Küssen hilft

Gestern Abend haben Gabby und ich uns so lange gestritten, bis wir übereinander hergefallen sind.

Es ging um unser zukünftiges Domizil – um was auch sonst. Ergebnis: unentschieden. Morgen fliegen wir erst einmal zurück nach Palm Springs und verhandeln dann zu viert.

Gestern war dann die erste Nacht, in der wir unsere Höhepunkte durch drei geteilt haben: Gabby, Mazikeen und ich. Wobei sich mal wieder alles um mich gedreht hat, denn mein Dämon ist Gabby immer noch etwas unheimlich. Aber immerhin habe ich sie jetzt endlich mal gleichzeitig im Bett gehabt!

Allerdings sollte Gabby sich wirklich mal daran gewöhnen, zumal sie sich in Zukunft mit Mazikeen ein Boot teilen wird. Und Sex ist nunmal die Grundlage für gemeinsamen Besitz!

Und natürlich werden wir uns in den kommenden Tagen die Moody anschauen. Das habe ich Maze versprochen.

Ein weiteres Problem mit Gabby: Sie will einen Katamaran. Ich nicht. Ihr Argument: Ein Zweirumpfboot hat keine Schräglage und sie müsse sich dann nicht ständig an Wänden entlanghangeln.

EBEN! Ein Katamaran ist Scheiße, sage ich doch!

Und Mazikeen? Sie hält sich raus; angeblich ist es ihr egal. Ich glaube ihr kein Wort, dass ist garantiert wieder so ein Dämonentrick. Wie kann eine passionierte Sportseglerin wie Maze so ein maritimes Ungeheuer auch nur in Erwägung ziehen, ohne Ausschlag zu bekommen?!

Mir jedenfalls fallen schon bei dem bloßen Gedanken an so ein Ding die Nasenhaare aus!

Das war mal anders, das gebe ich zu, doch damals war ich noch jung und dumm und hatte deutlich weniger Nasenbehaarung. Frau entwickelt sich.

Heute werde ich beim Anblick eines richtigen Seglers nass, während sich beim Wort Katamaran meine Schamlippen nach innen stülpen. Eklig! (Vor allem, weil man sie ja dann wieder rauspuhlen muss!) Okay, gnadenlos übertrieben, denn sie sind ja klein und fein, aber ihr versteht was ich meine…

Wie auch immer…

Ich werde mich jetzt ins Bett begeben und zwei Frauen beim Küssen zuschauen. Ist das nicht geil?

Stoff auf Stoff

Heute geht’s nach Spokane.

Übernachtung in Squamish. Wo es so überall Hotels gibt… Zugegeben, es ist ein Urlaubsort und gnadenlos schön. Also wer mal in die Gegend von Vancouver kommt: Squamish ist einen Urlaub wert. Und die Leute spenden auch noch Medikamente. Jetzt muss ich mich aber beeilen!

Die Rezeptionistin war übrigens so genial freundlich, dass ich schon dachte, sie macht mich an. Aber leider macht sie jeden an. Dumm gelaufen, zumal ich sie als Bettpartnerin gewiss nicht abgewiesen hätte. Selbst mit Mundschutz nicht.

Wie sich Stoff-Auf-Stoff-Küssen wohl anfühlt?

Erinnerung an zehntausend Küsse

Küsse.

So etwas kann man nicht beschreiben. Vielleicht will ich es auch gar nicht.

Aber man muss sich nur einmal vorstellen wie das ist: die Lieblingsschauspielerin – die Traumfrau unzähliger Liebesnächte mit dem Vibrator – plötzlich in Fleisch und Blut vor sich zu sehen.

Und sie zu küssen.

Die Erinnerung an zehntausend Küsse. Zuerst nur in meinem Kopf, später auf meinen Lippen.

Und sobald sie aus dem Bad kommt, gibt es den nächsten.

Scheiße, ist das geil!


Dieses Tagebuch beginnt in meinem neuen Roman:

J. – Forever

von Andrea Downey-Lauenburg

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