Sarkastisch? Ironisch?

Ich bin oberflächlich.

Ja, und wie! Geil, oder? Ich sagte ja bereits, dass das Tauchen nicht so mein Ding ist.

Oben ist die Luft ohnehin besser, finde ich. Deshalb gehe ich den Dingen auch nicht so gerne auf den Grund: Man weiß ja nie, wie lange man es da unten aushält.

Bleibt man oberflächlich, wird man auch nicht so schnell zur Verantwortung gezogen, was daran liegt, dass man nicht so einfach etwas Verkehrtes sagt.

Völlig sinnlosen Blödsinn reden ist außerdem nicht schwer. Sei es in der amerikanischen Politik oder zum Beispiel auf meinen Seiten: Die Leute hängen einem an den Lippen.

Na gut, ich rede nicht nur Blödsinn. Manchmal mache ich auch einfach nur Quatsch. Die Leute verstehen dann die Ironie. Oder wahlweise den Sarkasmus. Zwei Wörter, deren Unterschied ich bis heute nicht begriffen habe. Manche Menschen sagen nämlich, eine meiner schlechtesten Eigenschaften sei mein ständiger Sarkasmus, doch ich glaube, das ist ironisch gemeint. Oder war das umgekehrt?

Aber wenn man so oberflächlich ist wie ich, ist das sowieso egal.

DIESE FRISUR!!!

Ich weiß ja: Joana sieht nicht wie 50, sondern bestenfalls wie 35 aus. (Sollte das in diesem Fall nicht eher „schlimmstenfalls“ heißen?)

Mich würde es kein bisschen stören, wenn sie wie 50 aussehen würde.

Erstens wäre sie dann noch hübscher und zweitens wäre ich dann endlich diese Kosmetikerin los, die ständig versucht ihr mein Boot madig zu machen.

Ausserdem wäre sie immer noch die, die sie ist. Nur mit mehr Zeit. VIEL mehr Zeit

Ist es nicht ziemlich traurig, dass Frauen, je älter sie werden, immer mehr Zeit damit verplempern jünger auszusehen, statt sich damit zu beschäftigen mehr vom restlichen Leben zu haben? Zum Beispiel zu reisen oder meine Bücher zu lesen?

Oder ihre Männer zu verlassen und es mit Lesben zu versuchen?

(Ich weiß, das hätte katastrophale Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt im Kosmetikbereich. Andererseits sehr positive auf meine Nerven.)

Ich möchte bezweifeln, dass eine der nachweislich schönsten und am meisten bewundertsten Frauen der Welt mit 50 so viel weniger anschaubar als mit 35 ist.

ABGESEHEN DAVON: Ehrlich gesagt ist es mir scheißegal wie sie aussieht! Als sie mein Jugendschwarm war, habe ich natürlich auch ihre Schönheit bewundert (Und ihre Frisur! Ihre FRISUR!) aber später wusste ich dann, dass es ihr Können war, das mich wirklich fasziniert hatte. Und heute? Heute ist es der Star, der in Wirklichkeit eine hochgradig verwundbare Frau ist. Mit EINER GEILEN FRISUR!

Und einer bescheuerten Kosmetikerin.

Blog exklusiv: Wer braucht schon Mehl zum Backen

Was ich nicht vermisse sind diese elenden Aufbackbrötchen.

Ob zu Hause oder vom Bäcker: alles der gleiche Müll. Wenn man hier zum Bäcker geht, dann landet man geschmacksmässig im 20. Jahrhundert. Mitte des zwanzigsten, behaupten einige, was ich – der Göttin sei Dank – nicht beurteilen kann, denn sonst würde ich den Fraß von heute ja gar nicht mehr anrühren!

Es liegt daran, dass die Bäcker hier in der Karibik in der Regel noch das tun, was sie tun sollten: backen. Ohne „auf“. Ihnen bringt man noch bei was Mehl ist und welche Funktion es beim Backen hat.

