Offen. Ehrlich. Krass.

Mein jüngster Roman. Zwei Bücher in einem.

Achterbahn der Gefühle

Fortsetzungen

Häufig werde ich gefragt, ob es von diesem oder jenem Buch eine Fortsetzung geben wird.

Das hier ist zur Zeit angedacht:

  • J. – Die ersten 20 Stunden und J. – Forever: Eine Fortsetzung der Romanreihe ist geplant, jedoch nur mittelfristig
  • Anna von England: Keine Fortsetzung, jedoch eine Art Seiten(kurz)geschichte ohne Anna, die auch fast fertig ist
  • Irren ist lesbisch: Bislang nichts geplant
  • Bella und die Frau im Himmel: Eine Fortsetzung formt sich gerade in meinem Kopf
  • She Doesn’t Do Girlfriend: Die deutsche Übersetzung ist in Arbeit, aber keine Fortsetzung dey Romans
  • Kurzgeschichten: Mindestens eine weitere ist fast fertig

J. – Forever: Die wahre Hollywood-Story

Ein teils autobiografischer Roman. Er handelt von Liebe, Verzweiflung, einem Sklavenmarkt, Prostitution und Gewalt. Und von verschiedenen Frauen, die auf unterschiedlichste Weise miteinander verbunden sind.

AB 18 JAHRE!

Scheiß Mutterhormone!

Ich liebe dieses kleine Miststück!

DAS NERVT!

Ich meine – hallooo – eine Sechsjährige? Was kann man mit der schon wirklich anfangen? Wieso kann man so vernarrt in so ein kleines Monster sein?

Wegen der Barbies?

Und dann das Problem mit der Mutter: Wenn Gabby und ich uns trennen, ist auch die kleine Eva weg. Schon übel!

Lösung: Selbst Kinder bekommen? Vorher fresse ich einen Eimer Scheiße!

Warum? Monatelang wie eine fettgefressene Otter herumlaufen und wenn ich die Brut herausgedrückt habe, mit Schwangerschaftsstreifen und Flatterschamlippen nur noch bei Teelichtbeleuchtung ficken? Und überhaupt, Dinge in meinem Bauch wachsen zu lassen: widerlich!

Und dann dieses fürchterliche Babygeplärre und die Kleinkindnerverei! Und das Schlimmste: die Pubertät! Buäh! Yuck! Finger in Hals!

Aber immerhin könnte ich dann all die Privilegien genießen, die der Staat und die Gesellschaft an die Frauen verteilen, die zur Überbevölkerung beitragen. Nicht, dass man zur Rentensicherung nicht einfach mehr Flüchtlingen helfen könnte… Die liegen uns dann auch nicht 18 Jahre auf der Tasche und versauen einem jeden Restaurantbesuch!

Wer Kinder haben will, sollte gefälligst selbst dafür zahlen, denn Mutter zu werden ist keine Großtat, sondern purer Egoismus. Wie süüüß… Würg!

Was mich alles nicht daran hindert, Gabbys Sechsjährige zu lieben.

Scheiß Mutterhormone!

Meinen Bauch ruinieren? So weit kommt’s noch!

Lebenslang

Es wird nicht besser. Es wird kein bisschen besser. Die Leute sagen es wird besser – irgendwann. Es wird nicht besser. Auch J. sagte, es würde besser werden, sie hat gelogen; es wird nicht besser und sie wusste es.

Es wird nie besser, kein bisschen wird es besser. Ich solle erst einmal die Bilder abhängen, sagen die Freunde mittlerweile leise, doch J. und ich hätten jeden umgebracht, der sie angefasst hätte.

Ich habe gemordet.

Natürlich hat die Ärztin ihn umgebracht – mit dieser widerlich großen Spritze, doch ich hatte ihn zu ihr gebracht, damit sie ihn umbringt. Wie man das so macht, wenn der über alles Geliebte leidet und leidet. Dann lässt man ihn umbringen – einfach so. Auch wenn er erst fünf Jahre alt war. Man entscheidet sein Leben zu beenden und ein Mitspracherecht hat er nicht. Und was, wenn ihm die vielen, vielen Minuten und Stunden Schmusen, die er noch gehabt hätte, viel wichtiger gewesen wären als die Schmerzen? Er hatte kein Mitsprecherecht! Ich fühle mich nicht nur wie eine Mörderin, ich bin eine Mörderin! Eine widerliche Mörderin! Ich werde immer eine sein. Und ich werde diesen Moment, in dem Oskars Seele ging, in dem ich ihn festhielt wie niemals etwas anderes zuvor, niemals mehr vergessen – niemals! Denkt doch alle ich wäre verrückt – What the fuck! – ich habe mich niemals darum geschert, was andere von mir denken. Schert euch zum Teufel!

