Wegen der Penisse

Mir ist da etwas aufgefallen: Wenn ich an Gabby denke, kommt mir zu allererst das Thema Sex in den Kopf. Bei Joana ist das anders. Sie bedeutet in erster Linie Freundschaft. Und Mazikeen? Ja, bei ihr weiß ich das nicht so genau.


Hat das alles etwas zu bedeuten?


Keine Ahnung. Es ist einfach so. Normalerweise mache ich mir darüber auch keinerlei Gedanken. Diesmal ist es einfach so, dass Gabby und Joana so lange unterwegs waren, bzw. sind und mir das Thema wohl deswegen in den Sinn gekommen ist.


Gabby ist zurück. Das bedeutet Sex. Ganz einfach. (Ich glaube nicht, dass es etwas damit zu tun hat, dass sie die deutlich größeren Titten hat.) Sie ist wieder hier, ich werde heute Nacht ihre Möse schmecken, doch ich verspüre nach wie vor die gleiche Leere. Nicht, dass Gabby mir nicht gefehlt hätte – natürlich hat sie das. Außerdem geht mir, wenn sie im Haus ist, die kleine Kakaofresse nicht so auf die Nerven.


Es interessiert mich wirklich, warum das so ist.


Natürlich kenne ich Joana schon viele Jahre länger. Natürlich ist sie schon seit meiner Teeniezeit mein großer Schwarm gewesen. Und natürlich war sie viele Jahre einfach nur meine beste Freundin. Das mit dem Sex kam viel später. Außerdem weiß ich ja, dass der Sex zwischen Joana und mir lediglich passiert, weil ich es will. Sie könnte locker darauf verzichten. Was dummerweise daran liegt, dass sie hetero ist. Und zwar big time. Was natürlich leider auch nicht zu ändern ist. Und dann ist da noch der Fakt, dass sie zwischendurch mit Männern schläft. Einfach so, wegen der Penisse. Da kann ich natürlich nicht mithalten, selbst mit den besten Strap-ons nicht. Außerdem bin ich es natürlich, die gefickt werden will und nicht sie. Wie das bei mir so ist. Ich bin eben ein Mädchen.
Selbst bei diesem Tagebucheintrag ist es wieder das Gleiche: Ich rede viel mehr von Joana als von Gabby. Auch das ist wohl ein Indiz dafür, dass mir Joana mehr fehlt als Andere.
Ist das eine Wertung? Geht es anderen Menschen genauso?

Wem’s gefällt…


Nun könnte man darauf antworten, dass Andere meist nur einen Partner haben und nicht drei, wie ich. Doch ich denke, das muss man nicht unbedingt auf Partner beziehen – im „normalen“ Freundeskreis geht es einem doch genauso. Man vermisst den einen mehr, den anderen weniger. Oder sehe ich das falsch? Aber ist es deswegen eine Wertung? Mit dem einen macht man die einen Sachen, mit dem anderen, die anderen. (Ich fürchte, in diesem Fall muss ich vor der Groß-/Kleinschreibung kapitulieren! Vielleicht kann mir ja einer helfen?)


So viel zum Thema „Philosophie am Abend“…


Fakt ist, Gabby ist zurück, ich bin scharf wie ein Rettich – und habe meine Tage. Danke schön!

Nervt

Und dann gibt es da noch meine Bücher:
https://tinyurl.com/y38cg4ur

The Big One

Eigentlich herrscht zurzeit das beste Wetter: Tagsüber bis 24°, Sonne, ein paar Wolken, und der geheizte Pool dampft munter vor sich hin. Was will frau mehr?

Den Scheiß-Virus endlich loswerden, ich weiß.

Dabei kann ich mich noch nicht einmal wirklich beschweren: Die Maskenpflicht trifft mich selten. Wenn ich an einem Flugplatz ankomme, und die Maschine entgegennehme, wenn ich mich mit der Crew bespreche, oder mit Flughafenpersonal. Das war es aber auch fast schon.

Im Cockpit tragen wir natürlich keine Masken. (Wofür wir uns täglich selbst testen müssen, oder in unserer Firma getestet werden.) Das Flugzeug verlasse ich nur, wenn es unbedingt sein muss, ansonsten lege ich mich im vorderen Bereich schlafen. An manchen Tagen schaffe ich es sogar das Flugzeug überhaupt nicht zu verlassen, dann erledigen mein Copilot und die Crew alles, was zu tun ist.

Ich kann diese Masken nicht ausstehen! Aber wer kann das schon?

In der übrigen Zeit verlasse ich unser Haus bzw. unser Grundstück gar nicht. Dort gibt es ja alles, was ich brauche.

Aber wenn ich ehrlich sein soll: Ich vermisse die Bars und Cafés und Restaurants und ganz besonders auch das Shopping. Internetshops sind kein Ersatz. Gar keiner.

Aber wem sage ich das? Alle kennen das. Ich versuche mir immer wieder vorzustellen, wie es Menschen gehen muss, die mit Kindern während einer Ausgangssperre in einer Dreizimmerwohnung leben müssen. Der Horror!

Nichtsdestoweniger, dieser Virus ist er: the big one. Der, vor dem alle Angst hatten. Der, der die Grippe, und ihre Abermillionen von Toten, Anfang des 20. Jahrhunderts überflügelt. Das sollten die Menschen, die darunter leiden müssen, niemals vergessen. Wären wir in der gleichen Situation wie 1918 – will heißen, mit der gleichen medizinischen Versorgung und unter gleichen Lebensumständen – würde jetzt auf der ganzen Welt alles zusammenbrechen. Wir können froh sein, dass selbst die ärmsten Länder heute in der Lage sind, gegen diesen Virus anzukämpfen. Und vor allem, dass die nötige Vernunft vorhanden ist, es auch konsequent zu tun.

Dieser Mist wird irgendwann vorbei sein, Mutationen hin, Mutationen her. Je mehr Vernunft der Einzelne zeigt, desto schneller haben wir es hinter uns.

Und niemand hindert uns ja auch daran, Sex zu haben. Man stelle sich nur einmal vor, dass wir das auch nicht mehr dürften …

Maskenpflicht mal anders

Und dann gibt es da noch meine Bücher:
https://tinyurl.com/y38cg4ur

Blog oder Tagebuch…

„Es wäre schön, wenn du weiterhin aktuelle, interessante Themen aufgreifen würdest.“

Das hat mir gestern gerade wieder jemand geschrieben. „Wieder“, weil ich das öfter höre. Ich weiß, dass das meist als Lob gemeint ist, worüber ich mich freue.

Dass dieser Blog inzwischen 15.000 Menschen erreicht, ist natürlich eine tolle Sache! Was dabei aber sehr viele Menschen nicht sehen, ist, dass „Liebe, Sex und Lesbischsein“ tatsächlich kein richtiger Blog ist, sondern vielmehr ein lockeres Tagebuch.

Ein Blog und ein Tagebuch – das sind tatsächlich zwei verschiedene Dinge. In einem wirklichen Blog würde ich tatsächlich ständig aktuelle und interessante Themen aufgreifen und die Leser nicht zwischendurch mit ganz persönlichen Dingen langweilen. Aber es ist nun mal kein Blog. Als ich dieses Tagebuch vor mehr als einem Jahr begonnen habe, war der Tagebuchcharakter noch deutlich mehr zu sehen, das stimmt. Inzwischen bringe ich immer mehr Aktuelles ins Spiel und denke mehr und mehr laut über gesellschaftliche Themen nach. Das bedeutet jedoch nicht, dass „Liebe, Sex und Lesbischsein“ zu einem tatsächlichen Blog geworden ist, selbst wenn ich es immer wieder so nenne.

Natürlich schätze ich meine Leser, und natürlich freue ich mich, wenn meine Themen auf Interesse stoßen. Was aber alles nichts daran ändert, dass ich hier einfach schreibe, was mir gerade in den Sinn kommt. Seien es eben Gedanken zu aktuellen Geschehnissen, Gedanken über Gott und die Welt, oder auch nur Gedanken über das, was am Tag passiert ist, oder was mich in der nahen und fernen Zukunft erwartet.

Gedacht ist dieses Tagebuch als eine Plattform, über die ich viele Menschen erreiche, speziell jedoch auch die Fans der Autorin Andrea Downey-Lauenburg. Und die Fans interessieren sich tatsächlich eben auch dafür, was ich im täglichen Leben so treibe.

Daher wird dieses Tagebuch immer genau das bleiben: ein Tagebuch.

Aber genau aus diesem Grund schreibe ich auch, was ich denke: sei es, was ich vom modernen „Feminismus“ halte, wie ich die neuen, idiotischen Sprachtrends im Deutschen sehe, wie ich Menschen nicht ausstehen kann, die Frauen als Geburtsmaschinen sehen, was ich über Monogamie und Eifersucht denke, wie mich unerzogene Kinder nerven, wie Pornografie und Prostitution zu Unrecht pauschal verdammt werden und noch vieles mehr. Zu diesen und anderen Themen wird es auch in Zukunft eine Menge zu lesen geben – doch eben nicht nur darüber.

