Wegen der Penisse

Mir ist da etwas aufgefallen: Wenn ich an Gabby denke, kommt mir zu allererst das Thema Sex in den Kopf. Bei Joana ist das anders. Sie bedeutet in erster Linie Freundschaft. Und Mazikeen? Ja, bei ihr weiß ich das nicht so genau.


Hat das alles etwas zu bedeuten?


Keine Ahnung. Es ist einfach so. Normalerweise mache ich mir darüber auch keinerlei Gedanken. Diesmal ist es einfach so, dass Gabby und Joana so lange unterwegs waren, bzw. sind und mir das Thema wohl deswegen in den Sinn gekommen ist.


Gabby ist zurück. Das bedeutet Sex. Ganz einfach. (Ich glaube nicht, dass es etwas damit zu tun hat, dass sie die deutlich größeren Titten hat.) Sie ist wieder hier, ich werde heute Nacht ihre Möse schmecken, doch ich verspüre nach wie vor die gleiche Leere. Nicht, dass Gabby mir nicht gefehlt hätte – natürlich hat sie das. Außerdem geht mir, wenn sie im Haus ist, die kleine Kakaofresse nicht so auf die Nerven.


Es interessiert mich wirklich, warum das so ist.


Natürlich kenne ich Joana schon viele Jahre länger. Natürlich ist sie schon seit meiner Teeniezeit mein großer Schwarm gewesen. Und natürlich war sie viele Jahre einfach nur meine beste Freundin. Das mit dem Sex kam viel später. Außerdem weiß ich ja, dass der Sex zwischen Joana und mir lediglich passiert, weil ich es will. Sie könnte locker darauf verzichten. Was dummerweise daran liegt, dass sie hetero ist. Und zwar big time. Was natürlich leider auch nicht zu ändern ist. Und dann ist da noch der Fakt, dass sie zwischendurch mit Männern schläft. Einfach so, wegen der Penisse. Da kann ich natürlich nicht mithalten, selbst mit den besten Strap-ons nicht. Außerdem bin ich es natürlich, die gefickt werden will und nicht sie. Wie das bei mir so ist. Ich bin eben ein Mädchen.
Selbst bei diesem Tagebucheintrag ist es wieder das Gleiche: Ich rede viel mehr von Joana als von Gabby. Auch das ist wohl ein Indiz dafür, dass mir Joana mehr fehlt als Andere.
Ist das eine Wertung? Geht es anderen Menschen genauso?

Wem’s gefällt…


Nun könnte man darauf antworten, dass Andere meist nur einen Partner haben und nicht drei, wie ich. Doch ich denke, das muss man nicht unbedingt auf Partner beziehen – im „normalen“ Freundeskreis geht es einem doch genauso. Man vermisst den einen mehr, den anderen weniger. Oder sehe ich das falsch? Aber ist es deswegen eine Wertung? Mit dem einen macht man die einen Sachen, mit dem anderen, die anderen. (Ich fürchte, in diesem Fall muss ich vor der Groß-/Kleinschreibung kapitulieren! Vielleicht kann mir ja einer helfen?)


So viel zum Thema „Philosophie am Abend“…


Fakt ist, Gabby ist zurück, ich bin scharf wie ein Rettich – und habe meine Tage. Danke schön!

Nervt

Und dann gibt es da noch meine Bücher:
https://tinyurl.com/y38cg4ur

Unbefriedigt

Wie übersteht man Nächte, wenn man vor Schmerzen weder liegen, sitzen oder stehen, geschweige denn schlafen kann?

Ich habe keine Ahnung, aber ich lebe noch. Glaube ich.

Auch übel: Noch nicht mal Masturbieren zur Ablenkung funktioniert, weil mein rechter Arm bei jeder kleinsten Bewegung auseinanderzureißen droht. Echt jetzt.

Fickmaschinen bringen auch nichts: Auf dem Rücken liegen geht nicht, hinknien geht nicht, auf einer Sybian sitzen geht nicht.

Vibratoren? Ha! Sobald ich anfange mich zu räkeln oder auch nur anfange zu stöhnen, schießt der Schmerz vom Schulterblatt bis in den Hals.

Und nein: Ich kann nicht leise. Konnte ich noch nie, weder mit Anderen, noch mit mir alleine.

Deshalb wusste meine Mutter auch ganz genau, in welchem Alter ich damit angefangen habe.

Ich kann nicht leise

Aber zurück zum Thema: Ibu, Ortodon, Tilidin, Oxycodon – alles probiert, nichts hilft. Und mit „nichts hilft“ meine ich dass nichts auch nur die Spur einer Wirkung hat. Kann nicht sein? Das dachte ich auch.

Vielleicht sollte ich mir Morphium besorgen.

Gabby meinte, ich hätte sie nicht mehr alle: Morphium?! Nur über ihre Leiche!

Auch okay. Wenn sie es so will…

Joana zeigt wenigstens Zoomsolidarität und nennt mich „my poor baby“. Wenn sie nicht so eine gute Schauspielerin wäre, würde ich ihr das Mitfühl-Gesicht auch wirklich abnehmen.

Jetzt habe ich also Schmerzen und bin unbefriedigt!

Das kann ja wohl nicht wahr sein!

Nichts hilft

Schnöde Rubbelei

Handbücher gebüffelt. Gelernt was ich ohnehin schon wusste.

Diesen Mist zu lesen ist ungefähr so spannend wie Buchhaltung. Das Dumme ist nur, dass etwa 0,5 Prozent dieser drögen Materie tatsächlich interessant ist und Leben retten kann. Leider muss man, um die 0,5 Prozent zu finden, auch den restlichen Quatsch lesen. Grässlich!

Das hasse ich ganz besonders an modernen Flugzeugen: Sie schaffen es, den wirklich interessanten Kram so zu verstecken, dass man, bis man ihn gefunden hat, nicht mehr weiß wie fliegen überhaupt funktioniert.

Wie auch immer…

Ich lebe schon den ganzen Tag von Oxicodon. Wenn das so weitergeht, bin ich übermorgen süchtig und das kaum begonnene Jahr endet für mich im Drogenentzug.

Was mich wieder lehrt: Vorwärts laufen, immer vorwärts, niemals rückwärts. Und wenn, dann umdrehen. Was ja dann auch wieder vorwärts wäre.

Ich werde heute Nacht mal einen dieser neuen Klitsucker (Klitorissauger) ausprobieren.

Was nichts mit dem Thema hier zu tun hat, ist mir nur gerade eingefallen.

Ansetzen, vibrieren und nuckeln lassen. „Kein Dildo nötig“, steht auf der Packung. Aber zusätzlich einen einzuführen kann vermutlich nicht schaden. Sicher ist sicher.