Einmal, für ein paar Tage – nachdem ich meine neue Hündin bekommen hatte, dachte ich es würde besser werden. Wenigstens ein ganz klein wenig. Sie ist genauso weiß wie er, genauso stur, genauso Boxer und – doch nicht er. Und nach ein paar Tagen stelle ich fest, dass ich mir Mühe geben kann wie ich will – ich finde einfach den Bezug nicht, obwohl sie es mir eigentlich einfach macht und eine treue, liebe Seele ist. Geliebt werden will, geliebt werden kann. Außer, dass – ich nicht kann. Ich kann mich um sie kümmern, lieb sein, nett sein, doch was ich ihr nicht geben kann, ist – ja, ich kann es nicht so oft aussprechen. Es ist, als hätte ich alle Liebe aufgebraucht. Das ist so fucking unfair!

Julia sagte, ich solle zu einem Therapeuten. Mir müsse geholfen werden. Garantiert hat sie recht. Ich will keinen Therapeuten. Ich will weiter weinen. Er hat es nicht verdient, dass ich aufhöre zu weinen.

Er würde nicht wollen, dass ich wegen ihm unglücklich wäre, sagt sie? Fuck you! Oskar war ein Hund! Der würde gar nichts anderes wollen als Stöckchen werfen, rennen, schnüffeln, schmusen, schlafen und – nein, an „fressen“ darf ich nicht denken, dann muss ich gleich wieder heulen. Weil er wegen dieser Scheißkrankheit nichts mehr gefressen hat. Ach was rede ich, ich heule doch sowieso die ganze Zeit während ich das schreibe!

Ich weiß wie sehr meine Heulerei den anderen auf die Nerven geht. Würde es mir auch. Tut es sogar. Aber das Leben macht nun mal ganz miese Sachen. Eine (Jetzt)-Ex-Freundin hat mir mal allen Ernstes gesagt, ich solle doch mal überlegen, was mir lieber gewesen wäre, den Hund zu verlieren oder nie mehr fliegen zu dürfen! Ich habe sie derart verprügelt, dass die Narben von ihrem gebrochenen Knie und die der Schönheitsoperationen immer noch nicht verheilt sind. Ist jetzt ein dreiviertel Jahr her. Die Mädels hatten sie zu einem befreundeten Arzt geschleppt, um die Polizei nicht auf die Sache aufmerksam zu machen. Kurz danach hatte Jennifer ihr eine fünfstellige Summe überwiesen. Ich muss aber sagen, es hat mir gutgetan. Der Arzt hatte gemeint, ich müsse an meiner Aggressionsschwelle arbeiten. Auf norwegisch, das verstand ich nicht – sein Glück.

Jennifer hatte es wohl auch nicht verstanden, denn sie hatte gegrinst, als sie den Scheck geschrieben hat und gemeint, das nächste Knie gehöre ihr. Sie hätte noch Schecks übrig. Ich weiß: Oskar war fast noch mehr ihre große Liebe als meine.

Jennifer war die Einzige, die mich jedes Mal, wenn ich heulte, entweder in den Arm nahm oder mir einen kleinen Kuss gab. Dann wusste ich mal wieder, dass sie wusste was ich empfand. Weil sie das Gleiche – oder zumindest etwas Ähnliches – empfand, es nur irgendwie schaffte nicht zu heulen.

Späterer Nachtrag:

Ich kann es nicht. Ich meine, ich kann sie tatsächlich nicht lieben. Nicht nur, weil sie unsere Katze verjagt, sondern weil sie nicht so ist wie er. Ich betrachte sie und sehe ihn und wenn sie die Dinge macht, die sie macht, dann weiß ich, dass sie nicht er ist. Dann fange ich schon wieder an zu heulen. Manchmal bekomme ich auch einfach nur Wut. Weil sie unsere Katze verjagt – wozu sie kein Recht hat – aber wohl auch, weil es so ungerecht ist, dass Oskar nicht mehr bei uns sein darf. Ist das ungerecht? Oh ja, das ist es! Aber kann jemand etwas gegen seine Gefühle tun? Geht das? Nein, ich finde keinen Bezug, nicht wie ich am Anfang dachte. Ich hatte ja gehofft, ihr trotz allem ein gutes Frauchen zu sein. Ich bin ja nun mal ein Hunde-/Katzenmensch. Aber fast sieht es so aus, als wäre ich es nach Oskar nicht mehr. Als ob die Erfahrung jede Emotion in mir getötet hätte.

Natürlich: Jeder sagt, ich hätte das Richtige getan, sogar im Gegenteil, ich hätte viel zu lange gewartet – aus Egoismus. Aber hat jemals irgendwer irgendeinen Hund tatsächlich gefragt, was er will?1 Wieso maßen wir Menschen uns an, entscheiden zu dürfen, was Hunde wollen? Bei Menschen – ja, da ist plötzlich alles anders! Da interessiert es niemanden, was der betreffende Mensch will, obwohl der Mensch sich sehr wohl äußern kann und es gewöhnlich auch tut. Wenn der Mensch sagt, er will gehen, weil er die Schmerzen nicht mehr aushält oder sein Leben nicht mehr lebenswert ist – er darf nicht. Wie soll ich das jetzt verstehen: Der eine kann sich nicht äußern und wird getötet, der andere kann sich äußern und darf nicht sterben? Wie heuchlerisch ist das denn?