Und – oh Wunder, ich bin erschüttert – sie wissen sogar, dass man Brötchen auch mit Reis-, Mais- und Buchweizenmehl backen kann, und wie man es macht, dass sie hinterher sogar wie Brötchen schmecken! Das sollten sie mal Schär und Konsorten verraten!

Ich meckere schon wieder, richtig? Dann werde ich auch langsam wach!

Blog exklusiv: Academy Award

Und dann hat sie mir mal wieder den Orgasmus so richtig kaputtgemacht.

Mit Absicht.

Ich glaube, ich habe meine Krallen vor Verzweiflung mindestens einen Zentimeter tief in ihren Rücken gegraben.

Und ich könnte schwören, sie hat – während ich tausend Tode gestorben bin – ganz leise „Academy Award“ geflüstert!

Das Biest!

Gelobt sei was nass macht

„Wer nicht kommen will, der lässt es. Wie beim Sex.“

„Witzig, Maze, wirklich witzig!“

„Es ist doch das Wichtigste, dass Joana hier ist, oder nicht?“

„Frag nicht so blöd!“

„Und wenn die Scheiß-Award-Season vorbei ist, hängt sie doch sowieso dauernd bei uns rum!“ Maze atmet theatralisch aus.

„Genaugenommen hängst du aber bei UNS herum, selbst wenn dir ein kleiner Teil vom Boot gehört.“ Das war gemein, ich weiß. Doch irgendwie stimmt es ja auch. Wenn Joana Maze nicht geholt hätte, würde sie immer noch zu Hause auf Orcas sitzen und auf meine Sachen aufpassen.

„Warum trittst du eigentlich immer in alle Richtungen aus, Tammy, wenn dir was nicht passt?“

Tja, das frage ich mich auch. Es ist nicht nett. Andererseits – seit wann bin ich nett? „Damit ich wenigstens einen treffe. Irgendeinen.“

„Whatever…“

„Stell dich nicht so an, Maze, tue nicht so als könntest du es nicht vertragen!“

„Ertragen kann ich alles – solange ich auch austeilen darf.“

„Mach doch!“, fordere ich sie auf.

„Pah! Verbal bist du doch jedem überlegen. Und prügeln? Ich schlage keine Weiber! Und schon gar keine, in die ich meine Finger stecke.“

„Dachte ich mir schon.“

„So verunstaltete Weiber sind wenig erotisch.“

„Auch klar“, nicke ich.

„Im Übrigen mag ich Joana wirklich. Ist natürlich lustig, dass sie dich mit ihren Freundinnen erpresst. Aber du bist ja selbst schuld!“

„Warum?“

„Weil du jedem auf die Nase binden musst, dass du jedem Sternchen hinterher rennst.“

„DAS TUE ICH ÜBERHAUPT NICHT!“, empöre ich mich.

„Jaja, ich weiß: Unter einem Golden Globe tust du es nicht!“

Hat sie recht? Keine Ahnung, es ist mir auch egal. Gelobt sei was nass macht.

„Stört es dich?“, frage ich etwas gemäßigter.

Maze zuckt mit den Schultern: „Das bist du, es gehört zu dir.“

Auch eine Antwort…

„Maze?“

„Ja?“

„Jetzt ein klein wenig schneller. Nur ein bisschen. Und dann sag bitte nochmal ‚Golden Globe‘!“

Blog exklusiv: Ihr zwei reicht!

„NO FUCKING WAY!“

Maze grinst nur.

„SOLL SIE DOCH ALLEINE KOMMEN!“

Maze grinst nur.

„ICH BRAUCHE KEINE ANDEREN WEIBER!“

Maze grinst nur.

„IHR ZWEI REICHT!“

„Nur wir beide? Joana und ich? Bist du dir da sicher?“ Maze grinst immer noch.