Wo war ich nochmal? Solche Dinge bringen mich immer vom Thema ab…

Ist ja auch egal: Masturbieren ist ohnehin spannender als der ganze andere Quatsch!

Und auf das Masturbieren bin ich ja leider gerade angewiesen; in den kommenden Tagen ist ja dummerweise keine meiner Frauen in Sicht und andere kommen ja derzeit coronatechnisch nicht in Frage. Andererseits bleibt dann Zeit neue Techniken auszuprobieren, denn nichts ist langweiliger als die schnöde Rumrubbelei.

Rubbel dich in den Schlaf #gähn

Tabletten, Spleens und Cunnilingus

Ich werde nun also tatsächlich ein modernes Flugzeug „besitzen“. Dass es so weit hatte kommen müssen…

Jetzt muss ich mir nur noch einfallen lassen, wie ich den verlorenen Boden gegenüber meinen Weibern wieder zurückgewinnen kann. Denn die Verliererrolle steht mir irgendwie nicht.

Aber zuerst brauche ich Sex, viel Sex, und ich hoffe, dass meine schmerzende Schulter das auch so sieht – es ENDLICH auch so sieht.

Denn meine Schulter wird nicht besser. Trotz Tabletten und Übungen und Herumlaufen. Das kann ja wohl nicht wahr sein! Scheiß Putzerei! Saubermachen und ich vertragen sich eben nicht. Hätten die das nicht woanders machen können?

Also werde ich mich nachher erst einmal hinlegen, die Füße aufstellen und Mazikeen die Arbeit machen lassen (sonst ist ja gerade niemand hier). Mazikeen meint, meine Frauen müssten eben arbeiten gehen, um mir meine Spleens bezahlen zu können.

Witzig, Maze, wirklich witzig! Steck endlich deine Nase in meine Möse. Ich lache über deine dummen Sprüche, wenn DEINE Arbeit erledigt ist.

Ist doch wahr!

Fang an, ich warte

Ein Lob für meine Willigkeit

Es ist wirklich unglaublich, was so eine junge, unverschämte Schlampe sexuell alles draufhat!

Nicht, dass alles komplett nach meinem Geschmack gewesen wäre – doch was habe ich dabei schon zu sagen? Ich bin es gewohnt, das zu tun, was Andere mir sagen. Anders darf das gar nicht sein.

Unser erstes ernsthafte Treffen ist dann dank Miriam gleich zu einer ausgewachsenen BDSM-Party ausgeartet und ich muss wirklich sagen, dass diese Frau Fantasie hat – und zwar NOCH mehr als in ihrem öffentlichen Auftreten.

Was mich freut, sind die Komplimente, die ich von ihr bekommen habe. Nicht, dass ich darauf angewiesen wäre, doch trotzdem hört Frau das immer wieder gerne. Nicht nur das allgemeine „Geile Titten, scharfer Arsch und totgeile Möse“ sondern vor allem auch das Lob für meine Willigkeit. So muss das sein. Hinterher natürlich. Währenddessen bekomme ich lieber Ohrfeigen und die Peitsche. Und diverses Andere. Vor allem auch diverses Andere. Diverses Andere ist sowieso das Geilste!

Die Frau hat zwar wenig Titten, doch den Body einer jungen Göttin. Eigentlich gehört sowas verboten. Das Gesamtpaket mit Talent, Stimme und Dreistigkeit kann doch wirklich nicht erlaubt sein! Die Frau macht mich schon nass, wenn ich nur an sie denke.

Wie das bei Gabby ist, weiß ich nicht so genau. Sie war zwar besser bei der Sache als ich es erwartet hätte – vor allem, wenn es darum ging mir wehzutun – doch ich hatte immer das Gefühl, dass solche Spielchen nicht wirklich etwas für sie sind. Sie prügelt lieber aus echter Wut heraus. Na ja, auch okay. Außerdem – ach, egal.

Tatsächlich hätte ich auch mit Miriam gerne mehr zu tun, doch diese Frau ist NUR unterwegs. So etwas habe ich wirklich noch nicht erlebt. Fototermine, Studiotermine, Auftritte, Interviews – unfassbar!

Aber solange sie ja ab und zu ein paar Stunden für „Tammy ficken“ in ihrem Kalender freihält…

Totally crazy!

Meine guten Vorsätze

In 2021 ist alles anders.

Vorsatz: Mehr Sex
Status: Ich arbeite daran

Vorsatz: Weniger Arbeit
Status: Abwarten

Vorsatz: Mehr tanzen
Status: Allein geht’s

Vorsatz: Weniger essen
Status: Öm…

Vorsatz: Weniger Maske
Status: Ach Scheiße…

Vorsatz: Mehr Pornos drehen
Status: Bleibt abzuwarten

Vorsatz: Öfter nackt
Status: Solange meine Titten es erlauben

Vorsatz: Weniger Frauenvielfalt
Status: Wenn die aber doch alle angerannt kommen…

Vorsatz: Mehr BDSM
Status: Wann, bitte?

Mehr BDSM

Vorsatz: Mehr schreiben
Status: Ab morgen

Vorsatz: Wieder öfter segeln
Status: Bleibt abzuwarten

Vorsatz: Weniger Politik
Status: Trump macht’s wieder möglich

Vorsatz: Weniger Alkohol
Status: Tequila versteckt, leider wiedergefunden

Vorsatz: Öfter masturbieren
Status: Verrate ich nicht

Vorsatz: Weniger Sexspielzeug kaufen
Status: Bis jetzt klappt’s noch nicht

Vorsatz: Mehr Vorsätze ausdenken
Status: Ideen? Irgendjemand?

2021

Aller Anfang ist Sex.

Vor genau einem Jahr habe ich diesen Blog, dieses Tagebuch, begonnen und ich muss sagen, dass ich diesen Schritt wirklich nicht bereue, auch wenn es ein wenig Arbeit bedeutet, mich darum zu kümmern. Zeit, die ich eigentlich nicht wirklich habe, weil ich gewöhnlich versuche, mich auf die Dinge zu konzentrieren, die mir eine Menge bedeuten, weil sie mir direkten Spaß bringen: Sex haben, segeln, fliegen und schreiben.

Andererseits hat dieses Tagebuch, dieser Blog, natürlich viel mit Schreiben gemeinsam: Ich kann hier meine Gedanken „zu Papier“ bringen, ohne mich dafür rechtfertigen zu müssen und vielleicht auch Menschen hin und wieder zum Nachdenken zu bringen. Nicht zum Nachdenken über die großen weltbewegendes Themen – okay, manchmal schon – sondern in erster Linie darüber, welche Prioritäten sie im Leben setzen und was sonst noch möglich wäre.