Natürlich (schon wieder): Ich habe denjenigen nachgegeben, die sagten, wie schlimm es für Oskar sei, weiterzuleben. Weil es die Medizin sagt. Die Wissenschaft. Ich habe nachgegeben, weil ich ein wissenschaftsgläubiger Mensch bin. Weil ich kein spiritueller Mensch bin.

Was nichts daran ändert, dass diese Entscheidung nicht aufhört mich zu verfolgen. Dass die Bilder, die dieser Entscheidung folgten, jeden Tag in meinem Kopf materialisierten, dass sie das seit Jahren tun und dass sie das den Rest meines Lebens tun werden. Und ich keine Ahnung habe, wie ich das ändern soll.

Jeder, mit dem ich darüber spreche, hat die gleichen, immer wiederkehrenden Argumente parat: die wissenschaftlichen. Die Argumente auf deren Basis ich diese Entscheidung getroffen hatte.

Aber was, ZUM TEUFEL, ändert das daran, dass ich nicht mit meiner Entscheidung umgehen kann?

ICH KANN ES NICHT UND WERDE ES NIE KÖNNEN! Tötet euren besten Freund, bringt ihn zum Arzt und schaut zu, wie er die Spritze bekommt und wie er euch plötzlich verzweifelt und um Hilfe bettelnd anschaut…

Das Leben muss weitergehen, heißt es. Natürlich muss es das.

Zusammen mit seinen sterbenden Augen.


(Der Anfang von „J. – Forever„)

2021

Aller Anfang ist Sex.

Vor genau einem Jahr habe ich diesen Blog, dieses Tagebuch, begonnen und ich muss sagen, dass ich diesen Schritt wirklich nicht bereue, auch wenn es ein wenig Arbeit bedeutet, mich darum zu kümmern. Zeit, die ich eigentlich nicht wirklich habe, weil ich gewöhnlich versuche, mich auf die Dinge zu konzentrieren, die mir eine Menge bedeuten, weil sie mir direkten Spaß bringen: Sex haben, segeln, fliegen und schreiben.

Andererseits hat dieses Tagebuch, dieser Blog, natürlich viel mit Schreiben gemeinsam: Ich kann hier meine Gedanken „zu Papier“ bringen, ohne mich dafür rechtfertigen zu müssen und vielleicht auch Menschen hin und wieder zum Nachdenken zu bringen. Nicht zum Nachdenken über die großen weltbewegendes Themen – okay, manchmal schon – sondern in erster Linie darüber, welche Prioritäten sie im Leben setzen und was sonst noch möglich wäre.

Würde mich jemand fragen, was meine Motivation für das Schreiben, egal ob Bücher oder Blog, ist, dann würde ich zuerst sagen, dass ich schreibe, weil es mir Spaß macht und weil es – wenn es gut läuft – mich persönlich gewaltig anmacht. Nicht umsonst beschäftige ich mich nach dem einen oder anderen Post auch schon mal gerne ganz allein mit einem meiner unzähligen Sextoys.

Doch wenn ich mir meine Bücher so anschaue, dann geht es fast immer um größere oder kleinere Tabus, von denen ich mir wünsche, dass Frauen es endlich wagen würden, Neues zu probieren und ihre Ängste ablegen. Oder so zu reden wie sie empfinden.

Fange ich ganz vorne an, bei Anna von England, dann sind ganz große Themen Masturbation und Reboundsex als Lebensretter nach einer Trennung. Quintessenz: Masturbieren ist geil und nützlich.

Beim nächsten Buch – J. – Die ersten 20 Stunden – taucht das erste BDSM-Thema auf und die ersten schrägen Figuren erscheinen, die fast Eins zu Eins von mir nach realen Menschen gezeichnet wurden. Das echte Leben als Quelle total schräger Verrücktheiten.

Es folgten drei Kurzgeschichten. Die Geschichte von Lisa und dem ersten Lesbensex auf dem Uniklo – eine wahre Begebenheit übrigens. Leute, traut euch zu ficken, wenn euch danach ist!

Alisha und Elena packen den Strap-on aus und rammeln hemmungslos bei einer Sexparty. Und zwar anal. Erlaubt ist, was anmacht. Probiert doch einfach mal aus wie es ist, wenn jemand euren Arsch benutzt. Und nein, das Loch ist nicht zu klein!

Mein ehemaliges Lieblingsbüchlein, die Geschichte von Bella, betrifft meine eigenen Megafetische: Entblößung in der Öffentlichkeit und sexuelle Unterwerfung.

Mein Bestseller – oh Wunder – heißt Irren ist lesbisch. Die Idee zum Buch entstand bei einem kleinen Sexspielchen. Während ich Fäkaliensex hasse – wie hoffentlich die Meisten – hat es mich erstaunt, wie es mich angemacht hat, einer Frau nicht nur beim Pinkeln zuschauen zu müssen, sondern auch noch meine Hand in ihren warmen Strahl zu halten. Eine Randgeschichte im Buch, aber eine wichtige.