„ACH LASS MICH DOCH IN RUHE!“

Blog exklusiv: Nervenkitzel

Immer wenn ich mal Lust auf ein wenig Nervenkitzel habe, frage ich Maze, was eigentlich wäre, wenn wir uns trennen würden.

„Warum? Was soll dann sein?“, fragt sie für gewöhnlich zurück und drückt mir ihr Messer gegen die Kehle.

„Wir werden uns natürlich nie mehr trennen“, flüstere ich dann und versuche mit zwei Fingern das Messer vorsichtig von mir weg zu schieben, damit ich wieder schlucken kann.

„Das sehe ich auch so, Baby, ganz bestimmt“, lächelt sie dann und schiebt die Mörderklinge zurück in das Halfter an ihrem Bein.

Blog exklusiv: Nie genug

„Wieviel Sex kann ein Mensch nur haben?“ grinst sie als ich ihren Kopf erneut zwischen meine Beine drücke.

„Nie genug, Maze, nie genug!“

„Langsam glaube ich fast auch daran.“

„Halt den Mund und fang an! Und denk dran: Dämonen schmatzen nicht!“

Blog exklusiv: Eine dämonische Allianz

Ich glaube, Joana hat verstanden, dass sie sich mit Maze gut stellen muss.

… dass Maze gefährlich ist.

Ob sie gewusst hat, welche Geister sie gerufen hat?

Jedenfalls macht sie nicht den Eindruck als habe sie Angst. Aber so etwas kann man auch überspielen. Immerhin ist sie Schauspielerin und zwar eine der besten.

Ich werde sie fragen.

Ich werde Joana fragen ob sie Angst vor Maze hat und sie wird mich unverständlich anschauen und wird zurückfragen warum. Und ich werde keine Antwort wissen. Und einen Moment später wird sie fragen ob sie Angst haben sollte. Und ich werde überlegen müssen.

Es gibt keine ehrliche Antwort, die nicht als Drohung missverstanden werden kann.

Also werde ich erst gar nicht fragen. Warum auch? Sie hat es doch sowieso verstanden. Ich hätte eben nur gern die Bestätigung gehabt, um sie Maze um die Ohren zu hauen.

Chris hat nicht umsonst diesen Dämonennamen gewählt. Mazikeen. Maze. Sie WILL gefährlich sein. Sie ist gelangweilt – zum einen. Zum anderen will sie mehr tun um unsere Allianz am Leben zu halten. Die zwischen ihr und mir. Ich glaube, sie sieht unsere Beziehung neuerdings tatsächlich ein wenig wie eine Allianz. Eine Allianz gegen – alles irgendwie.

Und wie passt Joana hinein?

Joana hat den Dämon beschworen. Sie beherrscht ihn. Solange sie versteht, dass Maze sich als mein Dämon sieht. Nicht als unseren.

Eine lausige Lesbe

Sicher habe ich gewusst, was auf mich zukommen würde.

Ich kannte sie ja schon und habe sie doch wieder mit allem Drum und Dran in mein Leben geholt. Auch wenn ich das in erster Linie auf Wunsch Joanas gemacht habe.

Nun, nicht nur natürlich. Ich habe sie vermisst. Immer. Es war nur diese Entscheidungssache gewesen, von der ich geglaubt hatte, dass sie sein musste.

Maze war nie im Zweifel gewesen. Sie hatte sich für mich entschieden und hatte nie auch nur eine Sekunde an etwas anderes oder eine andere gedacht.

Ich hingegen musste mich meiner Sehnsucht nach dieser Frau, dieser anderen, ergeben. Was sollte ich tun, wenn plötzlich der Jugendschwarm vor der Tür stand und der Traum wahr werden konnte?

Genaugenommen ist er ja nicht wahr geworden. Joana war meine beste Freundin, nicht mehr und nicht weniger. Chris – Maze – hatte immer gesagt, dass sie mehr für mich war und ich versuchen müsse, mir den Traum zu erfüllen.