Würde mich jemand fragen, was meine Motivation für das Schreiben, egal ob Bücher oder Blog, ist, dann würde ich zuerst sagen, dass ich schreibe, weil es mir Spaß macht und weil es – wenn es gut läuft – mich persönlich gewaltig anmacht. Nicht umsonst beschäftige ich mich nach dem einen oder anderen Post auch schon mal gerne ganz allein mit einem meiner unzähligen Sextoys.

Doch wenn ich mir meine Bücher so anschaue, dann geht es fast immer um größere oder kleinere Tabus, von denen ich mir wünsche, dass Frauen es endlich wagen würden, Neues zu probieren und ihre Ängste ablegen. Oder so zu reden wie sie empfinden.

Fange ich ganz vorne an, bei Anna von England, dann sind ganz große Themen Masturbation und Reboundsex als Lebensretter nach einer Trennung. Quintessenz: Masturbieren ist geil und nützlich.

Beim nächsten Buch – J. – Die ersten 20 Stunden – taucht das erste BDSM-Thema auf und die ersten schrägen Figuren erscheinen, die fast Eins zu Eins von mir nach realen Menschen gezeichnet wurden. Das echte Leben als Quelle total schräger Verrücktheiten.

Es folgten drei Kurzgeschichten. Die Geschichte von Lisa und dem ersten Lesbensex auf dem Uniklo – eine wahre Begebenheit übrigens. Leute, traut euch zu ficken, wenn euch danach ist!

Alisha und Elena packen den Strap-on aus und rammeln hemmungslos bei einer Sexparty. Und zwar anal. Erlaubt ist, was anmacht. Probiert doch einfach mal aus wie es ist, wenn jemand euren Arsch benutzt. Und nein, das Loch ist nicht zu klein!

Mein ehemaliges Lieblingsbüchlein, die Geschichte von Bella, betrifft meine eigenen Megafetische: Entblößung in der Öffentlichkeit und sexuelle Unterwerfung.

Mein Bestseller – oh Wunder – heißt Irren ist lesbisch. Die Idee zum Buch entstand bei einem kleinen Sexspielchen. Während ich Fäkaliensex hasse – wie hoffentlich die Meisten – hat es mich erstaunt, wie es mich angemacht hat, einer Frau nicht nur beim Pinkeln zuschauen zu müssen, sondern auch noch meine Hand in ihren warmen Strahl zu halten. Eine Randgeschichte im Buch, aber eine wichtige.

Und dann kam J. – Forever. MEIN Buch. Mein Lebensroman.

Prostitution, Gewalt, Vergewaltigung, Wahnsinn. Tod, Leben, Exzesse. Elitentum und die Macht des Geldes. Was kann man mit Reichtum alles kaufen und was dann doch nicht? Männer. Männerverhalten. Frauen. Frauenverhalten. Sexarbeiterinnen und Filmstars. Alles demystifiziert und hemmungslos gezeichnet. Tabuloser Sextalk, Sprache schmutziger als ein Damenklo.

Von all dem schreibe ich auch hier in meinem Blog. Mal mehr, mal weniger aber meistens aktuell.

Bis zu 15.000 Menschen lesen meine täglichen Posts derzeit.

Schon irgendwie verfickt geil, oder?

Sexuelle Hemmungslosigkeit

Natürlich ist die Sache eskaliert.

Aber war das wirklich anders zu erwarten? Spätestens nachdem Miriam uns nackt die Tür geöffnet hatte, war alles geklärt gewesen: Sex war unausweichlich geworden.

Und dann die Sache mit der Holzhütte im ersten Stock… (siehe Scheiße, ist das geil)

Was ich nicht erwartet hatte, war dieser Grad sexueller Hemmungslosigkeit von einer Frau, die viele Jahre jünger war als ich!

Nicht, dass ich mich beschweren würde…

„Was ist das eigentlich mit ihr?“, fragt sie Gabby: „Ist sie sowas wie ein Maskottchen?“

Ich schaue Miriam mit weit aufgerissenen Augen an. Das nackte Luder liegt auf dem Indianerteppich und spricht mit Gabby so, als wäre ich nicht im Raum.

Die zuckt nur mit den Schultern.

„Ein Groupie? Ein Sextoy?“

Gabby lacht. Immerhin.

„Hausnutte?“, schlägt Miriam vor.

„Eher“, nickt Gabby.

Aha.

„Ich darf sie doch benutzen, oder?“

„Sei mein Gast“, grinst Gabby: „Bediene dich.“

Ich sitze am Holztisch auf der Bank und starre auf mein Tequilaglas. Hat Gabby eben „Bediene dich“ gesagt? Eigentlich höre ich ziemlich gut.

„Dann wollen wir mal sehen, ob man sie zu irgendwas gebrauchen kann.“

„Ihr spinnt! Ihr spinnt ja alle!“

„Halt die Klappe!“, fahren mir Miriam und Gabby gleichzeitig über den Mund.

Scheiße, ich ziehe Fäden!

Hausnutte

Sinnschwanger

Momentan ist es wirklich schwierig aus dem Alltag zu plaudern: Wir treffen keine anderen Menschen!

Die einzigen, die wir regelmäßig sehen, sind Joanas und Gabbys Bodyguards. Schon irgendwie traurig!

Dafür weiß ich jetzt, wo Miriam sich herumtreibt: Beverly Hills, eine Flugstunde von hier entfernt. Ich wusste doch, dass es für Gabby ein Klacks ist, so etwas herauszufinden! Warum sollte ich mich also selbst anstrengen?

Natürlich nehme ich Gabby morgen mit. Das wird dann eine kleine Extraüberraschung für unseren hypersexuellen Zwitschervogel. Ich bin gespannt, ob sie mit uns beiden gleichzeitig zurechtkommt. Das wird nämlich meine kleine Bedingung sein. Wer versucht mich zu ärgern, bekommt es doppelt zurück. (Wie sinnschwanger!)

Ich werde berichten.

Dreier, irgendjemand?

Ganz schön weit bis zu ihr! Scheiße weit, um genau zu sein. Zu weit für meine brave Bonanza. 15 Stunden, wenn ich Glück habe. Mit Zwischenstopp. Sooo nötig habe ich es nun auch nicht!

Und wenn ich Miranda oder Anik nach einem Jet frage, zeigen sie mir erst den Vogel und erpressen mich dann mit mehr Arbeit. Kann die Frau denn nicht woanders wohnen?

„Dummchen“, schüttelt Gabby den Kopf, als ich mich bei ihr darüber beschwere.

„Dummchen?“

Sie nickt: „Dummchen. Merkst du nicht, dass sie will, dass du eine ähnliche Anstrengung machst wie sie?“

„Indem ich ans Ende der Welt fliege?“

„Quatsch! Indem du herausbekommst, wo sie gerade logiert.“

„Du meinst, sie ist nicht zu Hause?“

Gabby schüttelt den Kopf.