Und dann kam J. – Forever. MEIN Buch. Mein Lebensroman.

Prostitution, Gewalt, Vergewaltigung, Wahnsinn. Tod, Leben, Exzesse. Elitentum und die Macht des Geldes. Was kann man mit Reichtum alles kaufen und was dann doch nicht? Männer. Männerverhalten. Frauen. Frauenverhalten. Sexarbeiterinnen und Filmstars. Alles demystifiziert und hemmungslos gezeichnet. Tabuloser Sextalk, Sprache schmutziger als ein Damenklo.

Von all dem schreibe ich auch hier in meinem Blog. Mal mehr, mal weniger aber meistens aktuell.

Bis zu 15.000 Menschen lesen meine täglichen Posts derzeit.

Schon irgendwie verfickt geil, oder?

Gegensätze?

Es passiert eine Menge Aufregendes in „J. – Forever“ und ihr dürft euch gerne fragen, was davon Fakt und was davon Fiktion ist.

Ich liebe das Spiel mit diesen Gegensätzen (die oftmals gar nicht so gegensätzlich sind, wie manche Fans schon wissen). Eines ist auf alle Fälle klar: Was nicht in der Realität begründet ist, entstand in meinem Kopf. Und ist der Unterschied wirklich so groß?

So groß könne noch nicht mal meine Fantasie sein, dass ich mich auf dieses Eis begeben würde, schreibt mir ein Fan. Nein? Oder doch? Kann ES wirklich sein?

Fakt ist, wie meine Schwester schon im Vorwort schreibt, dass „J. – Forever“ mein bisher ehrlichstes Buch ist – was sie offenbar schockiert hat.

Also was ist nun Fakt und was Fiktion?

Andrea liest aus J. – Forever

Ein ganz privates Video

Ich kann nicht vorlesen, sagen viele. Okay, stimmt. Bücher schreiben auch nicht, sagen manche. Guess what? FUCK YOU!


„J. – Forever“: Als E-Book und Taschenbuch bei Amazon

„J. – Forever“: Als E-Book und Taschenbuch bei Amazon

Aus „J. – Forever“

Der Typ neben mir schien sich für nichts anderes, als für die Baumbestände zu interessieren. Was an sich schon ein klitzekleiner Affront war. Ich meine – Hallo! – eine splitterfasernackte, sexy Frau neben sich und er studierte die Botanik?! Ob sein Penis schon tot war? Die meisten seiner Haare waren es jedenfalls. J.s Assistentin betrachtete mich immer wieder verstohlen und studierte dabei unübersehbar meine Brüste. Warum Frauen das wohl machten? Ich meine Heterofrauen. Ich setzte jetzt einfach mal voraus, dass sie hetero war, denn jedes Mal, wenn ich ihr eines meiner Kleidungsstücke in die Hand gedrückt hatte, war sie ziemlich auffällig jeder Berührung aus dem Weg gegangen. Eben erwischte ich sie, wie ihr Blick über meinen (nicht existenten) Bauch glitt. Miststück. Ich kannte dieses Abschätzen und Vergleichen. Ich war gut darin.


Aus „J. – Forever“
Als E-Book und Taschenbuch bei Amazon

Quittung gibt’s nicht

Ich habe nie wirklich daran geglaubt, dass das mit meinem Job in unserer Firma lange hält: es hat einfach zuviel mit Arbeit zu tun und aus dem Alter bin ich wirklich raus.

Andererseits habe ich meine Airlinejobs durchaus eine Weile durchgehalten, doch lag das damals eher daran, dass mir zu der Zeit nicht wirklich etwas Besseres eingefallen ist. KLM, Emirates, Singapore – es ist immer weiter eskaliert und die Flugzeuge wurden immer mehr zu fliegenden Computern – irgendwann wurde es langweilig. Abgesehen davon, dass ich bei meiner letzten Airline aufgrund meiner damals eskalierenden Krankheit erst gar nicht mehr antreten konnte. Jetzt könnte ich wieder, aber keiner fliegt mehr und ich habe auch keine Lust mehr. Vor allem, bei den lächerlichen Bezahlung, in der Coronazeit. Wenn man überhaupt bezahlt wird. Eine Seniorpilotin mit Seniorgehalt stellt niemand mehr ein.

Da bleibe ich lieber bei meiner eigenen, kleinen Bonanza und lasse mir die Fliegerei von meinen Mädels bezahlen. Indirekt.

Denn eigentlich bezahlen sie mich ja fürs Ficken.

Habe ich das eigentlich jemals wirklich niedergeschrieben? Dass ich durchgesetzt habe, dass ich für jede sexuelle „Dienstleistung“ bezahlt werde? In bar? Von Joana und Gabby jedenfalls, Mazikeen darf kostenlos. Dämonen bezahlen nicht für Sex, die nehmen sich ihn einfach.

Natürlich will Joana eigentlich gar keinen Sex von mir – sie ist ja wirklich hetero, die Arme – ich bin diejenige, die will, muss und braucht. Und Gabby lacht jedes Mal, wenn sie mir Scheine in die Hand drückt. (Oder auf den Nachttisch legt. Wir versuchen die Klischees zu bedienen.)