Das habe ich getan.

Selbstlos von Maze? Dumm?

Nein, sie wusste, dass sie dem nicht im Weg stehen durfte und hatte darauf vertraut, dass ich sie niemals würde vergessen können.

Sie hatte recht.

Ob Maze jemals wieder in mein Leben zurückgekehrt wäre, wenn Joana das nicht forciert hätte? Ich weiß nicht. Sie war ja nie draussen. Ich hatte ein Apartment in ihrem Haus auf Orcas und alle meine Sachen waren dort. Sie schickte mir was ich brauchte und ich schickte alles was ich aufbewahren wollte zu ihr. Ich habe das Apartment nie mehr benutzt und wir haben nur per Telegram kommuniziert und auch nur für organisatorische Dinge.

Aber Maze war da. Hätte ich sie irgendwo auf der Welt gebraucht, wäre sie in den nächsten Flieger gesprungen.

Wer hat so etwas – so jemanden schon?

In dieser Zeit war Maze – ich kann mich an ihren neuen Namen immer noch nicht gewöhnen – Familie für mich. Und Familie trennt sich nicht.

Und Joana?

Joana ist die beste beste Freundin der Welt aber eine lausige Lesbe.

Was daran liegt, dass sie tatsächlich keine ist. Was wir heute wieder festgestellt haben. Sie hat ständig Männer im Kopf. Was für ein Weib, das hetero ist, ja nun auch nicht weiter verwunderlich ist.

„Bi? No way! Ich bin nicht bi!“ Das hat sie SJ geantwortet: „Ich mag nur Tammys Brüste.“ (Sie sagt tatsächlich ‚Brüste‘! *heul)

Was im übrigen eine starke Untertreibung ist, denn auf meine Finger und auf meine Zunge steht sie auch. Aber man merkt dann doch schon, dass sie gerne mir zwei Händen gehalten werden möchte. Was schlecht geht, wenn meine Finger teilweise in ihrer Möse stecken. Deshalb ist sie auch so ein Strap-on-Fan, wobei wir beide wissen, warum.

Das sind eben so die kleinen Unterschiede.

Aber wir wissen das ja beide. Der Sex sind die Benefiz. Die Intimität, die wir auf die BFF-Sache packen. Unser Schwur niemals voneinander zu lassen, was auch immer für Partner in unserem Leben noch erscheinen werden.

Das ist ein Schwur.

Und weder sie noch ich haben jemals einen Schwur gebrochen.

Maze hat übrigens bereits klargestellt, was passieren würde, wenn jemand seinen Schwur mir gegenüber brechen würde.

Ich finde, so ein eigener Dämon hat was!

Blog exklusiv: Die Geschichte von Zoe und mir

Joana ist der Meinung, ich solle Maze die ganze Geschichte von Zoe und mir erzählen.

Wie soll man etwas erzählen, das man nicht erklären kann?

Schade, dass Maze meinen neuen Roman nicht lesen kann, dann würde sich jede Erklärung erübrigen. Wäre sie ein echter Dämon, wäre sie multilingual. Immerhin benimmt sie sich ansonsten wie einer.

Warum, im Übrigen, sollte ich die Zoe-Sache überhaupt ansprechen, wenn sie sich erübrigt hat, weil ich jetzt auf einem Boot lebe?

„Weil Maze das Recht hat, sie zu erfahren“, meinte Joana.

„Wer bist du?“, habe ich gefragt: „Ihre verdammte Anwältin?“

Blöde Witze machen

Ein Typ sagte mir, ich würde manchmal ziemlich komische Gedankensprünge machen.

Das hat er beim Quantensprung bestimmt auch gesagt – und jetzt haben wir den Salat!

Und ich könne nichts anderes als blöde Witze machen.

Stimmt teilweise. Ficken kann ich nämlich auch ziemlich gut.