„Und ich soll herausbekommen, wo sie sich herumtreibt?“

Gabby grinst: „Die Frau spielt ’schwer zu haben‘ mit dir.“

„Und wo ist sie?“

„Woher soll ich das wissen? Finde es raus.“

ICH HASSE SPIELE!

„Finde du es raus.“

„ICH? Was habe ICH damit zu tun? Willst DU sie ficken oder ich?“

„Du bist meine Partnerin. Es ist deine verdammte Pflicht mir in Sachen Beischlaf behilflich zu sein!“

„Ja, aber nur wenn es um meinen geht.“

Ich verdrehe die Augen: „Komm schon! Du bist doch genauso scharf auf sie wie ich!“

Gabby zuckt mit den Schultern: „Du legst sie doch sowieso irgendwann in mein Bett.“

„Ich glaube kaum, dass sie sich so einfach in irgendein Bett legen lässt.“

„MIRIAM? HA! Die legt sich in jedes Bett, das warm genug ist.“ (Ja, ich habe meiner Sängerin X jetzt endlich einen Namen gegeben.)

„Wie kommst du darauf?“ (Klingt das etwa irgendwie eifersüchtig?)

„Du solltest dich über die Leute, von denen du dich ficken lassen willst, besser informieren.“

„Ich weiß, sie ist notgeil. Ist bekannt. Aber trotzdem…“

„Glaubst du wirklich, dass sie mich auslassen wird?“ Gabby lächelt breit.

Nein, das glaube ich tatsächlich nicht. Niemand würde sich Gabby entgehen lassen.

„Was hältst du davon, wenn ich dich einfach mitnehme?“

„Für was?“

„Ich weiß nicht. Was kann man zu dritt machen?“, grinse ich.

Was kann man zu dritt machen?

Wenn Frau Sex braucht

„Du weißt, wie es ist, wenn man Sex braucht.“

Natürlich weiß ich das. Gerade ich weiß das, wie ich inzwischen festgestellt habe. Andere jedenfalls kommen mit weniger aus. Weitaus weniger.

„Und deswegen fliegst du extra hierher?“ „Hier“ ist Vancouver, wo ich neue Medikamente verlade um dann zwei Stunden später nach Palm Springs zurückzukehren. Ich meine: ernsthaft? Die fliegt nach Kanada um mit mir Sex zu haben?

Doch sie schüttelt den Kopf: „Nicht um dich zu ficken, sondern um dir zu zeigen, dass ich es ernst meine. Gabby meinte ja, dass man dich beeindrucken müsse.“

DAS hat Gabby gesagt? Krass!

„Ist dir gelungen. Und woher wusstest du, wo ich war?“

„Deine Chefin. Ein kleines Plappermäulchen. Und ein Fan, wie sich herausstellte. Ich musste ihr eine signierte Vinyl versprechen.“

Ich nicke. Alle Achtung! SIE, ernsthaft, SIE macht sich so einen Stress um mich bei einem Zwischenstopp zu überraschen!

„Du hättest genauso heute Abend nach Palm Springs kommen können. Mit einer signierten Vinyl für mich“, schlage ich vor. Oder mir ein Nacktfoto mit einer Einladung schicken können, denke ich.

„Du machst dir was aus sowas?“

Ich schüttele den Kopf: „Nur wenn du einen gebrauchten Slip dazugepackt hättest.“

„Iiiih!“, lacht sie.

„Okay, ein gebrauchter Lippenstift hätte es auch getan“, grinse ich.

„Schon besser. Willst du einen?“

„Ich will einen Milchkaffee. Du auch?“

„Um diese Zeit?“

Mmh… Es ist Nachmittag, denke ich.

„Wie wäre es mit einem Joint?“ Sie kramt in ihrer Handtasche und hält mir eine kleine gedrehte Zigarette hin.

„Danke, ich bleibe bei Kaffee“, wehre ich ab.

Sie zuckt mit den Schultern und zündet ihn an. Und dann bestellt sie ein Glas Wein. „Ach ja, ich vergaß, du musst ja noch fliegen.“

Und selbst wenn nicht… „Über Sex können wir reden. Aber nicht über Drogen!“

„Das sind doch keine Drogen“, wundert sie sich: „Da habe ich schon ganz andere…“

Ich halte beide Hände hoch: „Erspar’s mir, ich will es gar nicht wissen! Das Thema ist für mich ein rotes Tuch!“

„Du rauchst nicht?“

„Noch nicht mal Zigaretten.“

Jetzt zuckt sie mit den Schultern und drückt den Joint auf einem Teller aus: „Okay. Akzeptiert. Besser?“

Ich schaue auf die Kippe und nicke.

„Aber Wein darf ich?“

Ich lache: „Wenn ich nicht noch ins Cockpit müsste, würde ich einen Tequila bestellen.“

„Gut zu wissen, Baby“, nickt sie. Sie schaut traurig auf den Aschenbecher.

Sie nennt mich „Baby“. Interessant.

Und dann merke ich, dass das Café erstaunlich leer ist. Und dass drei Bedienungen uns von hinter der Theke aus anstarren. Okay, die wissen wer sie ist! Das erklärt auch die Sache mit dem Joint. Hier herrscht nämlich überall absolutes Rauchverbot! Sie hat das Café extra für sich schließen lassen!

Nicht, dass ich das nicht kennen würde, doch so etwas schockt mich jedes Mal aufs Neue! Ist schon krass, welche Privilegien diese Frauen genießen!

„Und jetzt?“, frage ich: „Ich muss nämlich bald wieder los?“

„Kommst du freiwillig zu mir, oder muss ich dich in eurem Haus flachlegen?“

Ich seufze: „Woher willst du wissen, dass ich mit dir ins Bett gehen werde?“

„Oh, komm schon, Süße!“ Sie schüttelt lachend den Kopf.

Eingebildet, UNFASSBAR eingebildet!

„Ernsthaft…“

„Du bist kein bisschen anders als ich“, erklärt sie: „Du kannst gar nicht anders.“

„Du nutzt also aus, dass du weltberühmt bist und ich eine simple Pilotin?“

„Auch ich muss mir ab und zu eine kleine Freude gönnen, findest du nicht?“ Ihr Gesicht ist todernst, doch ihre Augen grinsen.

Und ich muss lachen!

„Außerdem stehst du genauso auf mich, wie ich auf dich.“

Ich ergebe mich meinem Schicksal: „Na, dann müssen wir wohl.“

„Das sehe ich auch so“, nickt sie und schiebt mir eine kleine Karte mit ihrer Adresse zu.

Warum passieren eigentlich immer ausgerechnet MIR solche Sachen?

Dauerbeschallung

So, nun ist es also fast offiziell: Trump is out!

