetem Mund und aufgerissenen Augen.

Dämonen quälen.

Wenn es dann endlich vorbei ist, gibt es für mich immer die gleichen drei Möglichkeiten: Zu heulen, sie zu beschimpfen oder sie zu würgen.

In der Regel fange ich mit Würgen an, gehe dann zu beschimpfen über, weil sie mich beim Würgen auslacht und fange schließlich an zu heulen, weil mein Körper die Tortur immer noch nicht überstanden hat.

Ich hasse Dämonen! Erwähnte ich das schon?

Blog exklusiv: Academy Award

Und dann hat sie mir mal wieder den Orgasmus so richtig kaputtgemacht.

Mit Absicht.

Ich glaube, ich habe meine Krallen vor Verzweiflung mindestens einen Zentimeter tief in ihren Rücken gegraben.

Und ich könnte schwören, sie hat – während ich tausend Tode gestorben bin – ganz leise „Academy Award“ geflüstert!

Das Biest!

Läufige Bitches

Ich bin nicht ganz sicher, ob ich mich bei sexy Harakiri einmischen sollte.

Tine und Harakiri klingen so frischverliebt. Zumindest beim Ficken. Den Rest scheinen sie ja vor uns verheimlichen zu wollen. Den Lesbenpart.

Ist das alles kompliziert…

Ach was, ich werde morgen einfach mal den Holzhammer auspacken. Das funktioniert immer und macht Spaß.

Der Sturm kam früher als gedacht. Soviel MAL WIEDER zum Wetterbericht. Die Karibik ist ziemlich unberechenbar. Das hat Ken vorher schon gesagt. Der Scheiß-Wind würde Joana vermutlich in allem bestätigen und ich gebe zu, es ist schon eine ganz schöne Aufgabe sich bei so einem Wetter um so viel Tuch kümmern zu müssen. Und das bei ein Boot mit so wenig Tiefgang. Da bekommst du schon bei 30-35 Knoten Wind Probleme halbwegs dem Kurs zu folgen. Vor allem, wenn auch noch die Dünung ungünstig kommt!

So oder so: es würde ihr gerade mal nicht gefallen! Bzw. hätte ihr nicht gefallen, denn das Wetter hat sich einigermaßen beruhigt und erst am Dienstag frischt es wieder auf. ANGEBLICH! Bis dahin liegen wir aber längst in der Goodman Bay.

Anyway…

Ein Tag ohne Sex. Wie machen die Leute das? Ich meine – Masturbieren eingerechnet. Wenn man so zu gar nichts kommt? Ich rede jetzt nicht vom ganzen Monat, sondern von den beiden Wochen nach der Periode in denen die Hormone uns zu läufigen Bitches machen. (Ich nehme mal das englische Wort. Das deutsche provoziert noch mehr Kreischerei von den Frauen, die behaupten, unsere Triebe und Launen wären ohne Pille steuerbar… Weil wir ja keine Tiere sind… WUFF!)

Wenn ich jedenfalls in den beiden hormonflutenden Wochen bin, brauche ich Frauen oder Batterien. Oder beides.

Langer Rede kurzer Sinn: Bei mir ist gerade Tsunami. (Was nicht heißt, dass zu anderen Zeiten gar nichts geht… Aber da sieht es dann eher so aus wie bei den armen Weibern, die die Pille nehmen. Langweilige Mitte.)

So… Wo genau ist jetzt Maze?

MAZE! MAZIKEEN! WO BIST DU? MAZE!

Nass wie ein Pudel im Regen

„Sie will dich mit ihren Kolleginnen locken?“, fragt Mazikeen ungläubig.

„Ja.“

„Sie will aus unserem Boot einen Fickdampfer machen?“

„Offensichtlich.“

Mazikeen sieht aus, als würden ihre Dämonenaugen gleich anfangen vor Zorn zu glühen: „Ist die lebensmüde?“

„Pass auf, was du sagst, Maze. Wir reden hier von MEINER Joana. Verstehst du?“

„DEINE Joana spinnt!“

„Davon abgesehen“, entgegne ich, immer noch leicht angepisst: „Weißt du eigentlich von welchen Frauen sie redet?“

„Ich bin überrascht, dass sie überhaupt von Frauen redet!“

„MAZE!“ Langsam werde ich wirklich ein klein wenig sauer.

„Jaja… Schon gut… Von wem redet sie?“

„SJ, z.B. oder CD. EB, CT und andere.“ (Ich kann hier natürlich keine richtigen Namen nennen.)