Und zu schlecht, dass ein Verlag mich nimmt, wäre ich auch!

Ich gehe also davon aus, dass ein Verlag ihn genommen hat – ich nehme an, von hinten. So hört er sich jedenfalls an. Bücher schreibt er meines Wissens nach nicht.

Die beiden Verlage, die nach „J. – Forever“ bei mir angeklopft haben, würden mich jedenfalls auch von vorne nehmen. Sowas lehne ich aber prinzipiell ab – ich ficke nur Frauen.

Er sagte dann noch, ich könne ihn am Arsch lecken.

Sorry, aber das mache ich nun wirklich nur bei Frauen! Das mag sexistisch sein, doch ich wette, es schmeckt besser!

Spielzeuge

Sie wird nachher extra für mich dieses weiße Abendkleid ausziehen. Auf dass ich mein Tablet vollsabbere!

Wenn ich mir überlege, dass ich der einzige Mensch bin, vor dem sie sich jemals elektronisch ausgezogen hat…

Ich muss versuchen, sie dazu zu bringen, dass sie dafür sorgt, dass SJ das für mich macht!

Das nehme ich dann auf und melde mich für zwei Tage krank! Die Frau hat wirklich den megageilsten Body, der mir jemals unter die Zunge gekommen ist.

Nicht, dass Joana zu verachten wäre – oder gar Maze – aber ich spreche hier von SJ, der Frau mit dem Geschenk-Der-Göttin-Körper! Die Frau, die jeden Androiden vor Ehrfurcht stottern lässt!

Nicht, dass ich an SJ interessiert wäre. Was mich interessiert sind ihre Titten und ihr Arsch und die Erinnerung daran, wie dieses supersüsse Gesicht zwischen meinen Beinen aufgetaucht ist!

Mein Traum und mein Leben jedoch ist seit Anbeginn bis in alle Ewigkeit Joana. Ohne sie höre ich auf ich zu sein.

Und Maze ist – Maze. Sie war, ist und wird immer da sein. Sie ist der wütende Teil von mir, den ich verloren habe.

Maze ist mein Rückhalt, der Punkt in meinem Satz.

Maze ist die dämonische Freundin in meinem Bett, Joana ist die Traumfrau daneben. Und SJ und manche anderen: bildschöne Spielzeuge mit Orgasmusgarantie.

Mehr als eine Frau braucht keine Frau? Jaja… Das sagt jede, die nur eine hat!

Leg dein Buch weg, ich will ficken

Streaming geht nicht, die Verbindung ist viiiiiiel zu langsam. Ausserdem bankkontobewegungsintensiv.

(Ich liebe diese langen „Wörter“, nicht nur weil sich meine amerikanisch/englischen Freunde immer so über die deutschen Schlangenwörter amüsieren. Irgendeinen Spaß müssen sie ja haben, wenn sie meine deutsche Schreiberei schon nicht lesen können.)

Audiostreamen geht noch. Teuer, aber funktioniert. Und wenn wir irgendwo ein paar Tage bleiben, holen wir uns ja auch örtliche Telefonkarten.

Filme und Serien schauen klappt natürlich theoretisch per DVD, doch die Dinger wiegen viel zu viel (bei den Mengen, die wir so verschleissen).

Also schickt uns meine Schwester das Gewünschte auf Speicherkarten. Wir haben Berge davon.

Wenn mir jemand auf die Nerven geht, drohe ich regelmäßig damit, die Dinger über Bord zu werfen. Ist zwar umweltmässig nicht korrekt aber sehr wirkungsvoll. Weil die Crew das nicht überleben würde.

Früher sind die Seefahrer an Vitamin-C-Entzug gestorben, heute wäre es das TV, dessen Fehlen bei der Atlantik-Überfahrt tötet.

Lesen können offensichtlich nur noch der Captain und die, die sie vögeln.