Man kann das kollektive Aufatmen fast körperlich spüren. Einatmen ist ja nicht so angeraten derzeit. Wegen Covid und so.

Ich habe das Gefühl als müsse ich deswegen ständig tanzen (was ich aus weniger politischen Gründen aber ohnehin tue). Die einzigen Zeiten zu denen ich nicht herumzappele sind beim Lesen, in der Oper, in der Luft und beim Segeln.

Ansonsten lässt mich der Rhythmus einfach nicht los. Geht beim Aufstehen los: Fast die erste Handlung ist nach den Ohrhörern greifen. (By the way: ich brauche wasserdichte. Mental notice.) Fast, weil zuerst der Griff nach irgendwelchen verfügbaren Titten verpflichtend ist.

Geht wirklich den ganzen Tag: Beim Schreiben, Essen, Shoppen, Gassigehen, Baden, Zähneputzen, Fotografieren, bei Rollenspielen (nicht „Spülen“, igitt, wer macht denn sowas) und bei Allem, was ich sonst noch so treibe.

Zuhause bläst Musik entweder aus der Streaming- oder – besser – aus meiner Plattenspieler-Röhrenanlage. Falls es irgendwem zu laut ist, sind Ohrhörer gefragt (ich sage nur „Melomania“) oder, noch besser, meine Sennheiser-Kopfhörer. Geschlossene natürlich: Wen interessiert schon das dumme Gequatsche der Mitmenschen! Ich habe auch kein Problem damit, sie unterwegs zu tragen; sexy bin ich damit immer noch. Und selbst wenn nicht: Musik ist wichtiger als alles Andere. Ja: Alles. Sex kommt danach (oder dabei, wie man’s nimmt).

Immer, wenn meine Chefin mit mir redet, gestikuliert sie, dass ich gefälligst die Ohrhörer rausnehmen soll. Wenn mir danach ist, drehe ich die Lautstärke etwas runter.

Die Dauerbeschallung macht übrigens schwerhörig. Angeblich. Sogar taub, wie meine Umwelt behauptet. Ist eine gute Ausrede, um die Menschen um mich herum selbst ohne Musik zu ignorieren.

Angeblich ist mein Musikfimmel der Grund, warum die Weiber hinter mir her sind und ich die freie Auswahl habe: weil ich von morgens bis abends mit den Hüften wackele. Dadurch natürlich auch mit dem Arsch. Und bei Clubmusik hüpfen zusätzlich die Titten. Vor allem, weil BHs für mich bestenfalls akzeptabel sind, wenn ich für Halbnackt-Fotos posiere.

Na ja, jetzt habe ich einen weiteren Grund zu tanzen: Danke, Mr. Biden.

J. – Forever, mein Plattenspieler und ich

Mehr von mir hier:

Küssen hilft

Gestern Abend haben Gabby und ich uns so lange gestritten, bis wir übereinander hergefallen sind.

Es ging um unser zukünftiges Domizil – um was auch sonst. Ergebnis: unentschieden. Morgen fliegen wir erst einmal zurück nach Palm Springs und verhandeln dann zu viert.

Gestern war dann die erste Nacht, in der wir unsere Höhepunkte durch drei geteilt haben: Gabby, Mazikeen und ich. Wobei sich mal wieder alles um mich gedreht hat, denn mein Dämon ist Gabby immer noch etwas unheimlich. Aber immerhin habe ich sie jetzt endlich mal gleichzeitig im Bett gehabt!

Allerdings sollte Gabby sich wirklich mal daran gewöhnen, zumal sie sich in Zukunft mit Mazikeen ein Boot teilen wird. Und Sex ist nunmal die Grundlage für gemeinsamen Besitz!

Und natürlich werden wir uns in den kommenden Tagen die Moody anschauen. Das habe ich Maze versprochen.

Ein weiteres Problem mit Gabby: Sie will einen Katamaran. Ich nicht. Ihr Argument: Ein Zweirumpfboot hat keine Schräglage und sie müsse sich dann nicht ständig an Wänden entlanghangeln.

EBEN! Ein Katamaran ist Scheiße, sage ich doch!

Und Mazikeen? Sie hält sich raus; angeblich ist es ihr egal. Ich glaube ihr kein Wort, dass ist garantiert wieder so ein Dämonentrick. Wie kann eine passionierte Sportseglerin wie Maze so ein maritimes Ungeheuer auch nur in Erwägung ziehen, ohne Ausschlag zu bekommen?!

Mir jedenfalls fallen schon bei dem bloßen Gedanken an so ein Ding die Nasenhaare aus!

Das war mal anders, das gebe ich zu, doch damals war ich noch jung und dumm und hatte deutlich weniger Nasenbehaarung. Frau entwickelt sich.

Heute werde ich beim Anblick eines richtigen Seglers nass, während sich beim Wort Katamaran meine Schamlippen nach innen stülpen. Eklig! (Vor allem, weil man sie ja dann wieder rauspuhlen muss!) Okay, gnadenlos übertrieben, denn sie sind ja klein und fein, aber ihr versteht was ich meine…

Wie auch immer…

Ich werde mich jetzt ins Bett begeben und zwei Frauen beim Küssen zuschauen. Ist das nicht geil?

Dieses tiefgründig-lesbische…

Es ist für mich kaum nachvollziehbar, warum ich so auf Schauspielerinnen stehe.

Muss so ein unterbewusstes Ding sein. Ein Fehler in meiner Matrix. Tatsache jedoch: Allein der Anblick mancher Schauspielerinnen macht mich auf der Stelle nass.

Ich habe das jetzt schon ein paar Mal festgestellt: Sehe ich eine hübsche Frau auf Instagram, denke ich „schick“. Bekomme ich dann mit, dass sie berühmt ist: Bäng! Überschwemmung!

Lerne ich sie dann privat kennen, muss ich idealerweise feststellen, dass sie genauso ein Miststück ist, wie wir Anderen auch. Mindestens.

Bei Normalsterblichen nervt mich diese Bitcherei gewaltig; bei Schauspielerinnen macht sie mich nass!

Schon Scheiße.

Momentan ist es mit dem Privatkennenlernen allerdings nicht so weit her. Wer ist Schuld? Der Virus, klar. Der ist ja heute an allem Schuld. Vor allem daran, dass es keine Partys mehr gibt. Jedenfalls keine geilen.

Kennengelernt habe ich die meisten Hollywoodbitches nämlich auf Partys. Zu denen mich Joana heute gar nicht mehr mitschleppen muss – ich bekomme mittlerweile meine eigenen Einladungen. Offenbar glauben manche Leute inzwischen, dass ich auch jemand wäre. Jemand Bekanntes. Dabei bin ich wirklich nicht mehr als eine Partyschlampe, ehrlich! Ein Edelgroupie sozusagen.