Die ganze Sache hat ja auch ganz andere Hintergründe. Die einen sind in „J. – Forever“ erklärt, die anderen – nun ja, irgendwie muss ich mir ja meinen Lebensstil finanzieren. Mit den paar lächerlichen Dollar, die ich als Pilotin verdient habe, könnte ich mir das extravagante Leben meiner Frauen gar nicht leisten. Da ich in die selben teuren Restaurants mit ihnen soll, in die selben teuren Hotels, die gleichen teuren Klamotten tragen und in einem Riesenhaus mit ihnen wohnen muss – wie soll sich eine das leisten können, die nicht zig hundertfache Millionärin ist? Da kam dann der Sex ins Spiel und ich wurde zu ihrer persönlichen Nutte. Die selbst bestimmt, wie oft sie gefickt werden will. Ist das nicht cool?

Nein?

Na ja, Jeder das Ihre.

Mir stürzt jedenfalls schon beim Gedanken daran, jedwede Flüssigkeit in die Möse. (Und beim Aufschreiben erst recht. Mist!)

Ich bn also ganz offiziell eine Nutte. Aber war ich das nicht eigentlich schon immer? Nicht, dass Prostitution erlaubt wäre… Aber wenn man immer ganz brav jeden Dollar angibt, für den man genagelt wurde, ist die IRS zufrieden. (Ich bin nicht billig.) Und sobald das Finanzamt zufrieden ist, interessiert der Rest auch keinen mehr.

Außerdem ist es ja nicht so, dass ich Quittungen ausstellen würde…

Farewell-Donald-Party

New York.

Straßenpartys mit halbwegs vernünftigen Menschen, doch ich mag und will nicht bleiben. Auf den Straßen ist es mir wegen des Virus zu gefährlich. Bei den Tablettenmengen, die ich nehme, weiß man ja nie.

Wir haben uns heute in Gabbys New Yorker Apartment einquartiert und bereiten uns auf eine Siegesfeier vor, die eine uns allen bekannte Sängerin, eine gute Freundin von Joana, in einem Club veranstaltet. Geschlossene Gesellschaft mit Masken und Abstand natürlich. Sie ist die einzige Berühmtheit, die von Joana und mir weiß. (Und das wird leider auch so bleiben.)

Die Frau hat eine megageile Stimme und ist unglaublich sexy. Leider mag ich sie nicht besonders. Sie mich angeblich schon. Aber irgendwie scheint sie jeden zu mögen – außer Trump natürlich.

Endlich wieder tanzen! Sie würde sich freuen, wenn ich das nackt mache. Ob ich… Eine selten dämliche Frage!

Eine Farewell-Donald-Nach. Mit Suff und fliegenden Titten! Ist das nicht herrlich? Nur der Sex muss noch eine Woche warten.

Seelenstriptease

Ganz Hollywood läuft mit „VOTE“-Shirts durch die Gegend und die Gaga zeigt sich sogar ultralang bebeint und ultrahoch beschuht im Tesla-Wahlvideo. Krass sexy, übrigens. Die Gaga, nicht der Bonzen-Tesla.

Gaga-Wahlvideo auf Instagram
Eines von unzähligen Gaga-Wahlvideos auf Instagram

(Besser als ihre üblichen Videos, mit denen sie nahezu ununterbrochen versucht, ihr überteuertes Make-up ihrer jugendlichen Fangemeinde anzudrehen.)

Wobei ich sagen muss, dass Lady Gaga alles in allem ohnehin ein Widerspruch in sich ist. Aus einem Auto auszusteigen, das von einem Trump-Fan gebaut wird und dabei Werbung für Vernunft zu machen… Na ja.

Auch Jennifer Aniston, Julia Roberts und Co versuchen ihren Followern politischen Verstand beizubringen, was leider schon 2016 nicht funktioniert hat. Alle vernünftigen Menschen in den USA zittern dem Wahltag (und den Tagen danach) entgegen, in der Hoffnung, dass sich nicht erneut die Dummheit durchsetzt.

Scheiß-Stimmung im Land.

Apropos Stimmung:

Ich hatte vorhin zwei Stunden Zeit um intensiv zu schreiben. Ich war relativ früh aus Redding zurückgekommen.

Leider zeigt sich immer mehr, dass ich es nicht schaffe, diese verdammte Anna-Nebengeschichte zu Ende zu bringen. Daran hänge ich jetzt schon locker zwei Jahre! Ich habe mich da wohl an ein Genre gewagt, das mir überhaupt nicht liegt: Fantasy. Das lasse ich besser. Ich werde Anik fragen, ob sie eine Idee hat, die ansonsten coole Story zu retten.

Trotzdem: Wenigstens EINE neue Kurzgeschichte sollte ich ja wohl für Weihnachten schaffen! Dann könnte ich nämlich endlich einen Kurzgeschichten-Sammelband herausbringen und so denjenigen, die immer noch E-Books boykottieren, die Chance geben, alle meine Shortstorys zu lesen.