Wer mehr über Tammy erfahren will, dem empfehle ich das Buch „Liebe, Sex und Ozeane“ in dem die ersten drei Monate dieses Tagebuchs zu finden sind. Wie das meiste von Andrea Downey-Lauenburg gibt es das Taschenbuch und E-Book bei Amazon. Es ist kein Roman und auch keine Geschichte, es sind schlicht die Tagebucheinträge von Januar bis März 2020.

Ich beabsichtige nach wie vor diesen Blog, dieses Tagebuch, dreimonatsweise in Buchform zu veröffentlichen. Wann und ob ich tatsächlich dazu, wird sich zeigen. Alles hängt davon ab, wie ich mit meinen aktuellen Roman- und Kurzgeschichtenprojekten weiterkomme, wie sehr ich in unsere kleine Airline eingebunden bin und natürlich auch, wie es mit meiner Gesundheit weitergeht. Das thematisiere ich ja auch immer wieder. Aber ich bin guter Dinge, dass es diese Fortsetzungen schlussendlich geben wird. Priorität haben jedoch neue Romane und Kurzgeschichten.

Wer also weiterhin meine, teils unkonventionellen, Gedanken lesen möchte, der kommt leider um Alltägliches nicht herum.

Und das Thema Sex … Ich weiß, dass viele diesen Blog auch lesen, weil ihnen Beschreibungen gefallen, weil ihnen meine Ausdrücke gefallen, weil ihnen Unkonventionelles gefällt. Und vor allem auch, weil ihnen Lesbisches gefällt. Letzteres kommt ja bei beiden Geschlechtern an. Meist zumindest. Aber dass ich so schreibe, wie ich schreibe, dass ich so rede, wie ich rede, hat nichts damit zu tun, dass ich irgendjemandem gefallen möchte. Wer das denkt, liegt komplett daneben.
Natürlich wird sich das auch in Zukunft nichts ändern; ich werde weiterhin schreiben, wie ich denke und die Ausdrücke benutzen, die mir nicht nur eigen sind, sondern die mich zumeist auch selbst anmachen. Möse, Fotze, Titten, Möpse – nur um ein paar Beispiele zu nennen. Sorry, wenn das ein paar Leser schockiert, doch ich verweise wieder auf die Tatsache, dass das hier mein Tagebuch ist und kein wirklicher Blog. Es wird ja niemand gezwungen es zu lesen.

Wobei ich dann bei der Quintessenz wäre: Lest, wenn es Euch Spaß macht, oder lasst es einfach bleiben!

Ich freue mich über jeden Leser (idiotisches Neudeutsch: jeden Leser und jede Leserin), aber ich trauere auch niemandem nach, der es bleiben lässt.

Liebe, Sex und Lesbischsein: am liebsten ungestört

Und dann gibt es da noch meine Bücher:
https://tinyurl.com/y38cg4ur

Virenfutter

Die Zeit der Orgien ist ja nun leider schon länger vorbei.

Tanzen, Saufgelage, Dreier und was sonst noch Spaß macht: nicht drin! Wie auch, mit Maske und Abstand? Im Prinzip haben wir heute doch alle, neben unseren Partnern, nur noch Affären mit Sexspielzeug.

Bei mir zeigt sich das vor allem darin, dass es keine One-Night-Stands mit Fremden mehr gibt und ich ständig Akkus aufladen muss.

Auch dumm: das Verhältnis mit meiner Sängerin werde ich (vorerst) einstellen müssen. Die Frau geht mit dem ganzen Thema einfach zu sorglos um. Ich habe jetzt wieder gesehen, mit wie vielen Leuten sie sich ständig umgibt – das geht gar nicht! Zugegeben: Die meisten Kontakte sind in ihrem Beruf unumgänglich, was jedoch nichts daran ändert, dass es eben nun mal Kontakte sind. Und ganz ehrlich: ihre Maskendisziplin lässt auch zu wünschen übrig! Dann also wieder, wenn der ganze Virenmist vorbei ist. Falls es jemals wieder dazu kommt.

ICH WILL FUN!

Ja, ich habe es wirklich sehr gut: großes Grundstück, Riesenhaus, Pool – alles da. Und ich kann fliegen, mir die Welt von oben anschauen. Ich kann auch segeln, mir die Welt vom Wasser aus anschauen. Überhaupt kann ich viel mehr unternehmen als die meisten anderen. Ich habe eins, zwei, drei Frauen, d. h. eine anständige Auswahl im Schlafzimmer (und diverse Kombinationsmöglichkeiten). Und dann ist da noch Kakaofresse, Gabbys kleines Miststück, das einem durchaus auch einmal den Tag versüßen kann. Ja, alles toll!

Was fehlt, ist Normalität.

Ich glaube, das geht den meisten, wenn nicht allen so. Was wir brauchen, sind die kleinen, ganz normalen Dinge: Shopping, zum Beispiel, Straßencafés, Restaurants, Schwimmbäder, Theater, Kinos. Die Liste ist nahezu endlos.

Aber es ist die Liste, die uns zu Menschen macht.

Alles, was wir zur Zeit sind, ist Virenfutter.


Und dann gibt es da noch meine Bücher:
https://tinyurl.com/y38cg4ur

Ganz ehrlich? Nein!

Ich lese das neuerdings immer wieder: Wir sollen einander zuhören. Den Anderen ausreden lassen. Versuchen, ihn zu verstehen.

Ganz ehrlich? Nein!

Ich sehe ein, dass es verschiedene Meinungen geben kann und muss. Ich sehe auch ein, dass manche Gedanken fundierter sind, aber sie deswegen nicht richtiger sein müssen. Aber muss ich mir deshalb die „Meinung“ von einer Person anhören, die einen anderen mit „Der gehört standrechtlich erschossen!“ beschimpft?

Ganz ehrlich? Nein!

Auch bei Menschen, die nicht unbedingt gleich zu Beleidigungen und Morddrohungen greifen, liegt die Sache manchmal nicht besser.
Ich höre mir durchaus auch schon einmal Argumente von Republikanern an. Ich höre mir sogar Argumente von Menschen an, die politisch den Äußerungen von Trump nahestehen. Wo es bei mir allerdings aufhört, sind Leute, die Gestalten wie Trump wählen. Warum? Ich kann niemanden akzeptieren oder gar achten, der Lügner und Bullys wählt. Da hört es dann einfach auf!

Lasst es euch schmecken

Ähnlich ist es mit Anhängern von solch extremen Verschwörungstheorien, wie die von QAnon. Hier geht es schlicht darum, dass jede Diskussion überflüssig ist. Wenn jedes Argument gegen die Verschwörungstheorie als Beweis für die Verschwörungstheorie genommen wird, dann wird jede Unterhaltung sinnlos.

Ich könnte noch eine ganze Reihe weiterer Beispiele nehmen, könnte von Rassisten reden, oder von Nazis und ähnlichen Menschen. Doch das ist sinnlos, wirklich sinnlos, denn solche Leute sind Argumenten nicht zugänglich.

Wer erfindet die beste Verschwörungstheorie?

Ich will nicht mit ihnen reden, ehrlich!

Aber vermutlich liegt meine Sprachlosigkeit, bzw. meine fehlende Diskussionsfreudigkeit, auch daran, dass ich generell keine Lust auf Gespräche habe. Egal mit wem, egal über was.

Ich schreibe, was ich denke. Wenn Leute es lesen möchten, können Sie das tun. Wenn nicht, dann lassen Sie es.

Aber diskutieren?

Ganz ehrlich? Nein!

Manchmal hat die Dummheit keine Grenzen. Da hört es dann einfach auf.

Und dann gibt es da noch meine Bücher:
https://tinyurl.com/y38cg4ur

Traumberuf(e)?

Ich bin das nicht mehr gewohnt. Das Arbeiten, meine ich.