Dabei ist es gar nicht mal so sehr die Sache mit der Berühmtheit. Wenn eine Schauspielerin nicht wenigstens so genial aussieht wie die Aniston, interessiert sie mich nicht. Was man übrigens auch daran sieht, dass Sängerinnen nicht mein Thema sind. Die können zwar was, doch sie bedienen meine Sucht nach oberflächlicher Schönheit nicht. Siehe Pausbäckchen Britney oder Kinderschreck Adele. Es gab jedoch zwei oder drei – das gebe ich gerne zu – bei denen hat es gepasst. Die waren zwar nicht ansatzweise so sexy wie die Johansson aber sie hatten dieses tiefgründig-lesbische… Wobei das dann wieder den Nachteil hat, dass sie oft nicht eingebildet genug sind (eine weitere Grundvoraussetzung um mich mit einem Wort feucht zu machen). Wobei ich betonen muss, dass ich zwischen Arroganz und Dummheit durchaus Unterschiede mache.

Worum ging es jetzt eigentlich? Ach, keine Ahnung. Vermutlich wollte ich mich nur nass schreiben.

Arroganz ist eine Grundvoraussetzung

Lesbenpest

Wie ist das nun eigentlich mit der Prostitution? Habe ich, oder habe ich nicht?

Ich liebe offene Fragen, doch nach „J. – Forever“ sollte diese Frage eigentlich gar nicht mehr so offen sein. (Wobei ich mich dann doch entschieden habe, mit konkreteren Antworten noch eine Weile zu warten. Es werden ja wohl hoffentlich noch mehr Bücher kommen.)

Bis dahin kann es sich ja jeder so vorstellen, wie es ihm am besten gefällt. Fakt ist, dass Bücher ohne Recherche nichts taugen. Und die beste Recherche ist…

Wie auch immer.

Kann man sich vorstellen, dass meine Entscheidung immer noch nicht gefallen ist? Über den Ort, an dem ich mich zur Ruhe setzten möchte? Gabby behauptet, weil es nicht alleine meine Sache sei. (Was hat sie eigentlich damit zu tun? Sie kenne ich doch erst ein paar Monate?)

Wobei tatsächlich ihre Tochter ein Faktor ist. Wie kann es jemand verantworten, ein Kind in einem waffenstarrenden und kulturlosen Land für Hirnamputierte aufwachsen zu lassen?

„Weil Eva reich ist und sie sich deshalb nicht besonders daran stören muss“, behauptet Gabby. Was nicht ganz richtig ist. Kulturlos ist es in den Staaten so oder so. Europas Museen und Theater leerzukaufen, ändert nichts daran, dass Amerikaner Banausen erster Güte sind. Nein, Eva verdient etwas Besseres.

Fakt ist, dass Gabby inzwischen auch hier weg will. Joana nicht. Scheiß Spiel. Wobei auch mein Dämon nicht so begeistert von der Idee ist, in Europa leben zu müssen.

Ich schon. Kanada ist die zweitbeste Wahl. Ist ja aber auch kein Wunder, ich bin in der Kulturwelt aufgewachsen. Kanada kennt zwar auch keine, doch das Land tut wenigstens nicht so als hätte es ausser Hockey noch eine andere.

Genug zum Thema (Un)Kultur.

Ich werde mir die Moody mal näher anschauen. Womit aber immer noch keine Entscheidung zum Wohnort gefallen ist. Schließlich kann man ja mit ihr an (fast) jeden Ort der Welt fahren.

Morgen oder übermorgen fliegen wir hin. Das hängt davon ab, wann Anik uns ein Flugzeug schicken kann. Sie lässt mich immer noch nicht Linie fliegen. Virenbedingt. Sooo süß!

Gabby hat übrigens jetzt auch Yachten ohne Segel ins Spiel gebracht. Mann, habe ich gelacht! Das ist sooo absurd! Als würde man mir sagen, ich müsse jetzt Auto statt Motorrad fahren. Freiwillig. Ob man auf so Spinnereien kommt, wenn man mit einem goldenen Löffel im Mund aufgewachsen ist? Yachten ohne Segel… Sachen gibt’s… (Das ist etwa so, als würde man mir sagen, dass ich künftig nur noch Schafe ficken darf!)

Apropos „ficken“:

Kann es wirklich sein, dass es Menschen gibt, die weniger Wert auf Sex legen als ich? Oder zumindest weniger Zeit damit verbringen? Und wenn ja, warum?

Alles, absolut alles, macht mehr Spaß, wenn Sex involviert ist. Gedanklich oder körperlich. Oder bin das wirklich nur ich? Leide ich an Sexviren? Oder Erotikbakterien? An der Prostitutionsgrippe oder der exhibitionistischen Lesbenpest?

Menschen sind komisch.

Na ja, solange sie sich wohlfühlen…

Joana sagt, ich wäre es, die komisch ist. Aber um ein kleines Geheimnis zu verraten: Sie kann auch keine zwei oder drei Tage ohne. Weshalb sie gestern Nacht schon wieder einen Schauspielerkollegen gefickt hat. Bei ihr ist es ja diese seltsame Penissucht. Ist chronisch.

Ich finde es immer spannend, wenn sie bei mir die Einzelheiten ausplaudert. Manches ist zwar wirklich eklig, doch was der Körper will, will er. Und erzählen schadet nicht.

Zuhören auch nicht. Joana ist eine Erzählerin. Sie braucht mich, weil ich zuhöre ohne zu urteilen. Vor allem, weil sie dabei manchmal masturbiert. Da kann ich ja schlecht mit meinen Gedanken woanders sein.

Ich sage ja: Menschen sind komisch. Manche sind aber auch einfach nur geil!

Quittung gibt’s nicht

Ich habe nie wirklich daran geglaubt, dass das mit meinem Job in unserer Firma lange hält: es hat einfach zuviel mit Arbeit zu tun und aus dem Alter bin ich wirklich raus.

Andererseits habe ich meine Airlinejobs durchaus eine Weile durchgehalten, doch lag das damals eher daran, dass mir zu der Zeit nicht wirklich etwas Besseres eingefallen ist. KLM, Emirates, Singapore – es ist immer weiter eskaliert und die Flugzeuge wurden immer mehr zu fliegenden Computern – irgendwann wurde es langweilig. Abgesehen davon, dass ich bei meiner letzten Airline aufgrund meiner damals eskalierenden Krankheit erst gar nicht mehr antreten konnte. Jetzt könnte ich wieder, aber keiner fliegt mehr und ich habe auch keine Lust mehr. Vor allem, bei den lächerlichen Bezahlung, in der Coronazeit. Wenn man überhaupt bezahlt wird. Eine Seniorpilotin mit Seniorgehalt stellt niemand mehr ein.