Ich muss da wohl intensiver herangehen und vor allem über etwas schreiben, das mir leichter fällt.

Ganz sicher jedoch, wird es kein drittes J. – Buch werden, denn an J. – Forever habe ich sieben Jahre geschrieben! (Aber wenigstens bin ich mit dem Ergebnis richtig zufrieden, was noch nie passiert ist.)

Soviel übrigens zum Thema „intensive Recherche“, „Undercover-Einsätze“ und „Seelenstriptease“. Alles für ein einziges Buch. Ein sehr dickes, zugegeben.

Wie auch immer…

Nebenbei: Wer Gefallen an diesem Tagebuch hat, der kann mich gerne per Email (andrea@andrealauenburg.com) um den Link zu meinen nicht öffentlichen Kurznachrichten bitten.

Aber bitte keine Fragen per Email, ich sende lediglich den privaten Link!

Andrea/Tammy News auf Telegram. Noch mehr Privates geht nicht!

Sexueller?

Heute ist eine interessante Frage aufgekommen: Bin ich ein sexuelleres Wesen als Andere?

Normalerweise tendiere ich dazu diese Frage mit einem klar und deutlichen „Ja“ zu beantworten, doch Gabby will weder Frage noch Antwort gelten lassen.

Es gibt keine Steigerungsform von „sexuell“, meint sie. Wir alle sind, waren oder werden sexuell aktive Wesen; hormonbedingt ist die Eine öfter aktiv als die Andere. Was aber nichts mit „sexueller“ zu tun hat. Es beschreibt lediglich die Häufigkeit unseres Drangs nach sexueller Gratifikation, nicht aber dessen Qualität.

Dass manche Frauen ihre Befriedigung auf die eine, manche auf die andere Weise suchen, ist eine Äußerung des persönlichen Geschmacks oder persönlicher Bedürfnisse, öfter jedoch auch Ausdruck persönlicher Prüderie, angelernter oder selbst auferlegter. Meistens resultiert sie aus überzogenem romantischem Empfinden, das sexuelle Befriedigung nur im shakespears’chen Rahmen akzeptiert. Nach dem Motto: Wir verlieben uns alle paar Monate in eine Andere, damit wir endlich wieder Sex bekommen.

Wer diese romantische Verklärung abgelegt hat, ist deswegen jedoch nicht „sexueller“, lediglich realistischer. Sagt Gabby.

Ich komme nicht umhin ihr auch in diesem Punkt zuzustimmen.

Dann wäre da die Sache mit dem darüber Sprechen. Sex zu thematisieren. Öffentlich und/oder privat.

Ganz ehrlich: Für mich ist es ein Thema wie jedes andere auch. Da wir alle sexuelle Wesen sind, wüsste ich nicht, was daran peinlich sein sollte. Und: Wieso sollte es denjenigen, die nur darauf warten, Neues aus meinem Sexleben zu lesen, weniger peinlich sein? Meine Leserinnen sind doch diejenigen, die nicht genug von diesem Thema bekommen können, bei Manchen weil ihr eigenes Sexualleben zu wünschen übrig lässt und weil Anderen ein wenig die Ideen fehlen. Dafür bin ich schließlich Autorin: um zu berichten, und Anderen Impulse zu geben. Und dass ich exhibitionistisch veranlagt bin, stört dabei auch nicht. Und unverblümt ausgedrückt: Wie oft haben meine Leserinnen bei meinen Büchern ihre Finger in der eigenen Nässe?

Bin ich deswegen „sexueller“?

Nein, ich mache lediglich meinen Job, der – zugegeben – außerdem eine Menge Spaß macht. Ich hoffe beiden Seiten.

Und: Jede Autorin hat ihre Lieblingsthemen. Meine sind lediglich ein wenig tiefer angesiedelt, als die der Anderen.

„Sexueller“?

Ich habe lediglich weniger Tabus als viele Andere. Und ich traue mich sie auszusprechen. (Nicht zu verwechseln mit „zuzugeben“, denn das würde implizieren, dass ich mich ihrer schämen würde. (Als die Scham verteilt wurde, habe ich mich versteckt. Man kann sich das Leben auch unnötig komplizieren.)

Welche Dinge man mag oder nicht, hat nichts mit einer persönlichen Wahl zu tun. Welche Dinge wir tun hingegen manchmal schon. Wobei ich behaupte, dass persönliche Tabus weniger eine Rolle spielen, als gesellschaftlicher Druck, oder solcher, den wir uns selbst machen. („Es kann nicht sein, was nicht sein darf.“)

Dass ich mich gerne im Spiel schlagen oder vergewaltigen lasse, hat mit meiner Vergangenheit zu tun, das ist mir durchaus bewusst. Nichtsdestoweniger existiert der Drang in mir und ich gebe ihm so oft wie nötig nach. Dann geht es mir besser. Was ist gegen „bessergehen“ einzuwenden?