Aber darüber sollte ich mich nun wirklich nicht beklagen! Dass ich überhaupt fliegen darf, ist schon ein Wunder. Wenn ich überlege, wie viele Piloten jetzt ohne Job dastehen… Da stelle ich mir doch die Frage, wie das in Zukunft aussehen wird! Hat der Beruf überhaupt noch eine Zukunft? Ich habe gelesen, dass vielen Flugschülern geraten wird, ihre Ausbildung abzubrechen. 120.000 $ auszugeben, um einen Beruf zu lernen, bei dem sie dann in den ersten Jahren nicht mehr als 2000-3000 $ im Monat verdienen – das hat schon vor der Pandemie kaum einen Sinn ergeben. Aber jetzt…

Traumberuf war mal

So gesehen habe ich schon immer Glück gehabt: Als ich begonnen habe zu fliegen, hat eine Ausbildung längst nicht so viel Geld verschlungen. Außerdem war es in einer Zeit, in der die Airlines Wert darauf gelegt haben, weibliche Piloten zu beschäftigen. Die Gleichberechtigung war gewaltig auf dem Vormarsch gewesen. Und dann in späteren Jahren konnte ich so viel Flugerfahrung aufweisen, dass es für mich ein Leichtes war Jobs zu bekommen, wo immer ich wollte. Heute sieht das anders aus: Der Luftverkehr ist durch die Pandemie dramatisch eingebrochen. Die langen Kondensstreifen der großen Airliners sind nur noch selten am Himmel zu finden und da Piloten Flugzeuge brauchen, sitzen viele meiner Kollegen zuhause und drehen Däumchen. Auch ich würde heute kaum noch einen Job bekommen und wenn, dann für ein lächerliches Gehalt. Manche argumentieren, der Cargobereich würde stattdessen boomen. Doch das ist ein Trugschluss: Die Verbraucher können bestellen so viel sie wollen, dass Passagieraufkommen verlangte früher nach mehr Flugzeugen als das Frachtaufkommen von heute. Schließlich konnte man Passagiere nicht stapeln. (Schade eigentlich …) Einzige Lösung: umschulen.

Wo sind all die Flieger hin?

Und da ich gerade bei Jobs bin: Was ist das nur für eine Zeit, in der „Influencer“ ein Beruf ist? Sind das die neuen Werbefachleute? Wohl kaum. Nachdem ich mir spaßeshalber einmal ein paar von ihnen angeschaut habe, musste ich feststellen, dass zu diesem „Beruf“ nicht viel mehr als ein Kalbshirn gehört. Grauenhaft! Wer sich von solchen Leuten beeinflussen lässt, hat vermutlich noch weniger Verstand als diese Gestalten selbst. Denn die schaffen es wenigstens mit diesem Schwachsinn Geld zu verdienen!

Das leidige Thema Geldverdienen.

Geld regiert

Viele Leute versuchen es ja derzeit mit Selbstständigkeit. Das ist immer so, habe ich gelesen, wenn die Wirtschaftslage einbricht. Dabei ist es ja gerade dann umso schwieriger etwas zu finden, mit dem man sich oder seine Familie ernähren kann. Das trifft nicht nur auf Arbeitsplätze zu. Viele Leute gehen mit viel Hoffnung in eine Selbstständigkeit von der sie annehmen, dass sie „ihren Mann“ ernährt. Ein Großteil von ihnen geht damit baden. Warum? Weil sie vermeintlich gute Ideen haben, die von Anderen jedoch nicht angenommen werden. „Die Menschen gehen zu sehr von sich selbst und ihren Vorlieben aus“, sagt mein Schwager: „Das geht viel zu oft schief und endet mit einem Schuldenberg.“

Was sind das nur für Zeiten, in denen selbst Nutten kein Geld mehr verdienen?


Mit ihrer neuen Airline hat meine Schwester Annika – oder wegen mir UNSERER neuen Airline – einen Treffer gelandet. Was nicht verwunderlich ist, hat sie doch genügend Erfahrung in dieser Branche. Und sie hat uns von vorneherein zwei krisensichere Umsatzbereiche gesichert: den Medizintransport und die kalifornische Filmindustrie. Ich kann davon ausgehen, dass mein Einkommen – oder meine Renditen, wenn man so will – mittelfristig gesichert sind.
Ich bin kein Typ für Selbstständigkeit. Würde ich so etwas alleine machen, würde ich kläglich scheitern. Aber wofür hat man eine Zwillingsschwester?

Habe ich jetzt tatsächlich die ganze Zeit von Wirtschaft geredet?

Ein versöhnlicher Gedanke am Schluss: Am Wochenende treffe ich meine Sängerin: Östrogenschlacht! Muss dringend sein, Vibratoren altern auch!

Fun in Sicht

Und dann gibt es da noch meine Bücher:
https://tinyurl.com/y38cg4ur

Vom Verblödungsvirus befallen

Irgendwann geht es nicht mehr.

Deutsch ist die Sprache, die ich gewählt habe, um Geschichten zu schreiben. Zumindest die meisten davon. Warum? Weil Deutsch eine meiner beiden Muttersprachen ist und ich es liebe, damit zu kommunizieren.

Die Dinge ändern sich.

Ich habe beschlossen aufzuhören, deutsche Nachrichten zu hören, zu sehen oder zu lesen. Es ist nicht zu ertragen, – jedenfalls für mich nicht – wie die deutsche Sprache nach und nach ruiniert wird.
Angefangen hat es mit Kurzmitteilungen, welche die Kommunikation auf ein sprachliches Minimum reduziert und die Abkürzungsflut in Gang gesetzt haben. Einmal ganz davon abgesehen, dass schon damals immer mehr ohne Punkt und Komma geschrieben wurde und die unsägliche Kleinschreibung ihren Weg in die tägliche deutsche Kommunikation gefunden hat.
Mit den sozialen Medien eskalierte es. Nicht nur, weil Kommentarschreiber kaum einen korrekten deutschen Satz in ihre Tastaturen tippen können, sondern auch weil die sogenannte politische Korrektheit sehr bald schon fröhlichen Einzug in Twitter und Co. gehalten hat. (Und ich spreche hier nur vom geschriebenen Wort …)

Das alles konnte ich noch ertragen, weil ich über die meisten Unsäglichkeiten einfach hinweggelesen habe. Jetzt allerdings sind die Attacken auf meine deutsche Muttersprache dermaßen eskaliert, dass es mir in der Seele weh tut. Ja, genau das ist der richtige Ausdruck.

Denn was im Moment passiert, ist, dass die deutschen Medien sich vor Menschen verbeugen, die mitnichten die korrekte Anwendung und den vernünftigen Ausbau der Sprache im Sinn haben, sondern versuchen uns allen ihre Ideologie aufzuzwingen. Und kein Verantwortlicher scheint das zu bemerken.

Wenn Teile der Gesellschaft versuchen, ihre teils umstrittenen Thesen über Manipulation von Sprache durchzusetzen und Journalisten und Medienverantwortliche sich vor ihnen verbeugen, statt tiefgreifende Veränderungen im Sprachgebrauch kritisch zu hinterfragen, dann ist für mich die Grenze das Tolerierbaren erreicht. Es ist ja nicht so, als sei die jüngste Vergewaltigung des Deutschen noch rückgängig zu machen.

Was bleibt mir also übrig, als deutsche Medien künftig zu meiden? Ich kann kein „-innen“ und kein „*“ mehr sehen! Und hören will ich es schon gar nicht! Es hört sich an, als ob alle Journalisten (und „-innen“) kollektiv von einem Verblödungsvirus befallen worden sind. Anders kann das gar nicht sein! Was früher, friedlich vereint, beide Geschlechter inkludiert hat, wurde auseinandergerissen, um damit die Unterschiede zwischen Männern und Frauen sprachlich zu manifestieren. So zumindest klingt es. Geschlechterkampf auf Sprachebene. Was ist eigentlich mit dem dritten Geschlecht? Müssen wir dann in Anreden bald zwischen Bürgern und Bürgerinnen und Geschlechtslosen unterscheiden (oder wie auch immer die Bezeichnung dann lauten soll). Das geht so lange weiter, bis wir sämtliche gesellschaftlichen Gruppen in Anreden, Ansprachen und Bezeichnungen integriert haben. Wenn heute schon Überschriften fast doppelt so lang werden müssen, um die sprachlichen Entgleisungen einer Horde hysterischer Social-Media-Feministinnen zu integrieren – wie sieht das dann in der Zukunft aus? Seit wann kann man denn Sprache nicht mehr den Menschen überlassen, die etwas davon verstehen? Oder schlicht den Entwicklungen, die eigenständig im gesamten Volk passieren? Warum müssen wir unsere tägliche Sprache anpassen, um einer einzelnen gesellschaftlichen Gruppe zu gefallen?

Natürlich wissen viele, dass ich einiges am heute vorherrschenden Feminismus auszusetzen habe.
Das, was ich jedoch in diesem Tagebucheintrag kritisiere, gehört nicht zu meiner üblichen Kritik an der #metoo-Gesellschaft. Worum es mir geht, ist die Sprache. Meine Sprache. Wenn die Politik und die Medien aus ihr unbedingt etwas machen wollen, was sie nicht ist, dann – na ja, was soll ich machen? Außer mich darüber beschweren?

Nein, ich wende mich nicht von der deutschen Sprache ab. Ich wende mich vom deutschen Journalismus ab, von der deutschen Politik und von allem, was mein sprachästhetisches Empfinden stört.

Wenn es also Entwicklungen, Geschehnisse oder Interessantes gibt, was ich in nicht-deutschen Medien nicht verfolgen kann, dann freue ich mich, wenn meine Leser mich darüber informieren, sei es auf Twitter, Facebook oder Telegram.