Da bleibe ich lieber bei meiner eigenen, kleinen Bonanza und lasse mir die Fliegerei von meinen Mädels bezahlen. Indirekt.

Denn eigentlich bezahlen sie mich ja fürs Ficken.

Habe ich das eigentlich jemals wirklich niedergeschrieben? Dass ich durchgesetzt habe, dass ich für jede sexuelle „Dienstleistung“ bezahlt werde? In bar? Von Joana und Gabby jedenfalls, Mazikeen darf kostenlos. Dämonen bezahlen nicht für Sex, die nehmen sich ihn einfach.

Natürlich will Joana eigentlich gar keinen Sex von mir – sie ist ja wirklich hetero, die Arme – ich bin diejenige, die will, muss und braucht. Und Gabby lacht jedes Mal, wenn sie mir Scheine in die Hand drückt. (Oder auf den Nachttisch legt. Wir versuchen die Klischees zu bedienen.)

Die ganze Sache hat ja auch ganz andere Hintergründe. Die einen sind in „J. – Forever“ erklärt, die anderen – nun ja, irgendwie muss ich mir ja meinen Lebensstil finanzieren. Mit den paar lächerlichen Dollar, die ich als Pilotin verdient habe, könnte ich mir das extravagante Leben meiner Frauen gar nicht leisten. Da ich in die selben teuren Restaurants mit ihnen soll, in die selben teuren Hotels, die gleichen teuren Klamotten tragen und in einem Riesenhaus mit ihnen wohnen muss – wie soll sich eine das leisten können, die nicht zig hundertfache Millionärin ist? Da kam dann der Sex ins Spiel und ich wurde zu ihrer persönlichen Nutte. Die selbst bestimmt, wie oft sie gefickt werden will. Ist das nicht cool?

Nein?

Na ja, Jeder das Ihre.

Mir stürzt jedenfalls schon beim Gedanken daran, jedwede Flüssigkeit in die Möse. (Und beim Aufschreiben erst recht. Mist!)

Ich bn also ganz offiziell eine Nutte. Aber war ich das nicht eigentlich schon immer? Nicht, dass Prostitution erlaubt wäre… Aber wenn man immer ganz brav jeden Dollar angibt, für den man genagelt wurde, ist die IRS zufrieden. (Ich bin nicht billig.) Und sobald das Finanzamt zufrieden ist, interessiert der Rest auch keinen mehr.

Außerdem ist es ja nicht so, dass ich Quittungen ausstellen würde…

Nicht, dass da noch Reste…

Miranda hat angerufen und mich gefragt, ob es jetzt wirklich amtlich sei, dass ich aufhöre.

Eigentlich hatte ich ihr das bereits mitgeteilt, doch diesmal habe ich ihr gesagt, dass ich mindestens zwei Monate Auszeit nehmen würde. Verlängern kann ich immer noch.

„Zwei Monate?!“

„Mindestens.“

„Und ich soll dir solange deinen Job freihalten?“

„Wegen mir kannst du dir auch einen Elefanten kaufen und gemeinsam mit ihm Ballettunterricht nehmen.“ Manchmal muss man deutlich mit seiner Chefin sprechen, damit sie kapiert, was man meint.

Sie hat dann aufgelegt. Gut. Sie nervt sowieso, weil sie sich nicht entscheiden kann, ob sie nun Sex will oder nicht. Scheiß Heteros!

Und dann hat Joana angerufen und per Zoom geweint. Sie will nicht, dass ich ausziehe. Ich auch nicht, doch da wo wir wohnen ist zuviel USA für meinen Geschmack.

Kaum ist das Gespräch beendet, ist Miranda wieder dran: „Würde es helfen, wenn wir Sex hätten?“

Hä? Kann die Gedanken lesen?

„Bei dir oder bei mir?“ Und wieso will die eigentlich unbedingt, dass ich arbeite? Ist das legal?

„Das nimmst du jetzt echt ernst, Tammy?“

„Sex ist eine ernste Angelegenheit.“ (Zumindest für mich.)

„Okay.“

„Was ‚okay‘?“

„Ich probier’s.“

„Was?“

„Lesbensex.“

„Soso…“ Ich weiß, es ist ein Trick.

„Aber nur, wenn mein Mann dabei ist.“

Wusste ich es doch!

„Solange er seine Finger und andere abstehende Teile bei sich behält…“

„Deal.“

„Er kann sich gerne einen runterzuholen.“

„Du bist unmöglich, Tammy!“

„… aber in die andere Richtung spritzen.“

„TAMMY!“

„Man muss doch die Regeln festlegen.“

„Willst du jetzt, oder nicht?“

„Schluckst du das Zeug eigentlich auch?“ Das Thema beginnt mich zu interessieren.

„Jetzt wirst du unverschämt!“

„Nicht, dass da noch Reste in deinem Mund…“

Und schon ist mein Bildschirm leer: Gespräch beendet.

Heteros sind aber auch empfindlich!

Ich werde alt

Ich stelle fest, dass ich nicht mehr soviel Sex habe wie früher.

Fluch oder Segen? In der Regel nur noch einmal am Tag und insgesamt auch mit weniger Partnerinnen. Ein paar Mal masturbieren täglich kommt dazu, doch auch das ist weniger geworden. Warum? Sollte mir das zu denken geben? Werde ich alt?

Es gibt nach wie vor keinen Mangel an Gelegenheit, das ist immerhin erfreulich. Doch irgendwie fixiert sich mein erotisches Denken immer mehr auf Joana, Gabby und Mazikeen. Andere Weiber werden uninteressanter. Warum ist das so?

Ich werde mir einreden, dass mein reduziertes Sexualleben daran liegt, dass meist nur eine meiner drei Partnerinnen greifbar ist. (Wie praktisch es ist, drei Frauen zu haben!)

Ich bin nicht mehr so aktiv und aufgedreht, wie ich es noch vor zehn Jahren war. Heute ist der Griff zum Vibrator oft attraktiver geworden als der nach einer fremden Frau.

Scheiße, ich werde alt!

Beispiel gestern: Am Morgen hat Gabby im Bett eine Weile an mir herumgeknabbert, bevor sie aufstehen musste. Statt das Zimmermädchen (Lesbisch, eindeutig lesbisch!) anzulächeln, habe ich es mir dann selbst gemacht um dem Flüssigkeitsverlust Herr zu werden.

Nach dem Frühstück dann nochmal im Sitzen vor dem Fenster. Dann ausgiebig gebadet um meine schmerzende Unfallschulter zu beruhigen, was nicht besonders gut funktioniert hat. Kein Masturbieren, nur ein Buch. Ist mir auch noch nicht passiert!