Und die haben auch eindeutig mehr Sex. Nicht nur, weil sie ohnehin schon mehr Zeit im Bett verbringen, sondern weil „Leg dein Buch weg, ich will dich ficken“ so geil klingt.

In dem Fall ist es natürlich das Handy (oder der E-Reader), weil Bücher erst recht zu schwer für das Boot sind.

(Außer Andrea-Bücher natürlich. Die gibt es hier alle.)

Ken kann übrigens auch lesen, doch was wäre eine Regel ohne Ausnahme? (Denn der fickt mich für gewöhnlich nicht!)

Deshalb ist übrigens die Crew auch meistens im Salon vor dem großen Flatscreen zu finden, wärend Ken, Maze und ich am liebsten an Deck herumsitzen und unsere Handys zum Lesen und Muskhören missbrauchen. Oder in unseren Kajüten beim… Okay, das hatten wir schon.

Die Moral der Geschichte? Warum? Muss die Story eine Moral haben?

Ich habe Sex, ich lese, ich habe Sex, ich höre Musik und habe Sex. Reicht das nicht für (m)ein Leben?

PS: Erwähnte ich schon, dass ich Sex habe?

Blog exklusiv: Warum ich herumzicken darf

Ja, ich zicke rum. Problem?

Ich darf das. Warum? Geht niemanden was an. Und obwohl das mein Tagebuch ist, kann ich es nicht schreiben, weil es ja andere lesen können.

Nur soviel: Ich bilde mir ein, dass ich es mir erlauben kann, weil JA, SJ und andere Stars auf mich abfahren. (Und ich ehrlich keine Ahnung habe, warum!) Ausserdem habe ich mit Mazikeen meinen eigenen Dämon, der sich jeder Kugel in den Weg stellen würde um mich zu retten. (Die Frau hat zwar ganz klar einen Dachschaden, aber – was soll’s? So ein Dämon ist nie verkehrt!)

Allein das reicht schon aus, um eingebildet genug zu sein um rumzicken zu dürfen. Andere zicken rum und es steckt viel weniger dahinter. (Noch nicht mal elitär sind sie und Bücher schreiben sie schon gar nicht!)

Ich bin eine Frau, ich zicke rum.

Ken nennt mich „Zicke“, ich ihn „Tunte“ und Maze nennt uns „Weiber“.

Maze nenne ich „Maze“. Sonst bekomme ich Ärger.

(Und wer will sich schon mit einem Dämon anlegen…)

Entfolgung

Vorhin habe ich einfach alle Leute, denen ich bei Twitter gefolgt bin, wieder gelöscht.

Unerträglicher Unsinn

Es ist einfach nicht zu ertragen, was für einen unsäglichen Blödsinn die Menschen von sich geben, wenn sie glauben ein Forum zu haben.

Ich weiß schon, warum ich hier mutterseelenallein auf dem Ozean herumschippere…

„Ach, du weißt gar nicht, mit was ich mich seit 20 Jahren herumschlagen muss…“ (20? Spinnt die?) Joana kennt das Problem natürlich auch, aber aus einer ganz anderen Perspektive.

Ich habe sie gefragt, wie sie das aushält. Sie sagt, gar nicht. Sie lässt alles von ihren PR-Leuten machen und die öffentlichen Auftritte – Interviews, Galas und so einen Quatsch – spült sie danach mit etwas Hochprozentigem runter.

Verstehe.

Trotzdem hat sie nach jedem öffentlichen Auftritt schlechte Laune. „Weil die Leute und ihr Quatsch mir auf die Nerven gehen.“

Bilden wir uns ein etwas Besseres zu sein?

Mmh…?

Ich glaube, ich habe lediglich keine Lust (mehr) auf diese ganze Diskutiererei. Es findet einfach kein ernsthafter Austausch meht statt. Jeder versucht sich zu profilieren (und macht sich dabei lächerlich) und will nichts anderes als seine Meinung in den Äther zu blasen. Argumente anderer werden ignoriert. Das ist doch alles vollkommener Schwachsinn! Was soll das alles? Meinen Adrenalinspiegel hoch halten? Das schaffen Wind und Wellen besser.