Und ja: auch die LeserINNEN …

Ich sehe die Politiker schon vor mir: „Liebe Bürger, Bürgerinnen und Geschlechtslosen…“
Und vermutlich sind dann Frauen immer noch Bürger, Bürgerinnen und Geschlechtslose zweiter Klasse. Alleine schon wegen der Reihenfolge

Und dann gibt es da noch meine Bücher:
https://tinyurl.com/y38cg4ur

Country music

Was ich auch vermisse: Country-Musikclubs.

Für solche Clubs bin ich sogar manchmal freiwillig nach Texas gereist. Am besten kommt so eine Art Musik natürlich auf Jahrmärkten. Oder Rindermärkten. Oder überhaupt irgendwo auf dem flachen Land. Genauer gesagt: Überall wo sie Cowboyhüte und Cowboystiefel tragen. (Mittlerweile leider auch rote MAGA-Hüte …)

Wie ich jetzt darauf komme? Vermutlich weil ich gerade Gretchen Wilson höre. Sie ist zwar nicht das allerbeste Beispiel für echte Countrymusik, doch sie hat diesen genialen Country-Rock-Touch gemischt mit viel Rock ‚n‘ Roll. Dabei kann ich überhaupt nicht aufhören mich zu bewegen. Und mitzusingen.

WANN VERRECKEN DIESE SCHEISSVIREN ENDLICH?!

Ehrlich, so langsam geht mir das Thema auf den Wecker! Immer nur zuhause tanzen, ist auch nicht das Gelbe. Ich glaube, um mich endlich mal wieder zwischen Menschen bewegen zu dürfen, würde ich sogar freiwillig einen Cowboyhut tragen! Und das will was heißen!

Aber ich nehme an das geht so ziemlich allen so. Nicht das mit den Cowboyhüten natürlich.

Bei „Hard Earned Money“ mitgrölen …

Sich in eine Countrysängerin vergucken …

Die Gitarristin vögeln …

Den Schlagzeuger abblitzen lassen …

Hach …

Countrymusik ist schon geil!

Aber warum singen die Scheißweiber eigentlich ständig von Männern?

Schon doof!

Lesbenfrisur

Mazikeen hat eine neue Frisur! Eine Lesbenfrisur.

Bei uns hier geht das, vor allem weil wir unsere Frisuren von einer Filmfriseurin machen lassen, die sich alle zwei Tage testen lassen muss. Na gut, nicht „unsere“ Frisuren, sondern die meiner Weiber. Ich habe es nicht so mit dieser Haarmacherei. Für mich sind meine Titten wichtiger. Jeder hat so seine Prioritäten.

Aber ernsthaft jetzt mal: Ich kann Lesbenfrisuren nicht leiden.

Lesbenfrisuren? Gibt es so etwas? Für mich schon. Das kann ja nun jeder sehen, wie er will und jeder kann Frisuren bezeichnen, wie er will. Finde ich. Aber vermutlich ist das ja schon wieder diskriminierend oder so.
Das erinnert mich an damals, als Facebook mir nicht erlaubt hat, in einem Inserat „Lesben sind doof“ zu schreiben.

Ich als Lesbe, darf nicht „Lesben sind doof“ schreiben? WIE DOOF SIND DIE DENN?!

Aber ich war beim Thema „Lesbenfrisuren“. Der Punkt ist: Ich nenne die Dinge, wie ich will! Und ehrlich: mir ist es scheißegal, wie politisch korrekt oder inkorrekt viele Aussagen sind. Ich verstehe, dass Manches nicht gesagt werden sollte, weil es Andere animieren mag, Menschen zu diskriminieren. Aber als Lesbe „Lesben sind doof“ oder „Lesbenfrisuren“ nicht schreiben zu dürfen: Das geht zu weit!

Man wird sich ja wohl noch über sich selbst lustig machen dürfen! (Und Mazikeens neue Frisur kann ich wirklich nicht leiden!)

Mit Nuancen hat man es in den sozialen Medien leider nicht, was vor allem daran liegt, dass viele Menschen gar nicht wissen, was Nuancen sind. Oder Selbstironie. Oder dass es so etwas überhaupt gibt. (Die #metoo-Gemeinde hat das sowieso noch nie verstanden. Die Queer-Gemeinde auch nicht.)

Aber vielleicht bin ja ICH es, die die Dinge nicht versteht. Da muss ich nur daran denken, wie übel mich einmal eine Transe angemacht hat, für etwas das ich bis heute nicht verstanden habe. Aber vermutlich ist das Wort „Transe“ jetzt auch wieder nicht richtig … Irgendwann gebe ich es echt auf.

Ich halte jetzt einfach meinen Mund.

Scheiß Mutterhormone!

Ich liebe dieses kleine Miststück!

DAS NERVT!

Ich meine – hallooo – eine Sechsjährige? Was kann man mit der schon wirklich anfangen? Wieso kann man so vernarrt in so ein kleines Monster sein?

Wegen der Barbies?

Und dann das Problem mit der Mutter: Wenn Gabby und ich uns trennen, ist auch die kleine Eva weg. Schon übel!

Lösung: Selbst Kinder bekommen? Vorher fresse ich einen Eimer Scheiße!

Warum? Monatelang wie eine fettgefressene Otter herumlaufen und wenn ich die Brut herausgedrückt habe, mit Schwangerschaftsstreifen und Flatterschamlippen nur noch bei Teelichtbeleuchtung ficken? Und überhaupt, Dinge in meinem Bauch wachsen zu lassen: widerlich!

Und dann dieses fürchterliche Babygeplärre und die Kleinkindnerverei! Und das Schlimmste: die Pubertät! Buäh! Yuck! Finger in Hals!

Aber immerhin könnte ich dann all die Privilegien genießen, die der Staat und die Gesellschaft an die Frauen verteilen, die zur Überbevölkerung beitragen. Nicht, dass man zur Rentensicherung nicht einfach mehr Flüchtlingen helfen könnte… Die liegen uns dann auch nicht 18 Jahre auf der Tasche und versauen einem jeden Restaurantbesuch!

Wer Kinder haben will, sollte gefälligst selbst dafür zahlen, denn Mutter zu werden ist keine Großtat, sondern purer Egoismus. Wie süüüß… Würg!

Was mich alles nicht daran hindert, Gabbys Sechsjährige zu lieben.

Scheiß Mutterhormone!

Meinen Bauch ruinieren? So weit kommt’s noch!

Im Prinzip kein Unterschied

Wusstet ihr, dass auch Megastars Auto fahren? Sie haben zwar meist einen Bodyguard neben oder hinter sich sitzen – aber immerhin…

Es könnte also durchaus sein, dass ihr schon einmal Megan Fox, Jennifer Aniston oder Anne Heathaway den Finger gezeigt habt. Zumindest, wenn ihr viel in Hollywood unterwegs seid. (Oder sie euch.)

Aniston auf Tour: Manchmal sind die Autos etwas schicker

Ich will damit sagen, dass sie durchaus ein ganz ordinäres Leben leben, mit dem Unterschied, dass sie in besseren Restaurants essen und ständig auf der Flucht vor Paparazzi sind.

Na gut, nicht ständig. Ein bisschen Publicity kann nie schaden. Was Stars & Co allerdings nicht gefällt: wenn sie fotografiert werden, wenn sie nach einer durchzechten Nacht zum Zigarettenholen unterwegs sind. Ausser natürlich Sandra Bullock und Lady Gaga – die können gar nicht schmuddelig genug aussehen für ihren Geschmack. Sie finden das hip.

Zuhause sind sie natürlich alle wie du und ich. Die Häuser und die Flugzeuge sind zwar etwas größer, das Silber polierter, die Wasserhähne vergoldeter und der Pool etwas sauberer – aber sonst…

Und ihr Personal machen sie genauso dumm an, wie wir das mit unseren Haushaltshilfen und Gärtnern auch tun.

Im Prinzip also kein Unterschied.

Morgen wieder

Wie gut, dass es Spracherkennung gibt.

Und wie gut, dass ich meine Bücher schon seit langem zu großen Teilen aufspreche, statt sie zu tippen. Daher hat mein Spracherkennungsprogramm schon längst meine vielen kleinen schweinischen Ausdrücke und Wörter gelernt und fragt mich nicht mehr jedes Mal, was das nun wieder bedeuten soll.

Ich kann nämlich momentan nicht wirklich tippen, was schlicht daran liegt, dass dieser verdammte eingeklemmte Nerv mich nicht lässt.

Egal, das ist hier nicht das Thema.

Nach wie vor bin ich nicht in der Lage zu fliegen, doch ich gehe davon aus, dass sich das bald ändern wird. Das ist aber auch wirklich kein Zustand! Immerhin ist da ein ganz großer Lichtblick: Das Problem sind nicht, wie beim letzten Mal, meine generellen Tabletten, sondern es ist diese Verletzung – und die wird zwangsläufig nach und nach besser werden. Also kein Umzug aufs Boot, wie im vergangenen Jahr.