„Rennt sie herum und macht Werbung oder was? Lesbisches Ficksegeln in der Karibik oder so?“

„Ganz ehrlich, Maze: Ich habe nicht die Spur einer Ahnung. Sie ignoriert die Frage.“

Maze nickt: „Ignorieren können diese Diven gut.“

„Spannend ist es schon…“, gebe ich zu.

„Du meinst, du wirst gerade nass wie ein Pudel im Regen.“

„Das auch“, nicke ich.

Ich. Nass.

„Wie kann man nur so verrückt auf Stars sein wie du?“

Ich zucke mit den Schultern. Woher soll ich das wissen?

„Und die Damen trauen sich natürlich alle nicht auf ein älteres Boot…“

„Ich glaube eher, die sind gewohnt im Luxus zu ficken.“

Luxusschlampe. Trocken.

„Luxusfotzen“, nickt Maze.

„Das auch“, grinse ich: „Schlimm?“

„Darf ich Joana bitte doch ertränken? Bitte, bitte!“

Nackt und im Spagat

Es gibt Leute, die stehen darauf die Finger auf der Stelle, ohne Umschweife, brutal und bis zum Hals reinzurammen. Nicht über „Los“ direkt ins „Gefängnis“ zu gehen, sozusagen.

Ich meine, geht schon, wenn du richtig nass bist. (Sturmflut)

Und manchmal habe ich ja auch nichts dagegen. Kommt immer darauf an wer das macht. Und wo. Und wann. Und wie genau.

Aber wenn dann eine kommt und erst einmal Gleitgel auspackt, dann frage ich sie – sobald mein Lachanfall vorbei ist – ob sie

  • erstens glaubt, ich hätte gerade nackt und im Spagat im Sandkasten gesessen,
  • zweitens, ob ich mich nicht doch lieber auf den Gynstuhl setzen soll,
  • drittens, ob sie vorhat, in meiner Gebärmutter zu übernachten oder
  • viertens, ob sie den Abfluss ficken will.

Und fünftens, ganz wichtig, ob sie wisse, wo die Tür ist.

Ist doch wahr!

Erwischt!

Als ob…

Eben habe ich sie erwischt. Selbst Japanerinnen können nicht leise ficken. Die beiden treiben es also tatsächlich miteinander.

Tine und Harakiri meine ich. Und zwar gar nicht mal so unheftig.

Ich musste mich über eine halbe Stunde in die Nähe setzen, damit ich alles mitbekomme. Auf den Boden!

Könnte auch eine Dreiviertelstunde gewesen sein. Das nächste Mal muss ich unbedingt mal auf die Uhr schauen. Auf jeden Fall habe ich mir zwischendurch ein Brot gemacht.

„Ja da! Ja, genau! Oh God! Aaaaah! Tiefer, tiefer! Fuuuuuuuuuck!“

Und so.

Aber wir haben ja alle mal angefangen.

Bin dann danach erst einmal kurz in meine Kabine.

Spuren verwischen.

Wir drei sind schon komisch…

Ich werde das Segeln noch sowas von genießen! Wer weiß, wie lange das mit dieser Scheiß-Krankheit noch geht! Da wird aber auch gar nichts besser! Langsam geht es mir echt auf die Nerven. (Schon irgendwie ein komischer Satz in diesem Zusammenhang.)

Ich bin so zugedröhnt mit Tabletten…

Was mich daran erinnert, dass ich jedem sagen wollte, dass er das Leben genießen soll, solange er noch kann.

Denn plötzlich, von einer auf die andere Sekunde macht es „Bäng“ und Schluss ist mit lustig!

Das kann jede erwischen, ganz schnell, ganz unfair mit egal was.

Bin ich eigentlich blöd? Jammere ich hier jetzt schon wieder rum?

Offensichtlich. Weil mir der Nerv immer wieder eine reinhaut. Wenn ich wenigstens zurückschlagen könnte.

Wie auch immer…

Ich will unbedingt mal so einen Vibrator mit drei – wie nennt man das eigentlich?

Einen Kleinen für hinten, einen Normalen für vorne und was ganz Kleines für die Klit. Ich werde meine Schwester bitten sowas zu besorgen. (Zu unserem Boot schwimmt leider kein Paketbote.) Aber ich will so ein Teil unbedingt mal ausprobieren. Für Erfahrungsberichte bin ich immer dankbar – am liebsten hier in meinem Blog und nicht auf Facebook oder wo auch immer. Ist intimer hier. *zwinker

Maze – Ja, ich hab’s akzeptiert, ab sofort Mazikeen! – hat heute gegen Morgen bei mir… Ach was, das wollt ihr sowieso nicht wissen. Aber es war geil und intim.