Mittagessen auf einer Parkbank mit Mazikeen. Von Booten geredet. Außerdem vom schönen Squamish in Kanada, denn Maze will nicht nach Europa. Danach hat sie mich im Stehen hinter zwei Müllcontainern gefickt. Fast wie in alten Zeiten. Das war cool.

Dann haben wir Eva abgeholt und mit ihr im Park Ball gespielt. Abwerfen… Was man nicht alles für die Brut macht…

Gabby ist am späten Nachmittag mit einer Torte zum Picknick gekommen. (Die Torte hat einer ihrer Bodyguards geschleppt.) Ein wenig Konfetti, ein bisschen getrötet und zur Feier des Tages ein bisschen heimliches Gefummel im Gebüsch. Mit Wache stehenden Bodyguards. Schon schräg, was die alles mit stoischen Gesichtern mitbekommen…

Im Hotel angekommen masturbiert. Heftig und nicht nur einmal.

Es folgte der Smalltalk bei der kleinen Feier und jetzt sitze ich hier alleine und tippe auf dem Handy.

Nebenbei.

Nein, es ist weniger geworden, eindeutig! Ich WERDE alt!

Joana kommt

Ich habe mich von unserer kleinen Feier verabschieden müssen, ich bin einfach zu müde. Jetzt sitze ich in meinem Zimmer und schaue raus aufs Meer. (Ja, unsere Suite hat Zimmer. Solange ich es nicht bezahlen muss…)

Die Stimmung ist ohnehin etwas gedrückt, weil wir uns nicht einigen können, wohin unsere Reise gehen wird. Außerdem gefällt es keiner von uns, dass Joana nicht hier ist, bzw. nicht mit uns geht.

Schon komisch, wenn mehrere Frauen so gut miteinander können…

Gabby stimmt allerdings mit mir überein, dass es höchste Zeit ist hier zu verschwinden – Biden hin, Biden her. Die Luft in den Staaten ist verseucht und verpestet und keine von uns hat Lust den Scheiß noch weiter einzuatmen.

Joana hingegen ist wie immer optimistisch und ist überzeugt, dass die Dinge sich jetzt zum Positiven ändern werden. Biden wird es schon richten.

Mein Problem mit den USA ist allerdings ein schwerwiegenderes: Die Menschen hier sind größenwahnsinnig und das wird auch der neue Präsident nicht ändern! Außerdem ist die Spaltung der Gesellschaft so groß geworden wie nie zuvor. Ich glaube, das Erste, was die Leute sich fragen, wenn sie einen Menschen sehen, ist, ob er Demokrat oder Republikaner ist und danach richtet sich dann alles weitere. Nicht wie früher, als man ganz unschuldig darüber nachgedacht hat, wie er oder sie wohl beim Masturbieren aussieht.

(Ich sehe übrigens geil dabei aus, so richtig mit Räkeln, Zucken und lautem Stöhnen und so.)

Außerdem bin ich weder Republikanerin noch Demokratin, falls es jemanden interessieren sollte. Ich bin Grüne. Schon immer gewesen. Und ja: die gibt es auch in den USA. Und in England. Und in Deutschland, klar.

Abgesehen davon, dass ich nicht mit allem übereinstimme, was grüne Politiker so von sich geben, bin ich mit meiner Einstellung ganz zufrieden. Nicht, dass ich besonders engagiert wäre, bewahre, nichts liegt mir ferner. Aber jeder braucht doch so eine Art politische Heimat. Außerdem ist grün heute eine meiner beiden Lieblingsfarben. (Die andere ist orange. Kaum zu glauben, oder?)

Wobei mir aufgefallen ist, dass grüne Vibratoren echt schwer zu bekommen sind. Warum? Weil grüne Weiber durchweg befriedigter sind? Oder einfach nur flinkere Finger haben?

Ich habe für Bernie gespendet, dann für Biden. Beides nur, damit Trump endlich in das Klo der Geschichte gespült wird. Sonst spende ich für Obdachlose. (Jeder sollte ja ein Thema haben, für dass er regelmäßig ein wenig von seinem Schwerverdienten abzweigt, richtig? Seien es nun ein Dollar oder tausend. Der Gedanke macht’s.)

Jetzt gerade habe ich wieder die Finger zwischen meinen Beinen. Die von der linken Hand, die Schmerzen in der Schulter sind weniger geworden. Mit der Rechten tippe ich auf dem Handy, wobei ich immer mehr korrigieren muss, weil ich immer zappeliger werde. Und nasser. Keine Ahnung warum eigentlich. Ich denke an nichts Bestimmtes. Jedenfalls nicht wirklich an Sex. Aber es geht auch so bei mir. Ich kann an Lasagne denken und einen Orgasmus bekommen. Oder an Lachsschinken. Oder an Volksbefragungen, ganz egal. Ich kann meine Finger gar nicht so schnell hineinstecken, wie ich nass werde! (Eigentlich eine feine Sache.) Während des Orgasmus sehe ich dann aber eigentlich immer Joana vor mir. Schon schräg.

Ich muss jetzt aufhören: Joana kommt.

Echt scharf

Dieses Foto habe ich als Hintergrundbild auf meinem Handy:

Ich, ganz brav

Nicht beschnitten und als Hochformat natürlich.

Ich stehe vor einer Graffiti-Wand, Kamera in der Hand, eine Titte nackt und die Hosen heruntergezogen, gerade die äußeren Schamlippen und der Schlitz dazwischen sichtbar. (Eine richtig geile Möse, wie ich finde! Die Titten sind übrigens ebenfalls durchaus vorzeigbar: Sie hängen zwar inzwischen ein wenig, aber ich bin ja auch eine Frau und keine Statue! Außerdem bin ich echt froh, dass meine Möpse endlich eine vorzeigbare Größe haben!)

Nun, warum sollte jemand sein eigenes Foto als Wallpaper auf seinem Handy haben?

Eingebildet, egozentrisch, exhibitionistisch?

Ja, ja, das auch alles.

Tatsächlich gibt es noch einen ganz anderen, sehr speziellen Grund: Ich versuche nicht zu vergessen, dass ich nur ein einzelnes weibliches Wesen der Hälfte der Menschheit bin. Kopf, Titten, Fotze. Das war’s. Haben die anderen 99,999999999 Prozent Weiber auf der Erde auch.

Außerdem ist es ein geiles Foto. Wenn das eine andere Tussi wäre, würde ich echt auf sie stehen.

Das mit den anderen 99,999999999 Prozent vergisst man leider ganz schnell mal. Vor allem, wenn man wie ich ein wenig in der Öffentlichkeit steht.

Aber nicht nur dann sollte man sich zwischendurch immer auch daran erinnern, dass man genauso gewöhnlich ist, wie jeder Andere auch.

Wenn auch echt scharf!

Ich, gar nicht mehr so brav