Aber ich muss zugeben, dass ich Flugentzugserscheinungen habe.

Ein Wort zu den Fotos, die meine Leser überall auf meinen Social Media Accounts sehen können: Ich wurde irgendwann gefragt, wer die eigentlich macht. Gemeint sind natürlich die Fotos die mich zeigen. Ganz generell werden die Fotos, die mein Tammy-Wasserzeichen tragen, von drei verschiedenen Leuten gemacht: von meinem Schwager, von meiner Partnerin und von mir. Der Mann meiner Schwester ist unter anderem Fotograf, meine Partnerin und ich sind langjährige und ambitionierte Amateurfotografen. Die Fotos auf denen ich zu sehen bin, habe ich logischerweise nicht selbst fotografiert. Es gibt jedoch einige wenige Ausnahmen, denn hin und wieder bringe ich schon einmal ein halbwegs vernünftiges Selbstporträt zustande.

Beispiele:

Foto: ich
Foto: Maze
Foto: Maze/Wolfgang
Foto: Maze
Foto: ich
Foto: Maze/Wolfgang
Foto: Maze
Selbstporträt
Foto: Maze/Wolfgang

Soviel dazu.

Ich habe übrigens auch nichts dagegen, wenn mir private Fragen gestellt werden. Das funktioniert am besten über Facebook oder Instagram, aber auch über Twitter. Am allereinfachsten jedoch ist es, wenn ihr meiner Telegramgruppe beitretet.

Statt Weisheiten oder intime Einblicke in mein Privatleben gibt es heute lediglich ein paar Fotos. Es gibt solche Tage.

Ich könnte Euch noch verraten, dass ich gerade meine Tage bekomme, doch das interessiert schließlich auch keinen. Verständlicherweise. Aber das erklärt vielleicht, warum es mir gerade am Arsch vorbeigeht, ob ich einen sinnvollen Eintrag schreibe oder nicht. Und alles was mit Sex zu tun hat, tangiert mich gerade auch nur peripher.

Also schaut Euch einfach die Bilder an.

Morgen schauen wir weiter.

Erziehungs- und andere Fragen

Okay, dann kann ich eben momentan nicht schreiben…

Meine rechte Hand ist gerade ein wenig lahmgelegt, meine Finger wollen nicht so wie ich will. Zehnfingersystem ist nicht und Füllerhalten genausowenig. Da muss frau durch.

Was das Problem ist, weiß noch keiner so genau, es hat aber mit den Nerven zu tun, besser gesagt, mit der Rückengeschichte.

Positiv: Handytippen mit dem Daumen funktioniert, am Fliegen hindert es mich nicht und beim Sex bin ich sowieso faul.

Negativ: Es nervt.

Egal, werde ich eben mehr diktieren, geht auch.

Auf gut Glück: Rückenarbeit

Ach Mist, ich wollte doch nicht mehr so viel von meinen Wehwehchen schreiben. Ich komme mir dabei so alt vor!

Also: Was gibt’s Neues?

Nicht wirklich viel; ich bin ja gerade irgendwie lahmgelegt.

Ich habe überlegt morgen mal einen kleinen Flug mit der neuen Diamond zu machen. Nicht alleine, das wäre bei dieser Medikation unklug, sondern mit einem Co-Piloten. Nur zur Sicherheit. Virentechnisch muss ich das aber noch durchdenken.

Funflug mit Co-Pilot?

Joana wird noch mindestens zwei Wochen auf dem Set bleiben, auch bei Gabby steht in den kommenden Tagen ein neuer Dreh an. Ob sie es macht, steht noch nicht fest: Geld ist nicht alles, sagt sie.

Lächerlich! Erstens hat sie soviel Kohle, dass sie mit nur einer ihrer Kreditkarten unsere gesamte Firma kaufen könnte, und zweitens dreht sie Filme nur, weil es ihr Spaß macht. So jemand lässt sich nicht von einem Virus ausbremsen.

Oder doch? Da ist ja noch ihre kleine Tochter…

Das mit dem Bootebesichtigen mit Mazikeen hat ja nun leider nicht funktioniert, vielleicht holen wir das diese Woche aber noch nach. Wie süß sie versucht mich zu beschäftigen und mich von meiner Verletzung abzulenken! Aber eigentlich müsste doch gerade sie wissen, dass mich so etwas nicht aus der Bahn wirft! Schmerzen hin, Schmerzen her!

Antistressmaschine

Der größte Lichtblick im Moment: Eva.

Ich weiß, dass unsere Kleine nur noch ein paar Jahre süß ist und sich dann in ein widerwärtiges, pubertierendes Monster verwandeln wird. Aber – hey – ich genieße den Moment und wenn es dann soweit ist: Was geht mich das an, ich bin ja nicht die Mutter! Ein weiterer Grund, warum ich keine eigene Brut haben will. Einer unter vielen. Sobald Kakaofresse anfängt ernsthaft zu bluten, klinke ich mich aus.

Pubertät? Nicht mit mir!

Aber bis dahin bleiben ja noch ein paar tolle Jahre! Und Gabby hat auch schon angedroht, dass sie mit mir zusammenbleiben will. (Ja, so hat sie das tatsächlich gesagt: zusammenbleiben!)

Ich gebe zu, Kinder machen Spaß. Solange sie anständig erzogen werden und sie mir nicht auf den Nerven herumtrampeln. (Nerven – wie passend im Moment!)

Aber Kinder machen ganz sicher nicht so viel Spaß, dass ich mir alles, was mit ihnen zu tun hat, antun muss. Alles was fett und hässlich macht, stinkt und Nerven kostet, überlasse ich Anderen. Es reicht, wenn ich mir die schönen Sachen aussuche.

Bin ja nicht ganz blöd!

Die „schöne“ Walroß-Erfahrung tue ich mir nicht an. Widerlich!

Ich habe ja ohnehin schon meine liebe Not rank und schlank zu bleiben! Nehme ich ab um meine Beine ansehnlicher zu machen, verschwinden meine Titten. Sehe ich zu, dass meine Möpse dick und ansehnlich bleiben, bekomme ich Elefantenschenkel. Schon Scheiße! Einzig brauchbare Konstante ist und bleibt mein runder Arsch. Es wird Zeit, dass ich noch dreißig Jahre älter werde und es mir scheißegal wird, wie ich im Spiegel aussehe. Immerhin bin ich ja schon so weit gekommen, dass ich über Make-up und Higheels nur noch lachen kann, bzw. künstliche Schönheit mir am Arsch vorbeigeht. Macht das Leben viel angenehmer.

Muahaha!

Und Make-up? C’mon! Sowas ist für Clowns und Lady Gaga. Ich weiß, das war bei mir auch mal anders, doch – hallo – darf sich eine Frau nicht weiterentwickeln?

Go fuck yourself

Meine Mutter war so eine richtige 70er-Jahre-Schlampe.

Geil.

„Damals war die Welt noch herrlich politisch inkorrekt, da musstest du als Frau noch richtig deinen Mann stehen“, sagt sie gerne. „Wenn mir jemand auf den Arsch gehauen hat, hat es mir entweder gefallen oder ich habe ihm eine ernsthafte Ohrfeige verpasst. Und wenn mir einer ungefragt an die Titten gefasst hat, gab es das Knie und keinen Prozess. Damals habe ich mich noch als Frau gefühlt und nicht wie ein Mensch mit Fotze.“

Ihre Worte sind es wert, über sie nachzudenken (vor allem, wenn man so ein Reaktionär ist wie ich).

Ich weiß, ihre Aussagen können moderne Feministinnen zur Weißglut treiben, vorzugsweise diejenigen, die anfangen Sternchen in Wörter zu schmuggeln. Die Antwort meiner Mutter: „Go fuck yourself!“

Obwohl sie solche Redewendungen nur benutzt, wenn sie nicht gerade im diplomatischen Dienst unterwegs ist, kann sich jetzt wohl jeder denken, woher ich meine geblümte Aussprache habe.

Meine Mutter hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin: eine Milleniumschlampe, wofür ich ihr ewig dankbar sein werde.

Dafür, dass ich nicht an jedes dritte Wort ein „innen“ hängen muss, dafür, dass ich mich nicht jeden Tag durch diese Korrektheitsscheiße hangeln muss und vor allem dafür, dass ich ganz offen anders sein darf als die Männer. Mit allen Vor- und Nachteilen.

Ich darf meine Titten genießen und meine Möse; ich darf „Fotze“ sagen, wenn mir danach ist, und ich darf „moderne“ Frauen auslachen, wenn sie verzweifelt versuchen, sich selbst und der Welt klarzumachen, dass sie Frau und gleichzeitig auch Mensch sein können.

„Ich für meinen Teil muss das niemandem klarmachen. Ich bin eine Frau. Punkt“, sagt Mom.