Die Stimmung im Volk? Alles was ich (z. B. auf Twitter) sehe, ist der Schwachsinn von ein paar Leuten, die besonders laut schreien!

Was ist eigentlich mit mir heute Abend los? Ach ja: Ich habe immer noch meine Tage…

Mazikeen

Schon früher hat Chris immer versucht diejenige von uns beiden zu sein, welche die andere, mich, beschützt. Das hat nie so wirklich funktioniert, weil ich ebenfalls Kampfsport mache und – ganz ehrlich – ihr dabei immer überlegen war.

Dass ich Chris in letzter Zeit mit Mazikeen* assoziiere – und sie sogar einmal versehentlich Maze** genannt habe – hat natürlich Gründe.

(Chris hat natürlich sofort nachgeschaut, wer oder was Mazikeen – Maze – ist, und hat festgestellt, dass es sich um einen weiblichen Dämon handelt, einen der stärksten und mächtigsten aus der jüdischen Mythologie. Sie ist eine Lilim, Tochter der Lilith – in der mesopotamischen Religion ein Dämon der Nacht, der Männer attackiert. Alles in allem also ganz nach ihrem Geschmack. Dass Dämonen keine Seele haben, stört sie nicht weiter, denn wer hat schon eine?)

„Warum nennst du mich nicht einfach Maze?“, hat sie mich gestern Abend gefragt und alle Flüssigkeiten der Welt sind auf der Stelle in meine Möse gestürzt. Wie macht sie das nur immer?

Mazikeen, Dämonin der Nacht

Wie auch immer…

Joana ist da ganz anders. Sie ist keine Beschützerin. Jedenfalls nicht selbst. Sie schleppt in der Regel einen oder zwei Bodyguards hinter sich her, die regeln das dann. Sie persönlich beschützt gerne finanziell, das ist jedoch eine ganz andere Geschichte. Für Joana bin ich – leider muß ich inzwischen „war ich“ sagen – die Beschützerin. „War ich“ weil es mit mir eben nicht mehr so weit her ist mit beschützen.

Das ist nämlich das eigentliche Thema. Durch die ganzen verdammten Tabletten hat es sich langsam mit mir als Beschützerin erledigt. Mittlerweile falle ich hier den halben Tag durch die Gegend als hätte ich etwas getrunken. Und meine Kondition ist vermutlich die einer 70jährigen regionalen Vizemeisterin im Kampfstricken.

Maze – Chris – hingegen hat sich genau in die andere Richtung entwickelt. Sie trainiert von morgens bis abends, kickboxt auf dem Boot gegen andere Dämonen, stemmt alles was nach Gewicht aussieht, besteht darauf jedes verdammte Segel möglichst alleine hochziehen und klettert die Maste rauf und runter wie eine hungrige, läufige Schimpansin. Sobald wir irgendwo stoppen ist sie weg. Im Wasser. Und versucht den Weltrekord im Langstreckenkraulsprintschwimmen zu brechen. Sollte irgendwo Land in Sicht sein, versucht sie das gleiche auf der Marathonstrecke.

Mir soll es recht sein. Es gibt nichts Geileres als von oben bis unten jedes Tröpfchen Schweiß von ihrem Körper zu lecken.

Auf jeden Fall bin ich gewaltig ins Hintertreffen geraten. Heute wäre ich nur noch ein zweitklassiger Sparringspartner für sie.

Dann ist das eben so.

Ich habe meine Überlegenheit verloren aber eine megageile Beschützerin gewonnen: Mazikeen, die Lilim, die männerattackierende Dämonin der Nacht.

Ist das nicht geil?

– – –

* Mazikeen, gesprochen „Mesekien“ ** Maze, gesprochen „Mäis“