Mein Exhibitionismus hat andere Gründe, ich tendiere dazu zu sagen: „Weil es mir Spaß macht, mich nackt zu zeigen.“ Ich wette, Psychologen finden darauf andere Antworten.

Aber, hey, für mich ist es etwas, was mich befriedigt. Genau wie ich es liebe in alle Löcher gefickt zu werden, und ich mich in der Regel nicht mit ein paar wenigen Orgasmen zufrieden gebe.

Oder der Fakt, dass ich Sexspielzeug BIN und mich entsprechend verhalte. Frauen müssen mit mir spielen und nicht umgekehrt.

Dass ich es liebe, bezahlt zu werden.

Dass ich gerne nackt in Käfigen tanze.

Dass für mich zu jeder guten Party Sex gehört.

Aber ich muss jetzt nicht alles aufzählen – wer mehr wissen möchte, liest „J. – Forever“.

Der Unterschied zu Anderen liegt in den Vorlieben an sich und daran, dass ich darüber schreibe.

Deswegen bin ich aber nicht „sexueller“, sondern lediglich offener als Viele.

Ich fürchte, ich muss Gabby zustimmen: Wir alle sind sexuell – Jede auf ihre Weise und das ist okay so.

Einwände?

Liebe?

Für mich selbst weiß ich ziemlich genau, was ich unter dem Wörtchen „Liebe“ zu verstehen habe.
In Gabby, z.B., habe ich mich verknallt, big time.

Der Gedanke, sie zu verlieren, macht mich kirre. Andererseits, man kann niemanden verlieren, den man nicht besitzt. Und Gabby kann man nicht „besitzen“, man kann überhaupt niemanden besitzen. Man kann vielleicht die Zuneigung dieser Person verlieren, oder die Wertschätzung oder ihre ständige Gegenwart usw., aber die Person verlieren kann man nicht. (Siehe oben.)

Gabby ist für mich enorm wichtig geworden und scheinbar ich für sie genauso. Cool.

Aber lieben?

Ich verstehe unter „Liebe“ die Shakespeare’sche Liebe. Die Reine, die Wahre, die, bei der man das Wohl und das Leben der Anderen über sein eigenes stellt. Das ist Liebe.


Nicht etwa die Schwärmerei von mental 12-Jährigen oder die heute typische „Liebe“, die immer wieder nach Monaten oder vielleicht nach ein paar Jahren verlöscht, um dann mit jeder neuen Partnerin erneut entfacht zu werden. Ich nenne das die Phoenix-Liebe.

Es ist nicht einfach, eine Frau zu finden, die man auf Shakespeare’sche Weise lieben kann.
Irgendwie hinterfrage ich meine Liebe zu Joana jeden Tag aufs Neue. Ja: Joana. Sie ist die Eine. Die Einzige, die ich auf diese Weise lieben möchte. Ich sage „möchte“, weil ich immer wieder überlege, ob ich mit ihr tatsächlich den Julia-Weg gehen würde. Im Endeffekt weiß man das doch ohnehin nicht, bevor man in eine Situation gerät, in der die Wahrheit ans Licht kommen muss.

Ich glaube an Liebe auf den ersten Blick, doch ich glaube nicht an die wahre Liebe auf den ersten Blick. Also nicht an die Shakespeare’sche. Nicht an Julia und Julia. So etwas geht weder in Wochen, Tagen, Stunden oder gar Minuten. Und schon gar nicht im Urlaub!

Die Frau, die dem widerspricht, die bitte ich, es mir in dreißig Jahren mit ihrer immer noch liebevollen Beziehung zu beweisen.

Wer dieses Tagebuch verfolgt hat, kennt die Geschichte von Joana und mir. Angefangen von der Schwärmerei für den Film- und Fernsehstar in meiner Jugend, über die „Beste Freundin Forever“, bis hin zum bedingungslosen Vertrauen und zur genauso uneingeschränkten Liebe. Mit Benefiz in unserem Fall, denn Joana ist hetero. Dafür kann sie ja nun auch nichts.

Und genau das ist auch der Grund, warum ich kein Problem damit habe, wenn sie mit Männern schläft: Sie braucht und möchte es und was sie braucht und sich wünscht, ist mir Befehl. Umgekehrt übrigens auch. Nicht das mit den Männern natürlich. *jaiks!

Abgesehen davon, dass in meinem Gefühlsrepertoire keine Eifersucht vorgesehen ist. Himmel und Hölle sei Dank!

Alles in allem schwärme ich für diese Frau seit ungefähr 25 Jahren. Aus Schwärmerei wurde Freundschaft, aus Freundschaft Liebe. So funktioniert wahre Liebe für mich.

Zugegeben: Wie stehen die Chancen? Aber es muss ja auch Lottogewinner geben, richtig?

Hoffnungslos

Kannst du dich eigentlich noch an alles erinnern, oder bist vielleicht DU diejenige, die das meiste verdrängt hat?


ICH WEISS ALLES NOCH! JEDE EINZELNE SEKUNDE DAVON!


Du weißt, was passiert wäre, hätte ich nicht getan, was ich getan habe!