Ja: Punkt.

Und trotz eingleisiger Fraulichkeit ist aus ihr eine Diplomatin geworden (mit „in“). Zugegeben, ich bin nur eine kleine Pilotin (auch mit „in“) – aber immerhin.

„Frauen wollen heute keine Sexobjekte mehr sein, oder wenn, dann heimlich.“ Meine Mutter weiß das. Aber verstehen muss sie das nicht und das sagt sie auch ganz offen.

„Wir haben damals schon gefickt wen wir wollten: Frau, Mann, Transe – egal. Der Unterschied zu heute ist nur, dass wir das nicht politisch korrekt tun mussten.“

Wie ich diese Frau liebe!

Millenniumschlampe

MAGA ist überall

Unity. Einheit.

Joe Bidens Rede drehte sich nur um dieses eine Thema. Keine Politik, keine Planungen, nichts was bislang die Amtseinführungsreden der neuen Präsidenten ausmachten.

Einheit als Rezept für das Wiedererlangen der unter Trump verlorenen Größe.

Wir sind eins

Nun, ich bin keine Amerikanerin. Bewahre! Ich lebe in Palm Springs/Kalifornien mit meinen Girlfriends, meinem Hund und meiner Katze. Aber ich bin keine Amerikanerin. Ich könnte eine sein – doch ich wollte nie eine sein und ich werde nie eine sein wollen. Mir „genügt“ die Green Card. Ich bin sehr stolz darauf einen deutschen Pass zu haben und was meinen englischen angeht – der war auch einmal Grund für Freude. Aber das ist hier nicht das Thema.

Der Gedanke Amerikanerin zu werden, ist für mich genauso abwegig, wie hetero zu werden.

Joe Biden ist also nicht „mein“ Präsident.

Einheit.

Ich hätte ihn gewählt, wenn ich gedurft hätte. Ich habe die Kampagne Biden/Harris unterstützt (wie vorher die von Bernie). Also irgendwie doch „mein“ Präsident?

Joe Biden, Lady Gaga, Kamala Harris

Ein wenig schon. Genauso wie der Gangster, der in den vergangenen vier Jahren das Weiße Haus besetzt hatte, ebenfalls ein wenig auch mein Präsident war – widerlich! Aber wer A sagt…

Ich muss hier immer noch – oder erst recht – mit MAGA-Hüten und Trump-Aufklebern auf Köpfen und Autos leben. Die gibt es überall. Was daran liegt, dass annähernd die Hälfte des Landes den orangen Möchtegern-Diktator gewählt hat und jetzt beleidigt ist. Genauso gibt es auch Waffen überall. Und die Todesstrafe. Alles Widerlichkeiten mit denen ich mich entschieden habe zu leben. (Ja, ich gebe zu, in meiner Handtasche lauert auch eine Sig-Sauer.)

Und alles nur, damit ich mit meinen Schauspielerinnen leben kann.

Lady Gaga, J Lo: Die schöne Seite Amerikas

Einheit.

Was hat das mit mir zu tun?

In den vergangenen vier Jahren habe ich alle Mühe gehabt, den in mir aufsteigenden Hass zu unterdrücken. Hass ist nicht gut. Hass ist hässlich. Ich will nicht hässlich sein.

In den vergangenen vier Jahren habe ich mehr als einmal täglich mein Handy und mein Tablet angeschrien. Ja, angeschrien. Wörtlich. Und alles nur, weil ich die Nachrichten gelesen habe. Das Anschreien hatte geholfen, den Hass in Grenzen zu halten.

Vier Jahre voller Widerlichkeiten

Und jetzt spricht „mein“ Präsident von „Einheit“?

In der Tat: In meinen Augen gibt es weder von Grund auf böse, noch von Grund auf gute Menschen. Unsere Farben bestehen aus einer unendlichen Palette von Graustufen. Die Basis für Einheit?

In der Tat: Ich war und bin heute noch immer wieder erstaunt, wer so alles MAGA-Mützen trägt oder sie zumindest auf der Küchenablage liegen hat. Menschen, von denen ich solche moralischen Abgründe nicht erwartet hätte. Menschen allerdings, die ganz sicher auch nicht das Capitol gestürmt hätten. Graustufen.

Moralische Abgründe

Das Problem: Menschen sind grundsätzlich dumm. Wir alle sind dumm. Mehr oder weniger. Die Frage ist lediglich der Grad der Dummheit und was sie anrichten kann.

So oder so: Der Präsident möchte, dass wir „Einigkeit versuchen“. Was schlicht „Vergebung“ bedeutet, wenn man es genau nimmt. Kann ich das?

Das Problem: Es gibt die Menschen, die in den vergangenen vier Jahren rücksichtslos ihre eigene Agenda verfolgt haben. Und es gibt diejenigen, die ihnen blind gefolgt sind: Die Dümmsten der Dummen.

Versöhnung ist denkbar, doch nicht ohne Konsequenzen für die eine, wie für die andere Gruppe.

Wie unverbesserlich sind Lemminge?

Ja, Mr. Präsident, ich werde Einheit versuchen, versprochen. „Wir müssen einander zuhören“, sagt er.

Okay, ich versuch’s, selbst wenn es mir dabei schlecht wird. Aber wer mir dumm kommt, bekommt trotzdem eine aufs Maul!

Schnöde Rubbelei

Handbücher gebüffelt. Gelernt was ich ohnehin schon wusste.

Diesen Mist zu lesen ist ungefähr so spannend wie Buchhaltung. Das Dumme ist nur, dass etwa 0,5 Prozent dieser drögen Materie tatsächlich interessant ist und Leben retten kann. Leider muss man, um die 0,5 Prozent zu finden, auch den restlichen Quatsch lesen. Grässlich!

Das hasse ich ganz besonders an modernen Flugzeugen: Sie schaffen es, den wirklich interessanten Kram so zu verstecken, dass man, bis man ihn gefunden hat, nicht mehr weiß wie fliegen überhaupt funktioniert.

Wie auch immer…

Ich lebe schon den ganzen Tag von Oxicodon. Wenn das so weitergeht, bin ich übermorgen süchtig und das kaum begonnene Jahr endet für mich im Drogenentzug.

Was mich wieder lehrt: Vorwärts laufen, immer vorwärts, niemals rückwärts. Und wenn, dann umdrehen. Was ja dann auch wieder vorwärts wäre.

Ich werde heute Nacht mal einen dieser neuen Klitsucker (Klitorissauger) ausprobieren.

Was nichts mit dem Thema hier zu tun hat, ist mir nur gerade eingefallen.

Ansetzen, vibrieren und nuckeln lassen. „Kein Dildo nötig“, steht auf der Packung. Aber zusätzlich einen einzuführen kann vermutlich nicht schaden. Sicher ist sicher.

Wo war ich nochmal? Solche Dinge bringen mich immer vom Thema ab…

Ist ja auch egal: Masturbieren ist ohnehin spannender als der ganze andere Quatsch!

Und auf das Masturbieren bin ich ja leider gerade angewiesen; in den kommenden Tagen ist ja dummerweise keine meiner Frauen in Sicht und andere kommen ja derzeit coronatechnisch nicht in Frage. Andererseits bleibt dann Zeit neue Techniken auszuprobieren, denn nichts ist langweiliger als die schnöde Rumrubbelei.

Rubbel dich in den Schlaf #gähn

Von Siegen und Niederlagen

Ja, ich weiß: Alle kennen mich als die Dauersiegerin.

Scheinbar schauen die Menschen aber nicht wirklich genau hin. Es ist doch eigentlich hinlänglich bekannt, dass wir uns die Welt so umgestalten, wie sie uns gefällt. Jedenfalls in unseren Köpfen.

Dabei besteht das ganze Leben doch aus Kompromissen, aus Siegen und Verlieren und allem Möglichen dazwischen. Ist es nicht so?

Sind wir doch mal ehrlich: Dass meine beiden Weiber für mich einen Trustfund anlegen, kann ja nun schwerlich als Niederlage bezeichnet werden. Vor allem nicht, wenn der Fonds mir unter Anderem ein 1,3-Millionen teures Flugzeug zur exklusiven Nutzung überlässt und auch noch die Unterhaltskosten übernimmt!

Dass ich meine Texan verkaufen und den Erlös in den Fonds einzahlen muss, wird dabei zur Nebensache. Vor allem, wenn ich meine Bonanza im Rahmen des Deals für meinen Privatspaß behalten darf und ebenfalls finanziert bekomme. Bedingung: Joana, Gabby und Familie transportiere ich nur mit der neuen Maschine. Und einen neuen Jet haben sie unter bestimmten Umständen ebenfalls in Aussicht gestellt!

So what? Wer bin ich, dass ich mich DARÜBER beschweren könnte?