Warum ich euch anspreche, obwohl das hier mein Tagebuch ist?

Na ja, ich weiß ja, dass ihr es lest. Also warum nicht ab und zu auch mal einen kleinen Dialog zwischen uns?

Wie auch immer…

Maze ist der Hammer! Unsere Verbindung ist seit heute Nacht eine ganz andere geworden.

Ich habe es Joana geschrieben und sie war total aus dem Häuschen. Richtig happy für mich aber auch für uns. Wir drei sind schon komisch.

Ich liebe sie. Alle beide.

Sie hat gefragt, ob es mir etwas ausmachen würde, wenn sie irgendwann einmal mit Chris – Maze – schlafen würde. Schon schräg. Ich habe ihr ganz ehrlich gesagt, dass ich mir nichts Schöneres vorstellen könnte.

Ich sage ja: Komisch.

Ich liebe sie. Alle beide. Jede auf ihre Art.

Penetrante Schatten

Wir kommen sehr gut voran.

Hätte ich bei meiner Laune gar nicht zu hoffen gewagt, doch Chris (Soll ich sie jetzt wirklich Maze nennen? No way!) hat alles im Griff, während Ken sich um Sonne, Mond und Sterne kümmert. Übersetzung: er faulenzt. Vermutlich sieht er es gar nicht ein mehr als das Nötigste zu tun, da ich auch nicht mehr mache.

Ich werde wohl mal mit ihm reden müssen. Sobald ich wieder genügend Energie habe.

Wird schon, sagt Chris, wird schon. Das sagt sie immer.

Anik hat gefragt, ob wir uns in Florida treffen wollen. Warum? Meine Schwester ist mir doch gerade erst an Weihnachten auf den Keks gegangenen. Und jetzt gleich schon wieder?

Wie auch immer…

Ich bin nicht allein. Zoe ist da. Immer öfter. Sie taucht ständig auf. Selbst mitten auf dem Atlantik taucht sie auf. Das ist nicht gut, sagt Chris.

NATÜRLICH IST DAS NICHT GUT! Das weiß ich selbst, Weib!

Heute Abend werde ich versuchen sie mit Tequila zu vertreiben. Ich darf mich nur nicht erwischen lassen.

Chris mag das nicht. Ken auch nicht. Kann ich verstehen. Ich würde das auch nicht verstehen. Aber wenn die Schlampe doch einfach nicht verschwinden will.

Themenwechsel. Ob wohl jeder solche penetranten Schatten hat? Die ihm quer über den Ozean folgen? Vermutlich nicht. Jedenfalls nicht so. Hat ja nicht jeder so eine Vergangenheit. So mit Gewalt und Horror und – ach was… Hat ja jeder schon gelesen.

Ich hatte mal kurz (eine Nanosekunde) an Dinge gedacht, die andere dazu bringen sollten, auf mein – und Zoes – Höllentrip aufmerksam zu werden. Hab’s gelassen. Ich bin kein Opfer. Zoe ist eines, auch wenn sie das Gegenteil behauptet.

Tequila? Wenn ich so darüber nachdenke, lasse ich das besser. Ein Masturbationsmarathon tut’s auch. Solange die Akkus halten.

* * *

Tammy Downey ist Andrea Lauenburg. Und hier gibt’s mehr von ihr:

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Andrea Lauenburg: J. – Forever

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Dance With The Devil

In sechs Tagen sollten wir dann in deutlich wärmeren Gefilden sein. Darauf freue ich mich wirklich.

Ich wundere mich immer wieder, warum Menschen freiwillig in kälteren Gegenden wohnen.

Obwohl – habe ich in Orcas ja auch. Vielleicht ist es die Liebe zu Jahreszeiten? Oder weil wir glauben, dass wir keine andere Wahl hätten?

Natürlich haben wir eine andere Wahl. Jeder hat eine andere Wahl. Spätestens nach der Ausbildung hat jeder die Wahl. Die Menschen sind nur zu feige oder zu faul Risiken einzugehen. Oder es gefällt ihnen da wo sie sind. Dann sollten sie sich aber auch nicht beschweren.

Wie komme ich denn jetzt eigentlich darauf?

Egal.

Auf jeden Fall will ich ins Warme. Erst einmal. Florida, Karibik, Golf von Mexiko, Mittelamerika, Südamerikas. Für’s erste.

Chris ist oben und hat alles im Griff. Ich kann aber auch nicht schlafen. Nicht mehr, jedenfalls.