WAS, ZUM TEUFEL, WILLST DU VON MIR, ZOE?!


Und ich weiß auch, dass wir uns fünf Jahre gegenseitig nicht mehr angeschaut haben. Kein Wort mehr miteinander gewechselt haben. Aus Scham. Aus blinder Verzweiflung. Aus Angst in den Augen der anderen dem Horror wieder zu begegnen. (Ich sage ja: Irrenhaus.)


UND ICH WEISS G.A.N.Z. G.E.N.A.U. WAS WIR FÜNF JAHRE SPÄTER GEMACHT HABEN!

Gemeinsam…

Mir ist schlecht… (War das der Fehler? War das mein Fehler, weil ich es zugelassen habe? Weil ich deine Verzweiflung an mich herangelassen habe?) Manchmal frage ich mich ernsthaft, ob DU das alles noch weißt. Wie könntest du sonst tun was du tust?


——

Aus „J. – Forever“

Als E-Book und superdickes Taschenbuch bei Amazon

„J. – Forever“: Der Wahnsinn liest mit


Sie war gay – und ich auch!

„Du kannst vielleicht manchmal eine Nervensäge sein, Anna“, lachte sie. „Ich will Dich missbrauchen, okay?“ Sie zog ganz langsam und ruhig und ohne irgendwelche überflüssigen (!) Bewegungen ihre Bluse aus: „Aber anders, als Du vielleicht glaubst. Wir können uns vielleicht gegenseitig missbrauchen.

“Was gibt das denn nun wieder? Ich war nicht in der Lage irgendetwas zu antworten oder zu fragen oder zu protestieren (Gegen was überhaupt?), denn ich konnte nicht anders als auf ihren quasi nackten Oberkörper zu starren. Ihr Brüste schwerlich bedeckt mit diesem Nichts aus hellblauer Seide. Erwähnte ich, dass sie kaum einen Meter entfernt stand? Nein? Dann tue ich es hiermit. Sie war nicht irgendeine Frau und ich auch nicht: Sie war gay, um Himmels Willen – und ich auch!


Aus „Anna von England …und überhaupt!

Als E-Book und Taschenbuch bei Amazon.

Bitte lächeln

Wusstet ihr eigentlich, dass ich mal für eine kurze Zeit Besitzerin einer kleinen Frachtairline war? Nein? Dann wisst ihr’s jetzt.

Hat nicht funktioniert und ich bin sie gerade noch rechtzeitig losgeworden um nicht meine Kohle zu verlieren. (Das wiederum war eine echt starke Leistung.)

Wenn man sowas macht, sollte man entweder genügend Ahnung von dem Metier haben oder jemanden einstellen, der etwas davon versteht.

So wie Miranda bei uns. (Die nach wie vor nicht auf meine Annäherungsversuche anspringt und sie einfach ignoriert.)

Entweder ist sie blind und taub, oder sie ist eine der echten Heteros, von denen ja tatsächlich ein paar überlebt haben sollen. Ein Relikt aus dunklen Zeiten, ein lebendes Fossil, sozusagen.

Heute habe ich ihr an den Arsch gegriffen. Sie hat sich lächelnd umgedreht und mir eine gefeuert. So ist das richtig: wenigstens ein Nassmacher für mich.

Meine Schwester würde mich jetzt anschreien, dass sie uns wegen sexual harassment (sorry, ich kenne das deutsche Wort dafür nicht) am Arbeitsplatz auf Millionen verklagen könnte.

Das ist auch so ein Punkt: diese Scheißverklagerei! Was soll das? Ach ja, richtig: Kohle, massenweise Kohle!

Wenn mir ein Typ an den Arsch fasst, drehe ich mich lächelnd um und ramme ihm mein Knie in die Eier. Sache erledigt. Das ist mein persönliches #metoo.

Wenn es eine Frau macht, lächele ich auch, lasse aber in der Regel das Rammen weg.

(Vergewaltigung hat eine ganz andere Dimension, aber dazu habe ich schon genug geschrieben – vielleicht in ein paar Wochen wieder.)

Miranda verklagt nicht, sie warnt: „Noch einmal und ich breche dir die Finger.“ Sie vertraut auf ihr Kickboxing-Training. (Sie kennt meins nicht.)

Ich frage mich nur immer noch, wie das mit dem „Ihre-Finger-In-Meine-Fotze-Stecken‘ harmoniert? Weil mein „An-Ihren-Arsch-Fassen“ eine sexuelle Annäherung und ihr Kurzficken Notwehr war?

Aber wer versteht schon Frauen? Warum versuche ich es eigentlich immer wieder?

Mist, jetzt juckt es mich wieder in den Fingern, zu schreiben, was ich von dieser ganzen #metoo-Geschichte halte!

Ich lasse es. Ich bin ja politisch korrekt. Oder heißt das „verreckt“? Manchmal habe ich echt Probleme mit der deutschen Sprache.

Ich finde es schon irgendwie bezeichnend, dass, wenn man „sexual harassment“ eingibt, nur Fotos von Autos bekommt…