Natürlich steuere ich nicht gerne fliegende Computer. Aber besser als vereinsamt in meiner Bonanza sitzen, ist es allemal. Vor allem, weil ich die Beech dann nach spätestens einem Jahr verkaufen müsste, weil ich mir den Unterhalt nicht mehr leisten könnte. Ist ja nicht so, dass ich einen Job hätte, der ernsthafte Dollar einbringt.

Und wenn ich ehrlich sein soll: SO übel ist die Diamond gar nicht. Und wegen des Segelns versprechen sie mir auch eine Lösung (wobei in dem Fall definitiv kein eigenes Boot für mich herausspringen wird, doch immerhin).

Meine Frauen sind zwar elitär und diktieren mir auf, was ihre Bankkonten ihnen erlauben, doch im Endeffekt bin ich bei allem die Nutznießerin. Vor allem, wenn man bedenkt, dass ich mit beiden schlafen kann, (fast) so oft wie mir der Sinn danach steht – mit zwei der aufregensten, schönsten und berühmtesten Frauen der Welt. HETEROfrauen, wohlbemerkt!

Ich glaube nicht, dass mir bei all dem die Opferrolle steht.

Aber jammern darf ich ja wohl.

Looser?

Das Leben ist ein Pokerspiel

Ich kapituliere.

Was bleibt mir übrig? Ich glaube, dass die beiden es diesmal wirklich ernst meinen. Ich hätte mich nie darauf einlassen sollen, dass Joana ihre Freundin Gabby in unser Leben bringt. Ich weiß, dass sie Joana die Flausen in den Kopf gesetzt hat. Mütter tun sowas.

Nicht, dass ich nicht froh wäre, dass es Gabby gibt. Was wäre die Welt ohne ihre Filme? Und was wäre ich ohne ihre genialen Titten? Und was wäre ich ohne Kakaofresse, ihre süße Tochter. Ich bin ja jetzt so etwas Ähnliches wie ihre Tante. (Obwohl ich Eva den Mund mit Seife auswaschen würde, wenn sie es wagen würde, mich so zu nennen. „Captain“ ist okay.)

Nein, ich würde weder auf Gabby verzichten wollen und genausowenig auf Kakaofresse. Aber wenn ich müsste… Ich bin mir immer noch nicht sicher, was ich alles aufgeben würde, um die beiden zu behalten.

Bei Joana ist das anders. Ganz anders. Ich würde nahezu alles aufgeben, um sie nicht zu verlieren. Sie ist meine beste Freundin und sie ist (endlich) mein Lover. Und ich bin verliebt in sie, seit ich ein Teenager war. Nein, Joana würde ich für nichts in der Welt aufgeben können.

Nicht, dass mir das erst jetzt bewusst geworden wäre.

Im Prinzip ist das ganze Leben – und vor allem auch eine Beziehung – ein Pokerspiel und diesmal habe ich verloren. Ich weiß nicht, ob sie geblufft haben, oder ob sie ihre Drohungen tatsächlich war gemacht hätten. Wenn es ein Bluff war, war es ein guter. Ich jedenfalls bin ausgestiegen. Passe.

Und jetzt muss ich meine Spielschulden zahlen.

Schon doof…

Aber es wird der Tag kommen, an dem die Karten neu verteilt werden!

Beziehungspoker

Warum?

Heute haben ich Joana und Gabby die Frage gestellt, die mich schon lange beschäftigt:

„Warum ich?“

Im Falle von Joana ist diese Frage eigentlich weniger relevant, denn wir sind schon seit ewigen Zeiten beste Freundinnen – und warum sollte ein Superstar nicht auch eine Sterbliche als BFF haben können? Doch spätestens seitdem sie mit Blumen vor meiner Tür gestanden hat, hatte sich die Situation geändert.

Warum? Was ist so Besonderes an mir?

Ich bin mäßig hübsch, habe weder Storchenbeine, noch Monstertitten, ich bin hormongesteuert und habe Launen wie eine streunende Katze, ich habe keine aufregende Stimme und bin überhaupt ziemlich durchschnittlich.

Ich habe eine außerordentlich hübsche Möse, aber das kann es ja wohl alleine nicht sein, zumal der verstörende Fakt hinzukommt, dass sowohl Joana alsauch Gabby penisgeil sind.

Also warum?

„Was geht dich das an?“, antwortet Joana grinsend. „Keine Ahnung was es ist“, sagt Gabby.

Fakt ist, dass beide gerade versuchen Welten zu bewegen, damit ich nicht wieder nach Norwegen verschwinde.

(Noch so ein Punkt: ich ziehe öfter um als Trump und nehme dabei keinerlei Rücksicht auf das, was Andere davon halten könnten.)

Also was ist so besonders an mir?

„Du bist – anders…“, überlegt Gabby, als ich schwöre ihr massiv in die Titten zu petzen, wenn sie meine Frage nicht ernst nimmt.

Anders. Aha.

Ich bin eine Schlampe, ein Miststück und sexuell hochgradig promiskuitiv. Aber sind das nicht die meisten Weiber und geben es nur nicht zu?

„Du liebst meine Tochter“, überlegt Gabby weiter.

WTF?! Ich kann Kinder nicht ausstehen! Spinnt die?!

„Außerdem benimmst du dich nicht wie ein Groupie. Man hat das Gefühl als müsse man DEIN Fan sein, damit du nicht eingeschnappt bist.“

„Aber das seid ihr doch!“, entgegne ich voller Unverständnis.

Gabby schüttelt den Kopf: „Du bist mal wieder vollkommen unmöglich, Süße.“

Mmh… Das wird es wohl sein.

Charakter statt Graphikkarte

Sagte ich bereits, dass ich es nicht ausstehen kann, Flugzeuge kaufen zu müssen?

Warum? Blöde Frage! Statt Flugzeuge zu kaufen, fliege ich lieber damit. Und ehrlich: Ein Flugzeugkauf ist kaum weniger komplex, als ein Haus kaufen oder bauen zu wollen. Ja: Es ist SO nervig.

Schlimmer ist nur noch, wenn du ein Flugzeug kaufen sollst, dass du gar nicht haben willst.

Ja, sowas gibt es!

Nicht falsch verstehen: Diese Diamond ist ein Traum von einem Flieger! Edel bis zum Erbrechen, sozusagen. Drinnen kommst du dir vor wie in einem Edel-SUV, einem Cheyenne oder BMW XYZ. Und dann die Flügeltüren mit maranelloroten Griffen…

Würg!

Meinen beiden Edelweibern gefällt das natürlich. Die haben längst vergessen, wie es ist NICHT in einem Tesla zu sitzen, sondern in einem 2er Golf.

Ich bevorzuge den VW, alleine schon, weil ich alles was von einem Computer bewegt wird, sehr suspekt finde.

Klar, habe ich auch schon mal einen Tesla gefahren – aber nur, weil Joana ihn mir quasi geschenkt hatte. (Finanzamt bitte weghören.) Ich habe ihr das Ding quasi wieder zurückgeschenkt. War ganz witzig für eine Weile, doch ich stehe mehr auf alte Motorräder, alleine schon weil Mopeds keine überflüssigen Räder haben.

Langer Rede nostalgischer Sinn: Ein Flugzeug muss für mich Charakter haben und keine Graphikkarte. Motto: Kaffeeflecke statt Klimaanlage. Richtige Möpse statt Ally-McBeal-Tittchen. Griffiger, weicher Arsch statt glanzgebräunte Fitnessstudio-Bäckchen. Fotze statt Pussy.

Ich glaube, ich komme vom Thema ab.

Fazit: Wenn ich irgendwann mal abstürze, will ich wenigstens selbst dran schuld sein.

Abstürzen ist immer noch Privatsache

Meine guten Vorsätze

In 2021 ist alles anders.

Vorsatz: Mehr Sex
Status: Ich arbeite daran

Vorsatz: Weniger Arbeit
Status: Abwarten

Vorsatz: Mehr tanzen
Status: Allein geht’s

Vorsatz: Weniger essen
Status: Öm…

Vorsatz: Weniger Maske
Status: Ach Scheiße…

Vorsatz: Mehr Pornos drehen
Status: Bleibt abzuwarten

Vorsatz: Öfter nackt
Status: Solange meine Titten es erlauben

Vorsatz: Weniger Frauenvielfalt
Status: Wenn die aber doch alle angerannt kommen…

Vorsatz: Mehr BDSM
Status: Wann, bitte?

Mehr BDSM

Vorsatz: Mehr schreiben
Status: Ab morgen

Vorsatz: Wieder öfter segeln
Status: Bleibt abzuwarten

Vorsatz: Weniger Politik
Status: Trump macht’s wieder möglich

Vorsatz: Weniger Alkohol
Status: Tequila versteckt, leider wiedergefunden

Vorsatz: Öfter masturbieren
Status: Verrate ich nicht

Vorsatz: Weniger Sexspielzeug kaufen
Status: Bis jetzt klappt’s noch nicht

Vorsatz: Mehr Vorsätze ausdenken
Status: Ideen? Irgendjemand?