Hat alles im Griff… Wie sexy…

Ich habe von der Nacht mit Joana und ihr geträumt. So echt träumen? Gibt’s das? Es war fast so, als hätte ich es nochmal erlebt, nur etwas verrückter. Ich glaube, in meinem Traum war Joana wirklich lesbisch. Mit Haut und Haaren. Obwohl da auch noch ein Typ aufgetaucht ist. Keine Ahnung was der für eine Rolle gespielt hat.

Träume…

Chris erinnert mich in Auftreten (und sogar ein wenig im Aussehen und ganz bestimmt in ihrer Klamottenwahl) an diesen Dämon Mazikeen in Lucifer. Vermutlich haben sie die Figur nach ihr modeliert.

Wenn Chris Mazikeen ist, wer ist dann Lucifer?

Auf jeden Fall ist sie schon gewaltig sexy. Ich überlege, ob ich sie künftig Maze nennen soll. Chris hat gegenüber Joana allerdings den großen Nachteil, dass sie nicht mein Jugendschwarm und weltberühmt ist. Da kommt mein verrückter Faible für Stars wieder durch. Das ist, als wenn man pizzaverrückt ist, und bekommt jetzt gesagt: in Zukunft nur noch Spaghetti Bolognese. Oder so.

Ich bin unmöglich, ich weiß.

Go fuck yourself!

Nachsatz: Auf die Spaghetti will ich nun auch nicht verzichten…

Ich muss jedoch auch sagen, dass Joana wirklich megageil, megasexy, megasüß, megalieb und überhaupt mega ist.

Nur leider eben nicht so 100 Prozent lesbisch. Eher gar nicht. Wir machen nur rum, weil sie weiß, dass ich es brauche. Schon ein bisschen armselig. Von mir. Eigentlich müsste ich ja sagen „lass mal“ und müsste mich mit ihr als allerbester Freundin der Welt zufrieden geben. Andererseits – es ist nunmal Joana. Es sind ihre Titten. Es ist ihre Möse. Und sie zu küssen ist der Himmel auf Erde.

Bei Maze – äh, Chris – ist es eher die Hölle. In a good way.

Ich schreibe Unsinn, heute Nacht.

Muss die Vorfreude auf das schöne Wetter sein.

Sie macht Dinge, die mich wach werden lassen

Sie wirft mich tatsächlich MORGENS um VIER aus meinem eigenen Bett!

Na ja, sie „wirft“ mich nicht wirklich; sie macht Dinge mit mir, die mich wach werden lasse. Aber trotzdem…

VIER!

Und warum? Sie wird mir die Freundschaft – oder zumindest die Finger – kündigen, wenn wir nicht vor Morgengrauen auf der anderen Seite der Insel und an Bord dieser Rennmaschine sind!

Ich wäge ab: in Zukunft kein Sex mehr mit Chris oder aufstehen?

FUCK!

Interesse an Sex? Wohl kaum!

Ich entschuldige mich dafür, dass…

ich momentan meist über diese Seglerei schreibe. Aber ich mache ja derzeit auch kaum etwas anderes.

Solange ich niemanden mit einem Buch darüber traktiere, oder?

Ausserdem ist das ja schließlich mein Tagebuch. Nichts weiter.

Und wer will schon etwas darüber wissen, wann und wo und wie Chris und ich es getrieben haben?

Oder welche meine Lieblingsvibratoren sind?

Oder warum ich was in welchem Buch geschrieben habe?

Oder dass ich darüber nachdenke, wie ich diesen kleinen Mikroskop-Punk ins Bett bekomme, weil mich das ganze Metall in ihrem Gesicht so anmacht?

Oder an was ich beim Masturbieren denke?

Oder wie Joana von der besten Freundin zur Geliebten wurde?

Und, und, und…

Seht ihr: niemand.

Also kann ich auch in Ruhe mein Tagebuch weiterschreiben.

Unter meiner Decke

Seitdem ich mit Joana zusammen bin, habe ich mehr Sex mit Chris denn je!

Ich muss wirklich aufpassen, dass ich noch Zeit für andere Dinge finde.

Okay, ist natürlich Unsinn: Chris ist mehr mit Werkzeug in der Hand anzutreffen als dass sie sich bei mir unter der Decke herumtreiben würde. Wobei… Das erinnert mich an etwas…

Ich muss jedoch auch zugeben, dass ich weder Chris noch Joana missen möchte.

Und apropos Joana: Sie hat sich immer noch nicht gemeldet. Langsam fange ich an mir Sorgen zu machen. Wenn sie sich bis morgen früh nicht gemeldet hat, werde ich mal ihr Personal ausquetschen.