2021

Aller Anfang ist Sex.

Vor genau einem Jahr habe ich diesen Blog, dieses Tagebuch, begonnen und ich muss sagen, dass ich diesen Schritt wirklich nicht bereue, auch wenn es ein wenig Arbeit bedeutet, mich darum zu kümmern. Zeit, die ich eigentlich nicht wirklich habe, weil ich gewöhnlich versuche, mich auf die Dinge zu konzentrieren, die mir eine Menge bedeuten, weil sie mir direkten Spaß bringen: Sex haben, segeln, fliegen und schreiben.

Andererseits hat dieses Tagebuch, dieser Blog, natürlich viel mit Schreiben gemeinsam: Ich kann hier meine Gedanken „zu Papier“ bringen, ohne mich dafür rechtfertigen zu müssen und vielleicht auch Menschen hin und wieder zum Nachdenken zu bringen. Nicht zum Nachdenken über die großen weltbewegendes Themen – okay, manchmal schon – sondern in erster Linie darüber, welche Prioritäten sie im Leben setzen und was sonst noch möglich wäre.

Würde mich jemand fragen, was meine Motivation für das Schreiben, egal ob Bücher oder Blog, ist, dann würde ich zuerst sagen, dass ich schreibe, weil es mir Spaß macht und weil es – wenn es gut läuft – mich persönlich gewaltig anmacht. Nicht umsonst beschäftige ich mich nach dem einen oder anderen Post auch schon mal gerne ganz allein mit einem meiner unzähligen Sextoys.

Doch wenn ich mir meine Bücher so anschaue, dann geht es fast immer um größere oder kleinere Tabus, von denen ich mir wünsche, dass Frauen es endlich wagen würden, Neues zu probieren und ihre Ängste ablegen. Oder so zu reden wie sie empfinden.

Fange ich ganz vorne an, bei Anna von England, dann sind ganz große Themen Masturbation und Reboundsex als Lebensretter nach einer Trennung. Quintessenz: Masturbieren ist geil und nützlich.

Beim nächsten Buch – J. – Die ersten 20 Stunden – taucht das erste BDSM-Thema auf und die ersten schrägen Figuren erscheinen, die fast Eins zu Eins von mir nach realen Menschen gezeichnet wurden. Das echte Leben als Quelle total schräger Verrücktheiten.

Es folgten drei Kurzgeschichten. Die Geschichte von Lisa und dem ersten Lesbensex auf dem Uniklo – eine wahre Begebenheit übrigens. Leute, traut euch zu ficken, wenn euch danach ist!

Alisha und Elena packen den Strap-on aus und rammeln hemmungslos bei einer Sexparty. Und zwar anal. Erlaubt ist, was anmacht. Probiert doch einfach mal aus wie es ist, wenn jemand euren Arsch benutzt. Und nein, das Loch ist nicht zu klein!

Mein ehemaliges Lieblingsbüchlein, die Geschichte von Bella, betrifft meine eigenen Megafetische: Entblößung in der Öffentlichkeit und sexuelle Unterwerfung.

Mein Bestseller – oh Wunder – heißt Irren ist lesbisch. Die Idee zum Buch entstand bei einem kleinen Sexspielchen. Während ich Fäkaliensex hasse – wie hoffentlich die Meisten – hat es mich erstaunt, wie es mich angemacht hat, einer Frau nicht nur beim Pinkeln zuschauen zu müssen, sondern auch noch meine Hand in ihren warmen Strahl zu halten. Eine Randgeschichte im Buch, aber eine wichtige.

Und dann kam J. – Forever. MEIN Buch. Mein Lebensroman.

Prostitution, Gewalt, Vergewaltigung, Wahnsinn. Tod, Leben, Exzesse. Elitentum und die Macht des Geldes. Was kann man mit Reichtum alles kaufen und was dann doch nicht? Männer. Männerverhalten. Frauen. Frauenverhalten. Sexarbeiterinnen und Filmstars. Alles demystifiziert und hemmungslos gezeichnet. Tabuloser Sextalk, Sprache schmutziger als ein Damenklo.

Von all dem schreibe ich auch hier in meinem Blog. Mal mehr, mal weniger aber meistens aktuell.

Bis zu 15.000 Menschen lesen meine täglichen Posts derzeit.

Schon irgendwie verfickt geil, oder?

Wäääh!

Ich stelle fest, dass ich zu viel Zeit mit diesem Blog verbringe, statt an neuen Büchern zu schreiben.

Vielleicht sollte ich überlegen, was ich wirklich will. (Abgesehen von viel Sex.)

Egoismus will ich. Und Egozentrik. Ich will sagen können, was ich denke (und die Kommentarfunktion abschalten).

Irgendwer muss es schließlich tun, wenn der moderne Feminismus mir schon alles verbieten will (okay: vieles) was mich ausmacht. Manchmal überkommt mich der Verdacht, dass ich nur als Feministin anerkannt werde, wenn ich bereit bin, Kinder und Arbeit zu kombinieren, respektive Erstes während Zweitem an einen Softcore-Mann zu deligieren.

Problem ist: nichts davon kann ich!

Weil ich erstens Kinder, zweitens Arbeit und drittens schon gar keine Männer in meiner Umgebung haben will.

Wie kann eine Frau emanzipiert sein, wenn sie nicht

a) Kinder als ihren Lebensinhalt ansieht,

b) arbeiten liebt und

c) heterosexuell ist?

Irgendwie passe ich da nicht rein.

Nicht falsch verstehen: Ich beschwere mich ja gar nicht, nichts von all dem will ich haben, doch was ich am wenigsten will, ist den modernen, politisch korrekten Feminismus. Den kann ich leiden wie Fußwarzen. (Nicht, dass ich welche hätte, doch wenn, würde ich sie hassen!)

Dazu kommt natürlich, dass ich mich (fast) nicht mehr schminke. Und wenn, tue ich es nur um andere Frauen zu ärgern. Und selbstverständlich ist auch das reaktionär. Die moderne Frau schleppt links das Kind, rechts die Aktentasche; der Mann stöhnt hinter ihr unter der Last der Einkäufe. Und selbstverständlich ist ihr Gesicht pickelfrei und mit einer Tonne Feuchtigkeitscreme versorgt. (Unter dezentem Make-up natürlich.) Sie trägt Chanel und als weiteres Zeichen ihrer Emanzipation die neuesten Nikes. (Gesprochen „Neikiiiies“, für die Deutschen, die es immer noch nicht kapiert haben.)

Und selbstverständlich sagt sie niemals „Fotze“ zu ihrer Fotze, „Möpse“ zu ihren Möpsen oder „Arschloch“ zu ihrem Arschloch. „Möse“ ist hoch innovativ für sie, jedoch nur, während ihr ein Mann (!) ganz zärtlich die Klitoris streichelt.

Wäh, wäh, wäaaah!

Was ich will? KEINE Kinder, KEINEN Mann und Arbeit nur wenn es sein muss. Aber dann eine, die Spaß macht.

Was will ich noch? Dass mir Frauen in der Bar auf den Arsch hauen und dass mir Männer in der Bar auf den Arsch hauen (das jedoch nur, damit ich einen Grund habe, ihnen ernsthaft in die Eier zu treten.) Ich will „Weiber“ sagen und „Tussi“ und „Fotze“ und „Möpse“ und „Arschloch“; ich will als Sexobjekt angesehen werden; ich will Kinder verabscheuen dürfen ohne mir den Schwachsinn vom Weiterbestand des Volkes anhören zu müssen. Ich will in Restaurants ohne Kindergeschrei und -herumgerenne essen können. Ich will Männer als Minderbemittelte bemitleiden dürfen. Ich will meine ganzen Vorurteile behalten dürfen. Ich will „politisch Korrektes“ hassen dürfen. Ich will mich ausziehen und mit meinem Body Typen und Tussis verrückt machen können. Ich will meinen Body als Mittel zum Zweck benutzen dürfen und ihn ungestraft verkaufen können, wenn mir der Sinn (oder das Bankkonto) danach steht. Ich will Rollenspiele lieben dürfen, in denen ich die Unterlegene, die Vergewaltigte, die Blamierte und Gedemütigte sein darf. Meine Entscheidung! Und wenn mir einfällt darüber schreiben zu wollen, tue ich es.

Mein Lebensinhalt besteht nicht darin, für Andere (respektive Jüngere) ein „gutes“ Beispiel zu geben. Zumal ich nicht das Geringste dagegen hätte, wenn die Menschheit mangels Nachwuchs ausstirbt. Was sowieso nicht passiert, weil die Weiber im dunklen Kämmerchen ficken wie Feldhasen um ihre DNA zu kopieren. Wenn es sein muss mit Fettcreme in der Fotze.

Ich hoffe, es ist klar geworden, warum ich politisch korrekten Feminismus nicht ausstehen kann.